Gold Lochner, Silber Friedrich: Warum ging das Zweierbob-Rennen von Cortina so deutlich aus?

Gold Lochner, Silber Friedrich: Warum ging das Zweierbob-Rennen von Cortina so deutlich aus?

Teil eins des Duells Friedrich gegen Lochner ist bei Olympia entschieden. Wieso war der Abstand im Zweierrennen so groß und was heißt das für den Vierer? Beide Weltklasse-Piloten im Interview.
45 Minuten
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Der Wintersport-Podcast von Sächsische.de

Beschreibung

vor 4 Tagen
Dieses Duell hat die Bobwelt seit Monaten beschäftigt, fasziniert
und mit Vorfreude auf Olympia blicken lassen: Johannes Lochner
gegen Francesco Friedrich. Dass es ein enges Rennen werden könnte,
davon waren Fans, Experten, Trainer und auch Sportler allesamt
überzeugt. Doch es kam anders. Lochner krönt sich mit Bestzeiten in
allen vier Läufen im Eiskanal von Cortina zum Olympiasieger im
Zweierbob. 1,34 Sekunden Vorsprung am Ende, das ist nicht nur eine
Machtdemonstration, das wirft auch die Frage auf: Warum so
deutlich? Der „Dreierbob“ geht auf Antwortsuche – und das direkt am
Ort des Geschehens an der Pista Olimpica Eugenio Monti. Lochner und
Friedrich sowie ihre Anschieber sagen, was war und vor allem, warum
es so gekommen ist. Hat er damit gerechnet, dass es so klar
ausgeht? Lochner, der Mann vom Königsee, sagt ohne Umschweife:
„Insgeheim schon.“ Er habe gewusst, dass er es draufhat, erzählt er
im Podcast – und erklärt, warum ihn die Bahn in Cortina so gut
liege. Auf der anderen Seite Friedrich, der Dominator der
vergangenen Jahre, viermaliger Olympiasieger und nun bei Olympia
erstmals von Lochner besiegt. Der Pirnaer hat alles auf Gold
gesetzt und zeigt sich im entscheidenden Moment als fairer
Sportler. „Wir sind zufrieden, es spiegelt diese Saison wider.
Silber sieht verdammt cool aus, muss man auch sagen.“ Und weiter:
„Wir müssen das neidlos anerkennen. Der Hansi hat verdient
gewonnen.“ Schließlich führt die Antwortsuche auch nach Potsdam.
Dort leitet der frühere Weltklasse-Anschieber Kevin Kuske am
Olympiastützpunkt die Bobsparte – und ist Trainer von Lochners
Anschieber Georg Fleischhauer. Der sagt im Podcast jetzt: „Kevin
ist der Architekt dieses ganzen Erfolgs, dieses Konstrukts.“ Wie
das genau gemeint ist, wird im „Dreierbob“ vertieft. Genauso die
Frage, warum sich manche Athletinnen und Athleten in den
vergangenen Tagen über die Stimmung und die Organisation an manchen
Wettkampfstätten beschwert haben. Spoiler: Da ist was dran, sagt
Co-Host Tino Meyer, der vor Ort ist, aber trotzdem olympisches
Flair in vollen Zügen genießt.

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