Der Rodelzoff von Altenberg und die Krönung von Julia Taubitz

Der Rodelzoff von Altenberg und die Krönung von Julia Taubitz

Mehrere Top-Athleten sagen das Weltcupfinale in Altenberg ab, mittendrin Rodel-Olympiasieger Max Langenhan. Die Stimmung? Gelinde gesagt: geladen - außer bei Julia Taubitz. Alle Stimmen im Podcast!
33 Minuten
Podcast
Podcaster
Der Wintersport-Podcast von Sächsische.de

Beschreibung

vor 1 Tag
Ausgerechnet das Weltcup-Finale in Altenberg, das letzte
Wiedersehen vor der Sommerpause, bescherte der sonst so heilen und
tatsächlich ein Stück auch familiären Rodel-Welt ungeahnte
Probleme. Drei deutsche Olympiasieger, die erst kürzlich bei den
Winterspielen in Cortina die Goldmedaille gewannen, fehlen beim
Heimweltcup? Das konnte nicht widerspruchslos bleiben, und der
Rodelzoff von Altenberg ist deshalb auch Thema in der aktuellen
Folge „Dreierbob“, dem Wintersportpodcast von Sächsische.de und
RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das hat mich sehr bewegt in
den letzten Tagen“, sagte der Altenberger Bahnchef Jens Morgenstern
bei der Weltcup-Vorab-Pressekonferenz - und machte öffentlich, was
offensichtlich längst beschlossen war, doch so niemand verraten
wollte. Dass die deutschen Olympiasieger Max Langenhan und Tobias
Wendl/Tobias Arlt beim deutschen Heimweltcup nicht am Start sind.
Selbst er als Organisator habe von der Absage nur über drei Ecken
erfahren, erklärte Morgenstern und kritisierte die Entscheidung.
„Da geht es für mich um Wertschätzung für die Leute vor Ort, und da
geht es mir vor allem auch um eine Wertschätzung für die Fans und
Zuschauer. Wir reden immer über den Stellenwert des Kufensports, so
schaffen wir uns selbst ab“, verdeutlicht Morgenstern auch noch
einmal im Podcast. Der Ton war gesetzt, die Stimmung gedrückt, der
Rodelzoff perfekt. Was folgte dann auf diese wütenden Aussagen? Die
beiden Podcast-Hosts Tino Meyer und Fabian Deicke analysieren die
Geschehnisse des Wochenendes. Denn da passierten dann doch so
manche wundersame bis fragwürdige Dinge. Das Trio Langenhan,
Wendel, Arlt war dann nämlich doch zu erleben - wobei Langenhans
Erscheinen wie ein Pflichtbesuch wirkte. Eingeflogen per
Hubschrauber war der Thüringer als Gesamtweltcup-Dritter bei der
Siegerehrung am Sonntagmittag dabei, um dann zeitnah wieder
zurückzufliegen in den benachbarten Freistaat. Denn 16 Uhr fand zu
Hause in Friedrichroda sein offizieller Olympia-Empfang statt -
während zeitgleich in Altenberg die Sieger der Team-Staffel geehrt
wurden ... Die Gewinnerin des Wochenendes hieß indes Julia Taubitz.
Nach ihren zwei Olympiasiegen in Cortina krönte die
Annaberg-Bucholzerin die bislang erfolgreichste Saison ihrer
Karriere mit dem Triumph im Gesamtweltcup. Vier Punkte Vorsprung
hatte sie nach den insgesamt neun Rennen vor Teamkollegin Merle
Fräbel. „Und das auf meiner Heimbahn in Altenberg – das ist das
i-Tüpfelchen“, sagte Taubitz in einer ersten Reaktion, bevor sie
dann am Podcast-Mikro den Emotionen freien Lauf ließ. Ohne
Weltcup-Finale, dafür nicht minder emotional endete der Winter
indes für das Altenberger-Winterberger Doppel Jessica
Degenhardt/Cheyenne Rosenthal. Ein Sturz beim Training machte einen
Start unmöglich. Es fügte sich letztlich ins Bild einer Saison, die
trotz EM-Titel so gar nicht nach den Vorstellungen des
Weltklasse-Duos lief. Ihre Bilanz, was jetzt kommt und das neue
große Ziel - davon erzählen beide im Podcast-Gespräch.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15