Podcaster
Episoden
23.02.2026
50 Minuten
Zwei Wochen Olympia - vorbei wie im Flug. Oder, um es gleich ins
richtige Bild zu rücken, fast so schnell rum wie eine Fahrt von
oben nach unten auf der Pista olimpica Eugenio Monti, wie der
Eiskanal in Cortina heißt. Das Ende der Spiele hätte zudem aus
deutscher Sicht packender und emotionaler kaum sein können: Am
Samstag rast Laura Nolte im Zweierbob vor Landsfrau Lisa Buckwitz
zu Gold. Am Sonntag der nächste Doppelsieg: Johannes Locher wird
auch im Viererbob Olympiasieger vor Francesco Friedrich und feiert
den krönenden Abschluss einer langen Bobkarriere. Der
Wintersportpodcast „Dreierbob“ von Sächsischer Zeitung und
Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) war dabei. In dieser großen
Olympia-Abschlussfolge kommen alle zu Wort. Die Sieger, die zweiten
Sieger - und auch eine Lokalpolitikerin, die sich zwar über Olympia
gefreut hat, aber sich jetzt Sorgen um die Zukunft ihrer Stadt
macht. Im Mittelpunkt steht jedoch ein letztes Mal das Dauerduell
von Bob-Dominator Friedrich und dem ewigen Zweiten Lochner, die
beim großen Finale in Cortina allerdings die Rollen getauscht
haben. Noch größer, noch emotionaler sind die Szenen danach im
Ziel. Beide Weltklasse-Piloten herzlich Arm in Arm. Und sehr
wertschätzend reden später dann auch beide übereinander am
Podcast-Mikrofon. „Zum Schluss haben wir [...] hier und da was
liegen lassen und dann hat Hansi einfach verdient gewonnen“, sagt
Friedrich. Und Lochner findet wertschätzende Worte für seinen
Dauer-Konkurrenten. Er sagt: „Francesco ist ein krasser Gewinner,
aber auch ein guter Verlierer - und das respektiere ich brutal an
ihm.“ Wie es für Lochner jetzt weitergeht, ist klar. Der 35-Jährige
beendet seine Karriere, ist in Cortina seine letzten Bobrennen
gefahren. Und seine Anschieber Thorsten Margis, mit fünf
Goldmedaillen jetzt der erfolgreichste Bobfahrer bei Olympia, sowie
Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer? Sie verraten ihre Pläne ebenso
im „Dreierbob“ wie auch Friedrich, der für die Zeit nach Olympia
schließlich angekündigt hatte, zu überlegen, ob es und wie es
weitergeht. Nun gibt es erste Tendenzen und Hinweise. Auf Cortina
warten indes nun die Paralympics, die am 6. März beginnen. Und
danach? Was bleibt von Winterspielen im einstigen Nobelskiort?
Gemeinderätin Roberta de Zanna ist einigermaßen skeptisch. Warum
erklärt sie im Podcast.
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18.02.2026
45 Minuten
Dieses Duell hat die Bobwelt seit Monaten beschäftigt, fasziniert
und mit Vorfreude auf Olympia blicken lassen: Johannes Lochner
gegen Francesco Friedrich. Dass es ein enges Rennen werden könnte,
davon waren Fans, Experten, Trainer und auch Sportler allesamt
überzeugt. Doch es kam anders. Lochner krönt sich mit Bestzeiten in
allen vier Läufen im Eiskanal von Cortina zum Olympiasieger im
Zweierbob. 1,34 Sekunden Vorsprung am Ende, das ist nicht nur eine
Machtdemonstration, das wirft auch die Frage auf: Warum so
deutlich? Der „Dreierbob“ geht auf Antwortsuche – und das direkt am
Ort des Geschehens an der Pista Olimpica Eugenio Monti. Lochner und
Friedrich sowie ihre Anschieber sagen, was war und vor allem, warum
es so gekommen ist. Hat er damit gerechnet, dass es so klar
ausgeht? Lochner, der Mann vom Königsee, sagt ohne Umschweife:
„Insgeheim schon.“ Er habe gewusst, dass er es draufhat, erzählt er
im Podcast – und erklärt, warum ihn die Bahn in Cortina so gut
liege. Auf der anderen Seite Friedrich, der Dominator der
vergangenen Jahre, viermaliger Olympiasieger und nun bei Olympia
erstmals von Lochner besiegt. Der Pirnaer hat alles auf Gold
gesetzt und zeigt sich im entscheidenden Moment als fairer
Sportler. „Wir sind zufrieden, es spiegelt diese Saison wider.
Silber sieht verdammt cool aus, muss man auch sagen.“ Und weiter:
„Wir müssen das neidlos anerkennen. Der Hansi hat verdient
gewonnen.“ Schließlich führt die Antwortsuche auch nach Potsdam.
Dort leitet der frühere Weltklasse-Anschieber Kevin Kuske am
Olympiastützpunkt die Bobsparte – und ist Trainer von Lochners
Anschieber Georg Fleischhauer. Der sagt im Podcast jetzt: „Kevin
ist der Architekt dieses ganzen Erfolgs, dieses Konstrukts.“ Wie
das genau gemeint ist, wird im „Dreierbob“ vertieft. Genauso die
Frage, warum sich manche Athletinnen und Athleten in den
vergangenen Tagen über die Stimmung und die Organisation an manchen
Wettkampfstätten beschwert haben. Spoiler: Da ist was dran, sagt
Co-Host Tino Meyer, der vor Ort ist, aber trotzdem olympisches
Flair in vollen Zügen genießt.
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16.02.2026
50 Minuten
Sie haben nicht etwa Gold verloren, Susanne Kreher und Axel Jungk
sind Silbermedaillengewinner dieser Olympischen Winterspiele. Und
das zunächst in ihren Einzelentscheidungen bei den
Skeleton-Wettbewerben im Cortina Sliding Centre sowie zum Abschluss
auch als Sachsen-Express beim neuen Mixed-Team-Event. Wie sich das
anfühlt, diese Sensation im Eiskanal? Davon erzählen beide
Skeletonis vom Dresdner SC emotional im „Dreierbob“, dem
Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk
Deutschland (RND). Tatsächlich übertrifft Team D bäuchlings und mit
dem Kopf vornweg alle Erwartungen, vor allem auch die eigenen –
allen voran Susanne Kreher. Erst vier Wochen vor Olympia hatte sie
sich mit einem zweiten Platz beim Weltcup-Finale in Altenberg das
Ticket für Cortina gesichert. Nun kehrt die 27-Jährige mit zwei
silbernen Medaillen nach Hause – die goldig glänzen, wie
Bundestrainer Christian Baude betont, und die absolut verdient
sind, wie die Olympiasiegerin Janine Flock aus Österreich im
Podcast sagt. Natürlich geht es zum Auftakt der Bob-Woche bei
Olympia im „Dreierbob“ aber auch ums Bobfahren. Besprochen werden
die aussichtsreichen Chancen für die Frauen, das ewige Duell
Lochner/Friedrich und der Besuch von Podcast-Host Fabian Deicke in
der Uniklinik Dresden. Dort nämlich hat Physiotherapeut Justin
Förster mit seinen magischen Händen großen Anteil daran, dass bei
Bob-Anschieber Alexander Schüller alles geschmeidig läuft.
Schüller, der aus dem sächsischen Steina kommt, startet bei den
Olympischen Spielen im Zweier- und Viererbob im Team Friedrich.
Förster begleitet Schüller schon seit mehreren Jahren und behandelt
„seinen Athleten“ bis zu dreimal die Woche. Seine Arbeit beschreibt
er als langfristige, manchmal auch detektivische Suche nach dem
besten Zusammenspiel aus physischer und psychischer Gesundheit.
„Also wir suchen manchmal die Nadel im Heuhaufen, ob irgendwo ein
Gelenk nicht richtig steht, irgendein Muskel zu viel oder zu wenig
Spannungen hat“, erklärt Förster. Und Stichwort Spannung: An der
wird es den Bob-Rennen in dieser Woche nicht mangeln. Der
„Dreierbob“ parkt ab jetzt den Rest der Woche ganz sicher fest am
Eiskanal in Cortina ...
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11.02.2026
34 Minuten
Trauma überwunden, Traum erfüllt: Julia Taubitz heißt die neue
Rodel-Olympiasiegerin. Dabei ist die 29-jährige Weltklasse-Athletin
aus dem Erzgebirge bei der Entscheidung im Eiskanal von Cortina
d’Ampezzo alles - nur nicht Favoritin. Anders vor vier Jahren bei
den Winterspielen in Peking war es genau andersherum. Und damals
wie diesmal dabei: der Wintersportpodcast „Dreierbob“ von
Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Damals
stürzte Taubitz, diesmal fuhr sie allen davon und gewann mit einem
Rekord-Vorsprung. Am Podcast-Mikrofon erzählt die
Weltklasse-Rodlerin, wie sie das Trauma verarbeitet hat und damit
ihr Kindheitstraum überhaupt noch wahr werden konnte. Für das
Gespräch trifft sie sich mit Dreierbob-Co-Host und SZ-Sportchef
Tino Meyer im Deutschen Haus. Zu diesem Zeitpunkt ist der Triumph
gerade einmal gut zwölf Stunden her. Sie sagt: „Es ist irgendwie
immer noch so ein bisschen unreal, muss ich ehrlich sagen.“ Die
Medaille hängt um ihren Hals, 506 Gramm ist sie schwer, dennoch
muss sich das Olympiasiegergefühl erst noch richtig einstellen. „So
ein wenig realisiert habe ich es, aber es ist noch nicht ganz
angekommen.“ Taubitz schildert in dem Gespräch noch einmal ihre
Erlebnisse aus dem entscheidenden vierten Lauf. In diesem Moment,
so beschreibt sie es auch, habe sich nicht nur ihr Traum erfüllt,
sondern es sei eine Art Wiedergutmachung passiert. Sie erzählt, wie
sie sich nach einem Sturz bei den Spielen 2022 von diesem bitteren
Erlebnis erholt habe und wie sie gelernt habe, aus Niederlagen
Kraft zu ziehen. „Du lernst nur, wenn du irgendwann mal auf den
Mund fällst“, sagt sie jetzt. Emotionale, einordnende und sehr
wertschätzende Worte findet auch Bundestrainer Patric Leitner. Auch
er erinnert noch mal an die Szenerie bei Olympia 2022. Und: Leitner
spricht Merle Fräbel Mut zu. Die 22-Jährige hat am Dienstag das
erlebt, was Taubitz vor vier Jahren durchgemacht hat. In
aussichtsreicher Position liegend und mit Siegchancen unterlief ihr
ein Fehler. Der Olympiatraum zerplatzte im dritten Lauf. Leitner
sagt: „Krone richten, Kopf hoch, deine Zeit wird noch kommen.“
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09.02.2026
45 Minuten
Gold, Silber, Bronze - das deutsche Team gewinnt einen kompletten
Medaillensatz und alle Welt redet über Lindsey Vonn, die
polarisierende, schwer gestürzte US-Amerikanische Skirennläuferin.
Damit wäre das erste Olympia-Wochenende in einem Satz
zusammengefasst, nur eben noch lange nicht alles gesagt für den
emotionalen Auftakt bei den Winterspielen in Mailand und Cortina
d‘Ampezzo. Eine Einordnung der Ereignisse verbunden mit reichlich
Emotionen gibt es deshalb im „Dreierbob“, der natürlich vor Ort
ist. Im Fokus dabei: natürlich die Hauptdarsteller des dramatischen
wie erfolgreichen Sonntags, und zwar in der sportlichen
Reihenfolge. Im Mittelpunkt steht Rodler Max Langenhan, der den
ersten Olympiasieg für Team D im Eiskanal von Cortina einfuhr und
danach sein Gold am liebsten „in Tausend kleine Stücke” zerhackt
hätte. Warum? Erzählt er im „Dreierbob“. Und der Thüringer verrät
auch, wieso er die so ersehnte Medaille gar nicht gerne um den Hals
trägt. Ebenso Thema in dieser Folge quasi direkt aus Cortina ist
das Drama um die als Drama-Queen bekannte Lindsey Vonn. Ihr Sturz
zu Beginn der Abfahrt sorgt auch am Tag danach für teils
kontroverse Diskussionen - und macht die Silbermedaille für Emma
Aicher aus Berchtesgaden fast zur Nebensache. Und auch Bronze für
die deutsche Biathlon-Mixed-Staffel wird im „Dreierbob“ gefeiert -
hat doch Sachsens bester Skijäger Justus Strelow als hoch
zuverlässiger Startläufer und Schütze großen Anteil daran. Dazu
macht der „Dreierbob“ den Stimmungscheck mit ersten Eindrücken aus
dem Wintersportort Cortina, wo sich Podcast-Host Tino Meyer
aufhält, und auch aus Mailand. Dort macht Franziska Höhnl
eigentlich gerade Urlaub, aber die Reporterin von Sächsischer
Zeitung und Leipziger Volkszeitung hat sich trotzdem umgesehen und
erklärt schließlich, wieso sie sich nach ihrem Rundgang „ein
bisschen unterwältigt” gefühlt hat.
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Über diesen Podcast
Der "Dreierbob" ist der Wintersport-Podcast von Sächische.de und
RedaktionsNetzwerk Deutschland, moderiert von Tino Meyer und Fabian
Deicke. Die beiden Reporter laden Akteure unterschiedlichster
Disziplinen zu Gesprächen ein. Es geht um Perspektiven, Einblicke
und Meinungen zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen. Neben
sportlichem Wettkampf steht vor allem der Sport und sein
gesellschaftlicher Stellenwert im Vordergrund. Der Podcast geht im
Winter 2025/26 in seine siebente Saison. Erstmals erschienen ist er
im Februar 2020 anlässlich der Bob- und Skeleton-WM in Altenberg.
Auch in der aktuellen Saison wird hinter die Kulissen geblickt -
mit Fakten, Hintergründen und vielen spannenden Gesprächen aus der
Welt des Wintersports und insbesondere des Bobsports. Großes
Highlight werden die Olympischen Spiele in Cortina im Februar 2026.
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