Nach den Wahlen in Baden-Württemberg - alles gleich, alles anders?

Nach den Wahlen in Baden-Württemberg - alles gleich, alles anders?

vor 3 Wochen
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vor 3 Wochen
Die CDU war sich absolut sicher, nach dem 15jährigen Betriebsunfall
des Grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ab jetzt wieder
die Zügel in Baden-Württemberg in die Hand nehmen zu können. Aber
es kam anders: Mit knappem Vorsprung setzte sich in einer sehr auf
die Kandidaten zugeschnittenen Wahl der Grüne Cem Özdemir durch,
der nun der erste Ministerpräsident mit Migrationshintergrund in
einem deutschen Bundesland wird. Mit der Bundespartei der Grünen
allerdings schien Özdemir so viel nicht mehr zu tun zu haben: Nicht
nur setzte er inhaltlich deutlich andere Akzente und holte den
geschassten Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer mit ins Boot,
er sprach sogar von den Baden-Württembergischen Grünen und der
Bundespartei als "Schwesterparteien". Kann die Methode Özdemir ein
Modell für die Grünen werden? Die CDU hingegen setzte auf einen mit
37 Jahren recht jungen Spitzenkandidaten und sprach dann von einer
"Schmutzkampagne", die ihn den Wahlsieg gekostet habe, als eine
Grüne Bundestagsabgeordnete ein altes Video mit sexistischen
Äußerungen von ihm veröffentlichte. War es wirklich nur das oder
hat die CDU ausgerechnet jenes Bundesland völlig falsch
eingeschätzt, in dem sie zuvor jahrzehntelang regiert hatte? Was
bedeutet die krachende Niederlage der SPD, die sich nur gerade eben
so noch über die 5-Prozent-Hürde retten konnte, für die
Bundespolitik der Schwarz-Roten Koalition? Stimmt die Analyse von
Bundeskanzler Friedrich Merz, die FDP nunmehr bundesweit "tot",
nachdem sie auch in Baden-Württemberg aus dem Landtag geflogen ist?
Warum haben sich die Hoffnungen der Linken nicht erfüllt, in den
Landtag einzuziehen - und wie sind die gut 18 Prozent Stimmenanteil
für die AfD einzuschätzen? Darüber sprechen wir in der neuen Folge
des Bundestalks. Zu Gast bei Moderator Bernd Pickert sind
Parlamentskorrespondentin Sabine am Orde, SPD-Experte Stefan
Reinecke und taz-Chefreporter Peter Unfried.
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