Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Bernd Wefelmeyer über Leben und Tod
vor 6 Tagen
Beschreibung
vor 6 Tagen
„Berlin, Berliner, am Berlinsten“ steht für den Komponisten,
Arrangeur und Dirigenten Bernd Wefelmeyer. Es ist auch ein
satirisches Theaterstück im „Stadttheater Köpenick“ (seinem
Heimatbezirk) mit Musik von ihm (und Texten von Peter Ensikat) und
in seiner Regie. „Ich wollte immer Musik machen. Aber als Pianist
war ich nicht gut genug und als Komponist hatte ich noch keine
Erfahrungen. Etwas Technisches sollte auch dabei sein und so kam
mir der Tonmeister-Studiengang an der Hochschule für Musik Hanns
Eisler in Berlin gerade recht.“ beschreibt Wefelmeyer seine Anfänge
in den 60er Jahren, in denen er außerdem ein Kompositionsstudium
abgeschlossen hat. Beruflich startete er dann als Tonregisseur im
Rundfunk der DDR mit Big Band-Musik und mit dem großen
Rundfunk-Orchester. 1990/91 hat er dann das „Deutsche Filmorchester
Babelsberg“ mitbegründet, dessen Chefdirigent er bis 1996 war. Der
– heute 86Jährige – Berliner ist in der Musik-Szene (Ost-)
Deutschlands „Crossover“ aktiv. Aktuell gibt es „Gundermann
Classic“ am heutigen Samstag in Cottbus, am 21.Juni 2026 im
Kulturpalast Dresden sowie am 26. Oktober 2026 im Gewandhaus
Leipzig. Die Texte des bereits 1998 verstorbenen Baggerführers und
Liedermachers Gerhard „Gundi“ Gundermann, den er erst durch den
Film von Andreas Dresen kennengelernt hat, haben für Wefelmeyer
eine „Brechtsche Nähe“ und eine „Musik, die raffiniert ist durch
ihre Einfachheit“. Das hat den Komponisten Wefelmeyer gereizt,
nachdem er bereits „Queen Classic“ gemacht und „Pink Floyd Classic“
für 2027 in Planung hat. Bernd Wefelmeyer hat mehr als 300
Theater-, Fernseh- und Filmmusiken (u.a. „Polizeiruf 110“, „Der
kleine Eisbär“, „Das Adlon“, „Donna Leon“) komponiert und betont:
„Wenn man Filmmusiken macht, muss man in allen Genres firm sein.“
Geprägt haben ihn seine musikalischen Anfänge am Klavier bei den
„Jazz Optimisten“ mit Manfred Krug und irgendwie ist es nur zu
logisch, dass er nun – siehe Podcast-Foto – als Hörer bei „Ella
Radio“ gelandet ist, das die Gastgeberin von „Schwarz hören“
wochentäglich (14-18 Uhr) moderiert. Anlässlich der „Rede meines
Lebens“ habe ich Bernd Wefelmeyer im März 2026 in seinem Haus in
Berlin-Köpenick im Südosten Berlins besucht und wir haben über sein
vielfältiges Leben gesprochen. Auch über KI, die – so sagt
Wefelmeyer – „… vernünftige Sachen machen können wird. Aber: Die
Idee muss vorher vom Komponisten da sein, denn die KI lernt von dem
Vorhandenen.“ Und natürlich war auch der Tod, „… der die die
einzige Gewissheit ist, die wir in unserem Leben haben.“ Thema
unseres angeregten Gesprächs. „Die Frage ist bloß, wie er kommt.“
Auf meine darauffolgende Frage, ob er sich einen selbstbestimmten
Tod vorstellen kann, antwortet Wefelmeyer ohne Umschweife: „Ja.“
und beklagt die bisher existierende „Bevormundung durch den Staat“,
wenn Suizid als „Selbstmord“ verstanden wird. „Mit einem Opiat
glücklich und beseelt in den Tod gehen – das ist für mich die
Ideal-Vorstellung.“ Für „danach“ hat er längst vorgesorgt: Die
Grabstelle auf dem Friedhof in Berlin-Köpenick, wo er lebt, ist
gekauft und dort liegen auch schon seine Mutter und ein Großvater.
Wie der große Schauspieler Hilmar Thate, für den er die
Abschiedsmusik gestaltet hat, will er keine Trauerrede. Über die
Idee einer eigenen Abschiedsrede, will er nachdenken. „Das wäre
eine Möglichkeit.“ Und: Musikalisch wird es wohl ein Stück aus dem
„Messias“ von Händel geben … Viel Spaß mit der Episode 155 von
„Schwarz hören“ mit Bernd Wefelmeyer.
Arrangeur und Dirigenten Bernd Wefelmeyer. Es ist auch ein
satirisches Theaterstück im „Stadttheater Köpenick“ (seinem
Heimatbezirk) mit Musik von ihm (und Texten von Peter Ensikat) und
in seiner Regie. „Ich wollte immer Musik machen. Aber als Pianist
war ich nicht gut genug und als Komponist hatte ich noch keine
Erfahrungen. Etwas Technisches sollte auch dabei sein und so kam
mir der Tonmeister-Studiengang an der Hochschule für Musik Hanns
Eisler in Berlin gerade recht.“ beschreibt Wefelmeyer seine Anfänge
in den 60er Jahren, in denen er außerdem ein Kompositionsstudium
abgeschlossen hat. Beruflich startete er dann als Tonregisseur im
Rundfunk der DDR mit Big Band-Musik und mit dem großen
Rundfunk-Orchester. 1990/91 hat er dann das „Deutsche Filmorchester
Babelsberg“ mitbegründet, dessen Chefdirigent er bis 1996 war. Der
– heute 86Jährige – Berliner ist in der Musik-Szene (Ost-)
Deutschlands „Crossover“ aktiv. Aktuell gibt es „Gundermann
Classic“ am heutigen Samstag in Cottbus, am 21.Juni 2026 im
Kulturpalast Dresden sowie am 26. Oktober 2026 im Gewandhaus
Leipzig. Die Texte des bereits 1998 verstorbenen Baggerführers und
Liedermachers Gerhard „Gundi“ Gundermann, den er erst durch den
Film von Andreas Dresen kennengelernt hat, haben für Wefelmeyer
eine „Brechtsche Nähe“ und eine „Musik, die raffiniert ist durch
ihre Einfachheit“. Das hat den Komponisten Wefelmeyer gereizt,
nachdem er bereits „Queen Classic“ gemacht und „Pink Floyd Classic“
für 2027 in Planung hat. Bernd Wefelmeyer hat mehr als 300
Theater-, Fernseh- und Filmmusiken (u.a. „Polizeiruf 110“, „Der
kleine Eisbär“, „Das Adlon“, „Donna Leon“) komponiert und betont:
„Wenn man Filmmusiken macht, muss man in allen Genres firm sein.“
Geprägt haben ihn seine musikalischen Anfänge am Klavier bei den
„Jazz Optimisten“ mit Manfred Krug und irgendwie ist es nur zu
logisch, dass er nun – siehe Podcast-Foto – als Hörer bei „Ella
Radio“ gelandet ist, das die Gastgeberin von „Schwarz hören“
wochentäglich (14-18 Uhr) moderiert. Anlässlich der „Rede meines
Lebens“ habe ich Bernd Wefelmeyer im März 2026 in seinem Haus in
Berlin-Köpenick im Südosten Berlins besucht und wir haben über sein
vielfältiges Leben gesprochen. Auch über KI, die – so sagt
Wefelmeyer – „… vernünftige Sachen machen können wird. Aber: Die
Idee muss vorher vom Komponisten da sein, denn die KI lernt von dem
Vorhandenen.“ Und natürlich war auch der Tod, „… der die die
einzige Gewissheit ist, die wir in unserem Leben haben.“ Thema
unseres angeregten Gesprächs. „Die Frage ist bloß, wie er kommt.“
Auf meine darauffolgende Frage, ob er sich einen selbstbestimmten
Tod vorstellen kann, antwortet Wefelmeyer ohne Umschweife: „Ja.“
und beklagt die bisher existierende „Bevormundung durch den Staat“,
wenn Suizid als „Selbstmord“ verstanden wird. „Mit einem Opiat
glücklich und beseelt in den Tod gehen – das ist für mich die
Ideal-Vorstellung.“ Für „danach“ hat er längst vorgesorgt: Die
Grabstelle auf dem Friedhof in Berlin-Köpenick, wo er lebt, ist
gekauft und dort liegen auch schon seine Mutter und ein Großvater.
Wie der große Schauspieler Hilmar Thate, für den er die
Abschiedsmusik gestaltet hat, will er keine Trauerrede. Über die
Idee einer eigenen Abschiedsrede, will er nachdenken. „Das wäre
eine Möglichkeit.“ Und: Musikalisch wird es wohl ein Stück aus dem
„Messias“ von Händel geben … Viel Spaß mit der Episode 155 von
„Schwarz hören“ mit Bernd Wefelmeyer.
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