„Es ist nicht so einfach, von außen die Dinge zu verändern.“

„Es ist nicht so einfach, von außen die Dinge zu verändern.“

Lars Castellucci über den Schutz der Menschenrechte als Teil der Außenpolitik mit besonderen Blick auf Iran und Sudan
49 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen
Prof Dr. Lars Castelucci ist in der Bundesregierung der Beauftragte
für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Er hat das Amt im
Mai 2025 übernommen. Die Funktion wurde 1998 geschaffen,
angesiedelt ist sie im Auswärtigen Amt. Menschenrechtspolitische
Glaubwürdigkeit zeigt sich für ihn auch im Umgang mit Problemen im
eigenen Land: von der Obdachlosigkeit, dem Menschenhandel bis hin
zur Gleichstellung von Mann und Frau. In diesem Zusammenhang
schätzt er besonders die Arbeit des Deutschen Instituts für
Menschenrechte, das er im Kuratorium unterstützt. Im Interview geht
es vor allem um den Schutz der Menschenrechte als Teil der
Außenpolitik. Wir sprechen über den Iran, über die Lage im Land und
etwaige neue Sanktionen, über die humanitäre Katastrophe im Sudan
und die Flüchtlingskriese. Seine nüchterne Bilanz nach einem
knappen Jahr im Amt: „Es ist nicht so einfach, von außen die Dinge
zu verändern.“ Ein besonderes Anliegen ist ihm das Thema
„transnationale Repression“. Gemeint sind staatliche Repressionen,
die nicht an der Grenze enden, etwa Diffamierungskampagnen,
Überwachungen und Ausspähung im Ausland, Entführungen und
gewaltsame Rückführungen. Die Bundesregierung hat im Auswärtigen
Amt eine entsprechende Koordinierungsstelle eingerichtet. Unser
Gespräch endet mit einem Ausblick auf das 80jährige Jubiläum der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahre 2028.

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