Menschenrechte: nachgefragt! - Der Interview-Podcast rund ums Thema Menschenrechte

Menschenrechte: nachgefragt! - Der Interview-Podcast rund ums Thema Menschenrechte

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Episoden

Das Thema Religionsfreiheit bekommt jetzt eine größere Sichtbarkeit
01.04.2026
32 Minuten
Zu Gast in der Karwoche 2026 im Podcast Menschenrechte: nachgefragt: Thomas Rachel MdB, der neue Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Das Amt gibt es seit 2018. In dieser Legislaturperiode ist es vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Auswärtigen Amt gewechselt. Über die Gründe dafür und welchen Stellenwert die deutsche Außenpolitik der Religions- und Weltanschauungsfreiheit beimisst, haben wir mit Thomas Rachel gesprochen. Thomas Rachel setzt sich für die Fortführung des bilateralen Dialogs mit dem Vatikan und für eine verstärkte Zusammenarbeit im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ein. Er berichtet über sein Engagement für die Baha’i und die Christen im Iran und über die Lage der Tibeter und Uiguren in China. Sein Fazit: „Die Anzahl der Länder, in denen es Unterdrückung von Gläubigen gibt, nimmt leider zu.“ Sein eindringlicher Appell: „Wenn Menschen ihrer Religions- und Weltanschauungsfreiheit beraubt werden, dann muss uns das alle angehen!“
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„Der Iran geht inzwischen den nordkoreanischen Weg“
18.03.2026
22 Minuten
Der Sozialwissenschaftler, Publizist und Dolmetscher Dr. Wahied Wahdat-Hagh ist seit Jahrzehnten ein kritischer Beobachter des Iran. Er publiziert regelmäßig über die Entwicklungen in dem krisengeschüttelten Land. Im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Politischen Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung sprechen wir mit ihm über den Krieg zwischen Iran, Israel und den USA. Die Operation, die am 28. Februar 2026 begann, wird in den USA Epic Fury und in Israel Rising Lion genannt. Tötung von Chamenei Eine Woche nach der Tötung des obersten Religionsführers Ali Chamenei durch einen gezielten Angriff ernannte der 88-köpfige Expertenrat seinen Sohn Mojtaba Chamenei zum neuen Oberhaupt. Wir haben Wahdat-Hagh gefragt, wie sich die Enthauptung der politischen, klerikalen und militärischen Führung des Iran auf die Stabilität des Regimes und auf die Machtbalance zwischen Klerus und den Revolutionsgarden auswirkt. Iran-Massaker 2026 Im Januar sind Zehntausende friedliche Demonstranten vom Regime verhaftet, schwer verletzt und getötet worden. Wir wollten von Wahdat-Hagh wissen, ob der Krieg – trotz der Massaker an der eigenen Bevölkerung – dazu führen könnte, dass sich die Iraner hinter das Regime stellen. Transnationale Repression in Deutschland Deutsche Sicherheitsbehörden sind derzeit sehr wachsam: Man befürchtet, dass die iranischen Repressivorgane ihre Aktivitäten ausweiten und auch in Deutschland Regimegegner verfolgen und bedrohen. Wie können die etwa 400.000 Deutsch-Iraner, Israelis und jüdische Menschen vor der transnationalen Repression und dem Terror des Mullah-Regimes geschützt werden?
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„Es ist nicht so einfach, von außen die Dinge zu verändern.“
04.03.2026
49 Minuten
Prof Dr. Lars Castelucci ist in der Bundesregierung der Beauftragte für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Er hat das Amt im Mai 2025 übernommen. Die Funktion wurde 1998 geschaffen, angesiedelt ist sie im Auswärtigen Amt. Menschenrechtspolitische Glaubwürdigkeit zeigt sich für ihn auch im Umgang mit Problemen im eigenen Land: von der Obdachlosigkeit, dem Menschenhandel bis hin zur Gleichstellung von Mann und Frau. In diesem Zusammenhang schätzt er besonders die Arbeit des Deutschen Instituts für Menschenrechte, das er im Kuratorium unterstützt. Im Interview geht es vor allem um den Schutz der Menschenrechte als Teil der Außenpolitik. Wir sprechen über den Iran, über die Lage im Land und etwaige neue Sanktionen, über die humanitäre Katastrophe im Sudan und die Flüchtlingskriese. Seine nüchterne Bilanz nach einem knappen Jahr im Amt: „Es ist nicht so einfach, von außen die Dinge zu verändern.“ Ein besonderes Anliegen ist ihm das Thema „transnationale Repression“. Gemeint sind staatliche Repressionen, die nicht an der Grenze enden, etwa Diffamierungskampagnen, Überwachungen und Ausspähung im Ausland, Entführungen und gewaltsame Rückführungen. Die Bundesregierung hat im Auswärtigen Amt eine entsprechende Koordinierungsstelle eingerichtet. Unser Gespräch endet mit einem Ausblick auf das 80jährige Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahre 2028.
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Klare Haltung zu Iran: „Die Menschenrechtspolitik gehört zu den größten Ruhmesblättern des Europäischen Parlaments“
12.02.2026
1 Stunde 5 Minuten
Zu Gast im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Zeitschrift Die Politische Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. h.c. Bernd Posselt MdEP a.D.. „Der Nationalismus ist die große Pest – leider auch des 21. Jahrhunderts“, so der christlich und antinationalistisch gesinnte Europapolitiker, der von 1994 bis 2014 dem Europäischen Parlament angehörte. Als Sprecher der Volksgruppe der Sudetendeutschen, Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft und als Präsident der Paneuropa-Union spricht er über den Kampf gegen Nationalismus in Europa und über die europäische Menschenrechtspolitik. Es geht um ein dunkles Kapitel der deutsch-tschechischen Beziehungen: um die Vertreibung von drei Millionen Sudetendeutschen nach Ende des 2. Weltkrieges. 80 Jahre später findet der 76. Sudetentag in diesem Jahr erstmals im tschechischen Brünn statt. Das Besondere: Er vereint Menschen aus Tschechien und Deutschland. Die mit dem sudetendeutschen Menschenrechtspreis 2025 ausgezeichnete Initiative Meeting Brno engagiert sich seit zehn Jahren für die Aufarbeitung der Vertreibungen und die damit in Zusammenhang stehenden Verbrechen. Sie hat das Treffen von tschechischer Seite initiiert. Im Gespräch mit Bernd Posselt geht es auch um die bis heute gültigen und nicht unumstrittenen Beneš-Dekrete, die die Sudetendeutschen nach Kriegsende kollektiv entrechteten. Als Vorsitzender Paneuropa Union, der ältesten europäischen Einigungsbewegung, ist Bernd Posselt auch Konrad Adenauer eng verbunden. Adenauer hatte sich bereits als Kölner Oberbürgermeister im Jahre 1926 der paneuropäischen Bewegung angeschlossen und in der Zeitschrift „Paneuropa“ geschrieben „Wir brauchen die Vereinigten Staaten von Europa“. Ein spannendes Interview mit einem engagierten Europäer und mutigen Streiter für Freiheit und Menschenrechte.
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Zu den Protesten in Iran: „Wir waren in Deutschland nicht konsequent genug gegenüber den Despoten"
28.01.2026
52 Minuten
Am 28. Dezember 2025 demonstrierten in Teheran Ladenbesitzer und Händler, die sogenannten Basaris: ausgelöst durch die hohe Inflation von über 40 Prozent und den dramatischen Verfall der Landeswährung Rial. Traditionell gehört die unternehmerische Mittelschicht zu den wirtschaftlichen Stützen des Regimes. Doch die wirtschaftliche Krise betrifft alle Bevölkerungsgruppen. Die sich rasch ausbreitenden Demonstrationen wurden auch von Studenten und Oppositionsgruppen unterstützt. Besonders heikel für die Herrscher in Teheran: Ausgerechnet der Sohn des vor 47 Jahren gestürzten Schah ist für viele Iraner ein Hoffnungsträger. Auf den Demonstrationen wird die Parole „Javid Shah“(Es lebe der König) gerufen. Der von den Monarchisten als „Kronprinz“ bezeichnete Reza Schah hatte bald nach Ausbruch der Proteste, aus seinem Exil in den USA, den Sturz des Regimes gefordert und seine geplante Rückkehr in die Heimat angekündigt. Die iranischen Milizen gingen in den letzten vier Wochen mit äußerster Brutalität gegen die Demonstranten vor. Inzwischen werden bis zu 30.000 Getötete und Hunderttausende Verletzte und Schwerverletzte befürchtet. Zehntausenden Verhafteten droht die Todesstrafe. Die extreme Gewalt der Sicherheitskräfte und die vollständige Abschaltung von Internet und Telefonie haben die Proteste stark eingedämmt. Bis heute ist das Internet nur eingeschränkt nutzbar, und Telefonate ins Ausland sind kaum möglich. Viele der etwa 400.000 Deutschiraner haben sich mit den Protestierenden solidarisiert und am 24. Januar in Düsseldorf zu Zehntausenden für Freiheit und Menschenrechte in Iran demonstriert. Eine europaweite Demonstration ist für den 14. Februar in München angekündigt. Organisiert wird sie von The Munich Circle. The Munich Circle ist ein im Jahr 2022 von Deutsch-Iranern in München gegründeter gemeinnütziger Verein. Er setzt sich für iranische Flüchtlinge ein, die bei den Frau-Leben-Freiheit-Protesten 2022 verletzt wurden und vor politischer Verfolgung nach Deutschland geflohen sind. Mit dem Unternehmer und 1. Vorsitzenden von The Munich Circle, Farhid Habibi, sprechen wir über die Hoffnungen und den Kampf der Menschen in Iran und in der deutschen Diaspora für einen freien und demokratischen Iran.
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Über diesen Podcast

Seit Jahrzehnten befasst sich die Konrad-Adenauer-Stiftung mit Menschenrechten – in Deutschland und weltweit. Sie versammelt Akteure aus Politik, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft, die sich dem Schutz der Menschenrechte verschrieben haben. In unserem neuen Podcast „Menschenrechte: Nachgefragt“ stehen hochkarätige Interviewpartner Rede und Antwort. Wir möchten mit dieser Reihe komplexe Zusammenhänge verständlich erklären und Hintergrundinformationen liefern, die nicht in der Zeitung stehen…

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