Paradoxe Intention – Warum du wach bleiben musst um endlich einzuschlafen
28 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Tag
Du starrst um 02:15 Uhr an die Zimmerdecke und rechnest im Kopf
verzweifelt aus, wie viele Stunden dir bis zum Weckerklingeln
noch bleiben. Deine Beine sind unruhig, dein Herz klopft bis in
den Hals und mit jeder Minute, in der du den Schlaf erzwingen
willst, rückt er in weitere Ferne. Das Schlafzimmer ist längst
kein Ort der Ruhe mehr, sondern ein Kampfplatz gegen die eigene
Erwartungsangst geworden.
In dieser Folge erfährst du, wie der Psychiater Viktor Frankl mit
der paradoxen Intention eine Methode schuf, die den
Leistungsdruck beim Einschlafen sofort auflöst. Du lernst eine
Studie der University of Glasgow kennen, die belegt, dass
Menschen schneller einschlafen, wenn sie versuchen, so lange wie
möglich die Augen offen zu halten. Du begreifst heute Abend den
Mechanismus dahinter: Sobald du aufhörst, den Schlaf zu jagen,
schaltet dein Nervensystem vom Kampfmodus in die Entspannung.
Dein wichtigstes Werkzeug für heute Nacht ist die
Augen-Auf-Methode, mit der du dem Wachsein den Schrecken nimmst.
Diese radikale Akzeptanz des Wachseins ist der Schlüssel, um die
Amygdala zu beruhigen, die nachts jedes Wachbleiben als Bedrohung
interpretiert. Während du den sanften Worten über schwere
Samtvorhänge und lautlose Segelschiffe lauschst, darfst du dich
dazu entscheiden, gar nicht schlafen zu wollen. Du betrachtest
die Dunkelheit, hältst die Augen einen Moment länger offen als
gewohnt und spürst, wie der natürliche Schlafdruck ganz ohne dein
Zutun die Kontrolle übernimmt.
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