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Beschreibung
vor 2 Monaten
Die erste helle Frühlingssonne fällt auf den staubigen
Fensterrahmen deiner Küche und plötzlich spürst du dieses flaue
Gefühl in der Magengrube. Du möchtest eigentlich alles ausmisten,
weißt aber nicht, wo du anfangen sollst, während sich deine Knie
schwer wie Blei anfühlen. Unter der Decke krümmen sich deine
Zehen, weil du noch immer über ein Gespräch nachgrübelst, das
schon Monate zurückliegt und dich einfach nicht loslässt.
Du erfährst heute, wie die Verhaltensökonomin Dr. Katy Milkman
den Fresh Start Effect entschlüsselt hat und warum dein Gehirn
markante Daten braucht, um das fehlerhafte alte Ich hinter sich
zu lassen. Du verstehst den Mechanismus der mentalen Buchhaltung,
der es dir erlaubt, eine unbelastete weiße Weste anzuziehen und
deine kognitive Dissonanz abzubauen. Du lernst die
Ein-Satz-Deponie kennen, mit der du psychologischen Ballast
sicher verstaust, bevor das Licht ausgeht.
Diese psychologische Grenze zwischen dem Gestern und dem Morgen
ist entscheidend für deine Nachtruhe, da dein Gehirn am
Frühlingsanfang verstärkt versucht, deine Lebensgeschichte neu zu
ordnen. Das bewusste Deponieren alter Grolle signalisiert deinem
parasympathischen Nervensystem, dass der Fall abgeschlossen ist
und dein aktives Arbeitsgedächtnis in den Standby-Modus schalten
darf. Du gleitest mit dem Bild eines davontreibenden Weidenkorbs
sanft in einen tiefen Schlaf, während dein System die Erneuerung
auf Zellebene vorbereitet.
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