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vor 8 Stunden
Klettern - einfach feshtalten
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Körperspannung gehört zu den wichtigsten Grundlagen im Klettern
und wird trotzdem oft missverstanden. Viele denken dabei sofort
nur an Bauchtraining oder Planks. Tatsächlich geht es aber um
deutlich mehr: Gute Körperspannung bedeutet, dass Spannung über
den gesamten Körper aufgebaut werden kann – vom Finger bis zu den
Zehen, über alle Gelenke hinweg. Genau diese Spannung entscheidet
darüber, ob Kraft sauber übertragen wird, ob du im Überhang
stabil bleibst und ob weite Züge kontrolliert gelingen.
In dieser Folge von einfach festhalten geht es
darum, was Körperspannung im Klettersport wirklich bedeutet,
woran du erkennst, ob dir Körperspannung fehlt, und wie du sie
gezielt trainieren kannst.
Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, was Körperspannung
überhaupt ist. Gemeint ist nicht nur die Aktivität des Rumpfes,
sondern das koordinierte Zusammenspiel des gesamten Körpers. Beim
Klettern entstehen Kraftlinien von einem Punkt zum anderen: vom
Tritt über Beine und Hüfte bis in die Hände oder umgekehrt.
Sobald diese Kraftlinie unterbrochen wird, geht Stabilität
verloren.
Gerade im Überhang wird das besonders sichtbar. Wenn die Füße
plötzlich von der Wand kommen, liegt das oft nicht nur an
mangelnder Fingerkraft. Häufig fehlt die Fähigkeit, Spannung im
gesamten Körper aufrechtzuerhalten. Arme übernehmen dann zu viel
Arbeit, die Füße greifen nicht aktiv genug, und die Dosierung für
den nächsten Zug passt nicht mehr.
Auch auf Platte spielt Körperspannung eine zentrale Rolle. Dort
geht es weniger um offensichtliche Kraft, sondern um feine
Stabilisation. Wer Schwierigkeiten hat, den Körperschwerpunkt
sauber über das Standbein zu bringen, hat oft Defizite in kleinen
stabilisierenden Muskelgruppen oder in der sensomotorischen
Steuerung. Das bedeutet: Das Gehirn verarbeitet
Bewegungsinformationen nicht optimal genug, um präzise Spannung
aufzubauen.
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