"Vergebung ist grenzenlos" - Gespräch mit Kristell Köhler

"Vergebung ist grenzenlos" - Gespräch mit Kristell Köhler

vor 1 Monat
10 Minuten
Podcast
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Impulse zur Heiligen Schrift

Beschreibung

vor 1 Monat
Im Podcast "Blick in die Bibel" erzählt Kristell Köhler, wie sich
die Kirche verändert hat: Früher war man fest an seine
Heimatgemeinde gebunden, heute kann man sich freier bewegen – und
das ist nicht immer schlecht. Sie berichtet auch, wie sie als Kind
für ihren Ministrantinnen-Wunsch den Kirchort wechselte und warum
sie Theologie studierte, obwohl sie anfangs keine klare
Berufsvorstellung hatte.Im heutigen Bibeltext aus dem
Matthäusevangelium geht es um Vergebung: Petrus fragt Jesus, wie
oft man verzeihen soll – "siebzigmal siebenmal", antwortet Jesus.
Kristell Köhler erklärt, dass es dabei nicht um Rechnerei geht,
sondern um Barmherzigkeit, die größer ist als unsere Vorstellung
von Gerechtigkeit.Hört rein, um zu verstehen, warum Vergebung
manchmal bedeutet, über den eigenen Schatten zu springen!Aus dem
Matthäusevangelium:In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte:
Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich
sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht:
Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.Mit dem
Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von
seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der
Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend
Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen
konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er
besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der
Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde
dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ
ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.Als nun der Knecht
hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denare
schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du
schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab
Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte
nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er
die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie
sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles,
was geschehen war.Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du
elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du
mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht
Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in
seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze
Schuld bezahlt habe.Ebenso wird mein himmlischer Vater euch
behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt. (Mt
18,21-35)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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