Dreierbob

Dreierbob

Der Wintersport-Podcast von Sächsische.de
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Episoden

Kein Grund mehr zum Schämen - Olympiasiege sind in Sachsen jetzt mehr wert
27.03.2026
44 Minuten
Kaum ist die eine Saison für Sachsens Wintersportler vorbei, hat nahezu nahtlos die nächste begonnen. Julia Taubitz zum Beispiel, zweifache Rodel-Olympiasiegerin aus Annaberg-Buchholz, hat den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) in diesen Tagen öfter gesehen als ihren Trainer. Denn ein Empfang jagt den nächsten, dazu Sponsorenbesuche, Gesprächsrunden, Ehrungen und Galas. Und außerdem: das große Saisonfinale im „Dreierbob“, dem Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Als die Olympioniken des Freistaats jetzt in der Staatskanzlei für ihre Erfolge vor knapp vier Wochen bei den Winterspielen in Cortina geehrt wurden, war das verbunden mit einer auch finanziellen Würdigung. Der Freistaat hat der Olympia-Prämie deutlich angehoben - von 4000 Euro für Goldmedaillengewinner auf 20.000 Euro. Und für Silber und Bronze gibt es ab sofort 15.000 und 10.000 Euro. „Eigentlich müsste man im Boden versinken vor Scham“, sagt Kretschmer am Podcast-Mikrofon und meint die bisherige Regelung. Schließlich sei eine Olympiamedaille ein sehr besonderes Ergebnis jahrelangen Schindens und Leistungbringens. Zwei fast schon perfekte Beispiele, wie das sächsisch geht, sind Francesco Friedrich und eben Taubitz. Und während die Rodel-Königin von Cortina längst schon entschieden hat, die Karriere noch ein paar Jahre fortzusetzen und im Podcast deshalb über ihre Urlaubsplanung spricht, überlegt der Bob-Dominator noch. Im „Dreierbob“ nennt er die Hintergründe für seine Bedenkzeit. Macht er weiter? Die Podcast-Hosts Tino Meyer und Fabian Deicke analysieren die Lage - und fragen nach. Bei Francesco Friedrich selbst und dessen Heimtrainer sowie stellvertretenden Bob-Bundestrainer Gerd Leopold. Und dann erzählt diese „Dreierbob“-Folge noch die Geschichte von Jörn Wenzel, der als Anschieber von Johannes Lochner zu Olympiagold fuhr und jetzt selbst Bob-Pilot wird. Der Altenberger lässt quasi dafür sogar seinen Urlaub sausen - und genießt die Empfänge, Ehrungen und Galas in diesen Tagen umso mehr.
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Der Rodelzoff von Altenberg und die Krönung von Julia Taubitz
10.03.2026
33 Minuten
Ausgerechnet das Weltcup-Finale in Altenberg, das letzte Wiedersehen vor der Sommerpause, bescherte der sonst so heilen und tatsächlich ein Stück auch familiären Rodel-Welt ungeahnte Probleme. Drei deutsche Olympiasieger, die erst kürzlich bei den Winterspielen in Cortina die Goldmedaille gewannen, fehlen beim Heimweltcup? Das konnte nicht widerspruchslos bleiben, und der Rodelzoff von Altenberg ist deshalb auch Thema in der aktuellen Folge „Dreierbob“, dem Wintersportpodcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das hat mich sehr bewegt in den letzten Tagen“, sagte der Altenberger Bahnchef Jens Morgenstern bei der Weltcup-Vorab-Pressekonferenz - und machte öffentlich, was offensichtlich längst beschlossen war, doch so niemand verraten wollte. Dass die deutschen Olympiasieger Max Langenhan und Tobias Wendl/Tobias Arlt beim deutschen Heimweltcup nicht am Start sind. Selbst er als Organisator habe von der Absage nur über drei Ecken erfahren, erklärte Morgenstern und kritisierte die Entscheidung. „Da geht es für mich um Wertschätzung für die Leute vor Ort, und da geht es mir vor allem auch um eine Wertschätzung für die Fans und Zuschauer. Wir reden immer über den Stellenwert des Kufensports, so schaffen wir uns selbst ab“, verdeutlicht Morgenstern auch noch einmal im Podcast. Der Ton war gesetzt, die Stimmung gedrückt, der Rodelzoff perfekt. Was folgte dann auf diese wütenden Aussagen? Die beiden Podcast-Hosts Tino Meyer und Fabian Deicke analysieren die Geschehnisse des Wochenendes. Denn da passierten dann doch so manche wundersame bis fragwürdige Dinge. Das Trio Langenhan, Wendel, Arlt war dann nämlich doch zu erleben - wobei Langenhans Erscheinen wie ein Pflichtbesuch wirkte. Eingeflogen per Hubschrauber war der Thüringer als Gesamtweltcup-Dritter bei der Siegerehrung am Sonntagmittag dabei, um dann zeitnah wieder zurückzufliegen in den benachbarten Freistaat. Denn 16 Uhr fand zu Hause in Friedrichroda sein offizieller Olympia-Empfang statt - während zeitgleich in Altenberg die Sieger der Team-Staffel geehrt wurden ... Die Gewinnerin des Wochenendes hieß indes Julia Taubitz. Nach ihren zwei Olympiasiegen in Cortina krönte die Annaberg-Bucholzerin die bislang erfolgreichste Saison ihrer Karriere mit dem Triumph im Gesamtweltcup. Vier Punkte Vorsprung hatte sie nach den insgesamt neun Rennen vor Teamkollegin Merle Fräbel. „Und das auf meiner Heimbahn in Altenberg – das ist das i-Tüpfelchen“, sagte Taubitz in einer ersten Reaktion, bevor sie dann am Podcast-Mikro den Emotionen freien Lauf ließ. Ohne Weltcup-Finale, dafür nicht minder emotional endete der Winter indes für das Altenberger-Winterberger Doppel Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal. Ein Sturz beim Training machte einen Start unmöglich. Es fügte sich letztlich ins Bild einer Saison, die trotz EM-Titel so gar nicht nach den Vorstellungen des Weltklasse-Duos lief. Ihre Bilanz, was jetzt kommt und das neue große Ziel - davon erzählen beide im Podcast-Gespräch.
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Bussi im Ziel statt Beef im Bob: Die Olympiabilanz und das Ende des Duells Lochner-Friedrich
23.02.2026
50 Minuten
Zwei Wochen Olympia - vorbei wie im Flug. Oder, um es gleich ins richtige Bild zu rücken, fast so schnell rum wie eine Fahrt von oben nach unten auf der Pista olimpica Eugenio Monti, wie der Eiskanal in Cortina heißt. Das Ende der Spiele hätte zudem aus deutscher Sicht packender und emotionaler kaum sein können: Am Samstag rast Laura Nolte im Zweierbob vor Landsfrau Lisa Buckwitz zu Gold. Am Sonntag der nächste Doppelsieg: Johannes Locher wird auch im Viererbob Olympiasieger vor Francesco Friedrich und feiert den krönenden Abschluss einer langen Bobkarriere. Der Wintersportpodcast „Dreierbob“ von Sächsischer Zeitung und Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) war dabei. In dieser großen Olympia-Abschlussfolge kommen alle zu Wort. Die Sieger, die zweiten Sieger - und auch eine Lokalpolitikerin, die sich zwar über Olympia gefreut hat, aber sich jetzt Sorgen um die Zukunft ihrer Stadt macht. Im Mittelpunkt steht jedoch ein letztes Mal das Dauerduell von Bob-Dominator Friedrich und dem ewigen Zweiten Lochner, die beim großen Finale in Cortina allerdings die Rollen getauscht haben. Noch größer, noch emotionaler sind die Szenen danach im Ziel. Beide Weltklasse-Piloten herzlich Arm in Arm. Und sehr wertschätzend reden später dann auch beide übereinander am Podcast-Mikrofon. „Zum Schluss haben wir [...] hier und da was liegen lassen und dann hat Hansi einfach verdient gewonnen“, sagt Friedrich. Und Lochner findet wertschätzende Worte für seinen Dauer-Konkurrenten. Er sagt: „Francesco ist ein krasser Gewinner, aber auch ein guter Verlierer - und das respektiere ich brutal an ihm.“ Wie es für Lochner jetzt weitergeht, ist klar. Der 35-Jährige beendet seine Karriere, ist in Cortina seine letzten Bobrennen gefahren. Und seine Anschieber Thorsten Margis, mit fünf Goldmedaillen jetzt der erfolgreichste Bobfahrer bei Olympia, sowie Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer? Sie verraten ihre Pläne ebenso im „Dreierbob“ wie auch Friedrich, der für die Zeit nach Olympia schließlich angekündigt hatte, zu überlegen, ob es und wie es weitergeht. Nun gibt es erste Tendenzen und Hinweise. Auf Cortina warten indes nun die Paralympics, die am 6. März beginnen. Und danach? Was bleibt von Winterspielen im einstigen Nobelskiort? Gemeinderätin Roberta de Zanna ist einigermaßen skeptisch. Warum erklärt sie im Podcast.
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Gold Lochner, Silber Friedrich: Warum ging das Zweierbob-Rennen von Cortina so deutlich aus?
18.02.2026
45 Minuten
Dieses Duell hat die Bobwelt seit Monaten beschäftigt, fasziniert und mit Vorfreude auf Olympia blicken lassen: Johannes Lochner gegen Francesco Friedrich. Dass es ein enges Rennen werden könnte, davon waren Fans, Experten, Trainer und auch Sportler allesamt überzeugt. Doch es kam anders. Lochner krönt sich mit Bestzeiten in allen vier Läufen im Eiskanal von Cortina zum Olympiasieger im Zweierbob. 1,34 Sekunden Vorsprung am Ende, das ist nicht nur eine Machtdemonstration, das wirft auch die Frage auf: Warum so deutlich? Der „Dreierbob“ geht auf Antwortsuche – und das direkt am Ort des Geschehens an der Pista Olimpica Eugenio Monti. Lochner und Friedrich sowie ihre Anschieber sagen, was war und vor allem, warum es so gekommen ist. Hat er damit gerechnet, dass es so klar ausgeht? Lochner, der Mann vom Königsee, sagt ohne Umschweife: „Insgeheim schon.“ Er habe gewusst, dass er es draufhat, erzählt er im Podcast – und erklärt, warum ihn die Bahn in Cortina so gut liege. Auf der anderen Seite Friedrich, der Dominator der vergangenen Jahre, viermaliger Olympiasieger und nun bei Olympia erstmals von Lochner besiegt. Der Pirnaer hat alles auf Gold gesetzt und zeigt sich im entscheidenden Moment als fairer Sportler. „Wir sind zufrieden, es spiegelt diese Saison wider. Silber sieht verdammt cool aus, muss man auch sagen.“ Und weiter: „Wir müssen das neidlos anerkennen. Der Hansi hat verdient gewonnen.“ Schließlich führt die Antwortsuche auch nach Potsdam. Dort leitet der frühere Weltklasse-Anschieber Kevin Kuske am Olympiastützpunkt die Bobsparte – und ist Trainer von Lochners Anschieber Georg Fleischhauer. Der sagt im Podcast jetzt: „Kevin ist der Architekt dieses ganzen Erfolgs, dieses Konstrukts.“ Wie das genau gemeint ist, wird im „Dreierbob“ vertieft. Genauso die Frage, warum sich manche Athletinnen und Athleten in den vergangenen Tagen über die Stimmung und die Organisation an manchen Wettkampfstätten beschwert haben. Spoiler: Da ist was dran, sagt Co-Host Tino Meyer, der vor Ort ist, aber trotzdem olympisches Flair in vollen Zügen genießt.
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Silber-Sachsen im Skeleton und die magischen Hände von Justin Förster
16.02.2026
50 Minuten
Sie haben nicht etwa Gold verloren, Susanne Kreher und Axel Jungk sind Silbermedaillengewinner dieser Olympischen Winterspiele. Und das zunächst in ihren Einzelentscheidungen bei den Skeleton-Wettbewerben im Cortina Sliding Centre sowie zum Abschluss auch als Sachsen-Express beim neuen Mixed-Team-Event. Wie sich das anfühlt, diese Sensation im Eiskanal? Davon erzählen beide Skeletonis vom Dresdner SC emotional im „Dreierbob“, dem Wintersport-Podcast von Sächsische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Tatsächlich übertrifft Team D bäuchlings und mit dem Kopf vornweg alle Erwartungen, vor allem auch die eigenen – allen voran Susanne Kreher. Erst vier Wochen vor Olympia hatte sie sich mit einem zweiten Platz beim Weltcup-Finale in Altenberg das Ticket für Cortina gesichert. Nun kehrt die 27-Jährige mit zwei silbernen Medaillen nach Hause – die goldig glänzen, wie Bundestrainer Christian Baude betont, und die absolut verdient sind, wie die Olympiasiegerin Janine Flock aus Österreich im Podcast sagt. Natürlich geht es zum Auftakt der Bob-Woche bei Olympia im „Dreierbob“ aber auch ums Bobfahren. Besprochen werden die aussichtsreichen Chancen für die Frauen, das ewige Duell Lochner/Friedrich und der Besuch von Podcast-Host Fabian Deicke in der Uniklinik Dresden. Dort nämlich hat Physiotherapeut Justin Förster mit seinen magischen Händen großen Anteil daran, dass bei Bob-Anschieber Alexander Schüller alles geschmeidig läuft. Schüller, der aus dem sächsischen Steina kommt, startet bei den Olympischen Spielen im Zweier- und Viererbob im Team Friedrich. Förster begleitet Schüller schon seit mehreren Jahren und behandelt „seinen Athleten“ bis zu dreimal die Woche. Seine Arbeit beschreibt er als langfristige, manchmal auch detektivische Suche nach dem besten Zusammenspiel aus physischer und psychischer Gesundheit. „Also wir suchen manchmal die Nadel im Heuhaufen, ob irgendwo ein Gelenk nicht richtig steht, irgendein Muskel zu viel oder zu wenig Spannungen hat“, erklärt Förster. Und Stichwort Spannung: An der wird es den Bob-Rennen in dieser Woche nicht mangeln. Der „Dreierbob“ parkt ab jetzt den Rest der Woche ganz sicher fest am Eiskanal in Cortina ...
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Über diesen Podcast

Der "Dreierbob" ist der Wintersport-Podcast von Sächische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland, moderiert von Tino Meyer und Fabian Deicke. Die beiden Reporter laden Akteure unterschiedlichster Disziplinen zu Gesprächen ein. Es geht um Perspektiven, Einblicke und Meinungen zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen. Neben sportlichem Wettkampf steht vor allem der Sport und sein gesellschaftlicher Stellenwert im Vordergrund. Der Podcast geht im Winter 2025/26 in seine siebente Saison. Erstmals erschienen ist er im Februar 2020 anlässlich der Bob- und Skeleton-WM in Altenberg. Auch in der aktuellen Saison wird hinter die Kulissen geblickt - mit Fakten, Hintergründen und vielen spannenden Gesprächen aus der Welt des Wintersports und insbesondere des Bobsports. Großes Highlight werden die Olympischen Spiele in Cortina im Februar 2026.
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