"Mehr als ein Wunder" - Gespräch mit Gunther Fleischer

"Mehr als ein Wunder" - Gespräch mit Gunther Fleischer

vor 4 Wochen
12 Minuten
Podcast
Podcaster
Impulse zur Heiligen Schrift

Beschreibung

vor 4 Wochen
Zum Start der Woche ist der Bibeltheologe Dr. Gunther Fleischer zu
Gast im Podcast. Fast 25 Jahre leitete er die Bibel- und
Liturgieschule im Erzbistum Köln. Er erzählt, warum ihn die Bibel
bis heute fasziniert: Obwohl die Texte Jahrtausende alt sind,
greifen sie Fragen auf, die Menschen immer noch bewegen. Wenn
er einen Bibeltext auslegt, schaut er zuerst in den Urtext in der
jeweiligen Sprache. Im Evangelium des Tages bittet ein königlicher
Beamter Jesus um Hilfe für seinen sterbenskranken Sohn. Jesus
spricht nur ein Wort – und der Junge wird gesund. Für Fleischer
zeigt die Geschichte: Ein Wunder ist eine überraschende Wendung zum
Guten, die man nicht "machen" kann. Im Johannesevangelium sind
solche Wunder "Zeichen" für Gottes Wirken. Eine überraschende
Perspektive, die neugierig auf die ganze Podcastfolge macht.Aus dem
Johannesevangelium:In jener Zeit ging Jesus von Samária nach
Galiläa. Er selbst hatte bezeugt: Ein Prophet wird in seiner
eigenen Heimat nicht geehrt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen
ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in
Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn auch sie waren zum Fest
gekommen. Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser
in Wein verwandelt hatte. In Kafárnaum lebte ein königlicher
Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa
nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn,
herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da
sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt
ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind
stirbt! Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte
dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den
Weg. Noch während er hinabging, kamen ihm seine Diener entgegen und
sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in
der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der
siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der
Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt
hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus.
So tat Jesus sein zweites Zeichen, nachdem er von Judäa nach
Galiläa gekommen war. (Joh 4,43-54)( Ständige Kommission für
die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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