Krieg ohne Plan

Krieg ohne Plan

Die USA und Israel bombardieren den Iran, ein Sturz des Regimes aber ist unwahrscheinlich

Beschreibung

vor 2 Tagen
Seit Samstagmorgen führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran
und greifen politische und militärische Ziele im ganzen Land an.
Ein Teil der Spitze der islamischen Republik wurde inzwischen
getötet, darunter der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei gleich
in der ersten Angriffswelle. Die Freude darüber war groß, Chamenei
hat das Land 37 Jahre lang mit großer Härte und Brutalität geführt.
Bei den Massenprotesten dagegen im Januar sind mutmaßlich mehr als
30.000 Demonstrierende vom Regime ermordet worden. Aber viele
Menschen im Land blicken auch mit Sorge darauf, was nun kommt.
US-Präsident Trump hat die iranische Bevölkerung aufgefordert, das
Regime nach Ende der Bombardements zu stürzen, scheint selbst aber
keinerlei Plan dafür zu haben, was nach den Angriffen passieren
soll. Ständig nennt die US-Administration neue Gründe für den
Krieg, zudem werden immer neue Ziele formuliert. Eins scheint
sicher zu sein: Um die Menschen in Iran geht es dabei eher nicht.
Der Iran reagiert mit Angriffen auf Israel und viele andere Länder
am Golf, inzwischen ist die Hisbollah vom Libanon aus in den Krieg
eingestiegen. Unterdessen gehen die Ölpreise hoch, auch an
deutschen Tankstellen ist der Sprit bereits teurer geworden. Was
droht in Iran? Gibt es überhaupt berechtigte Hoffnung darauf, dass
das Regime fällt? Welche Interessen haben die USA, Israel und die
Staaten am Golf? Welche Druckmittel hat der Iran? Und spielt Europa
bei all dem irgendeine Rolle? Darüber sprechen wir in der neuen
Folge des Bundestalks. Zu Gast bei Moderatorin Sabine am Orde,
Karim El-Gawhary, langjähriger taz-Korrespondent für den Nahen und
Mittleren Osten, Daniela Sepehri, Publizistin und taz-Autorin mit
Schwerpunkt Iran und Auslandsredakteur Bernd Pickert, zuständig für
die USA.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...
15
15