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12.02.2026
1 Stunde 5 Minuten
Zu Gast im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Zeitschrift Die
Politische Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. h.c. Bernd
Posselt MdEP a.D.. „Der Nationalismus ist die große Pest – leider
auch des 21. Jahrhunderts“, so der christlich und
antinationalistisch gesinnte Europapolitiker, der von 1994 bis 2014
dem Europäischen Parlament angehörte. Als Sprecher der Volksgruppe
der Sudetendeutschen, Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen
Landsmannschaft und als Präsident der Paneuropa-Union spricht er
über den Kampf gegen Nationalismus in Europa und über die
europäische Menschenrechtspolitik. Es geht um ein dunkles Kapitel
der deutsch-tschechischen Beziehungen: um die Vertreibung von drei
Millionen Sudetendeutschen nach Ende des 2. Weltkrieges. 80 Jahre
später findet der 76. Sudetentag in diesem Jahr erstmals im
tschechischen Brünn statt. Das Besondere: Er vereint Menschen aus
Tschechien und Deutschland. Die mit dem sudetendeutschen
Menschenrechtspreis 2025 ausgezeichnete Initiative Meeting Brno
engagiert sich seit zehn Jahren für die Aufarbeitung der
Vertreibungen und die damit in Zusammenhang stehenden Verbrechen.
Sie hat das Treffen von tschechischer Seite initiiert. Im Gespräch
mit Bernd Posselt geht es auch um die bis heute gültigen und nicht
unumstrittenen Beneš-Dekrete, die die Sudetendeutschen nach
Kriegsende kollektiv entrechteten. Als Vorsitzender Paneuropa
Union, der ältesten europäischen Einigungsbewegung, ist Bernd
Posselt auch Konrad Adenauer eng verbunden. Adenauer hatte sich
bereits als Kölner Oberbürgermeister im Jahre 1926 der
paneuropäischen Bewegung angeschlossen und in der Zeitschrift
„Paneuropa“ geschrieben „Wir brauchen die Vereinigten Staaten von
Europa“. Ein spannendes Interview mit einem engagierten Europäer
und mutigen Streiter für Freiheit und Menschenrechte.
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28.01.2026
52 Minuten
Am 28. Dezember 2025 demonstrierten in Teheran Ladenbesitzer und
Händler, die sogenannten Basaris: ausgelöst durch die hohe
Inflation von über 40 Prozent und den dramatischen Verfall der
Landeswährung Rial. Traditionell gehört die unternehmerische
Mittelschicht zu den wirtschaftlichen Stützen des Regimes. Doch die
wirtschaftliche Krise betrifft alle Bevölkerungsgruppen. Die sich
rasch ausbreitenden Demonstrationen wurden auch von Studenten und
Oppositionsgruppen unterstützt. Besonders heikel für die Herrscher
in Teheran: Ausgerechnet der Sohn des vor 47 Jahren gestürzten
Schah ist für viele Iraner ein Hoffnungsträger. Auf den
Demonstrationen wird die Parole „Javid Shah“(Es lebe der König)
gerufen. Der von den Monarchisten als „Kronprinz“ bezeichnete Reza
Schah hatte bald nach Ausbruch der Proteste, aus seinem Exil in den
USA, den Sturz des Regimes gefordert und seine geplante Rückkehr in
die Heimat angekündigt. Die iranischen Milizen gingen in den
letzten vier Wochen mit äußerster Brutalität gegen die
Demonstranten vor. Inzwischen werden bis zu 30.000 Getötete und
Hunderttausende Verletzte und Schwerverletzte befürchtet.
Zehntausenden Verhafteten droht die Todesstrafe. Die extreme Gewalt
der Sicherheitskräfte und die vollständige Abschaltung von Internet
und Telefonie haben die Proteste stark eingedämmt. Bis heute ist
das Internet nur eingeschränkt nutzbar, und Telefonate ins Ausland
sind kaum möglich. Viele der etwa 400.000 Deutschiraner haben sich
mit den Protestierenden solidarisiert und am 24. Januar in
Düsseldorf zu Zehntausenden für Freiheit und Menschenrechte in Iran
demonstriert. Eine europaweite Demonstration ist für den 14.
Februar in München angekündigt. Organisiert wird sie von The Munich
Circle. The Munich Circle ist ein im Jahr 2022 von Deutsch-Iranern
in München gegründeter gemeinnütziger Verein. Er setzt sich für
iranische Flüchtlinge ein, die bei den
Frau-Leben-Freiheit-Protesten 2022 verletzt wurden und vor
politischer Verfolgung nach Deutschland geflohen sind. Mit dem
Unternehmer und 1. Vorsitzenden von The Munich Circle, Farhid
Habibi, sprechen wir über die Hoffnungen und den Kampf der Menschen
in Iran und in der deutschen Diaspora für einen freien und
demokratischen Iran.
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23.01.2026
21 Minuten
Zu Gast in unserem sechsten Livepodcast Menschenrechte nachgefragt
am 10. Dezember 2025 war Katya Andrusz. Die gebürtige Britin
arbeitet in Warschau als Sprecherin für das Büro für demokratische
Institutionen und Menschenrechte (BDIMR/ODIHR) der Organisation für
Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die OSZE ist mit 57
Teilnehmerstaaten die größte regionale Sicherheitsorganisation. Sie
geht auf die vor 50 Jahren unterzeichnete Schlussakte von Helsinki
zurück. 1991 gegründet, vornehmlich um Wahlen zu beobachten,
engagiert sich das Büro inzwischen für Minderheitenrechten, für
Medienfreiheit, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, und es
berät Staaten u. a. zu Verfassungs-, Wahl- und Parteienrecht, zur
Gewaltenteilung und zur Stärkung unabhängiger Institutionen Es
gehört zwar zur OSZE, arbeitet aber unabhängig. Mit Katya sprechen
wir über ihre Arbeit und die großen Herausforderungen, die für
ODIHR mit dem Schutz der Menschenrechte und der Demokratie
verbunden sind.
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18.12.2025
46 Minuten
Sollten die Sozialen Medien für Kinder und Jugendliche unter 16
Jahren verboten werden? Und was hat dieses Thema mit den
Kinderrechten und den Vereinten Nationen zu tun? Am 20. November
1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen
die UN-Kinderrechtskonvention. Deutschland trat ihr 1992 bei. Heute
wird die Konvention von 196 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen
unterstützt. Im Jahr 2015 richtete das Deutsche Institut für
Menschenrechte in Berlin eine Monitoring-Stelle zur
UN-Kinderrechtskonvention ein. Die Leiterin Claudia Kittel ist zu
Gast im Podcast Menschenrechte: nachgefragt der Zeitschrift Die
Politische Meinung und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Wir sprechen
mit ihr über die Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland und über
die aktuelle Debatte: das erstmalig in Australien vollzogene und in
Deutschland diskutierte Verbot von Sozialen Medien für unter
16jährige.
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05.12.2025
53 Minuten
Gerda Hasselfeldt zu Gast im Podcast Menschenrechte: nachgefragt
der Zeitschrift Die Politische Meinung und der
Konrad-Adenauer-Stiftung. Acht Jahre lang war sie Präsidentin des
Deutschen Roten Kreuzes (DRK), als erste Frau seit Bestehen des
DRK. Am vergangenen Samstag hat sie die Leitung an Hermann Gröhe
abgegeben. Wir haben mit ihr in einer Zeit mit mehr als 130 Kriegen
und bewaffneten Konflikten weltweit über die internationale
Rotkreuzbewegung gesprochen. Noch nie wurden in diesen Konflikten
so viele Helfer getötet wie in den vergangenen Jahren. Es ging um
die Rolle der Frauen und ihren hohen Anteil am Erfolg der Bewegung.
Und über einen bis heute wichtigen Teil der Arbeit des DRK: um den
Suchdienst. Bis heute werden Tausende Suchanfragen gestellt, in der
Hoffnung, Menschen, die seit dem 2. Weltkrieg vermisst werden,
wiederzufinden oder Aufklärung über ihr Schicksal zu erlangen. Und
Gerda Hasselfeldt spricht darüber, wie wichtig Neutralität für die
Arbeit des Roten Kreuzes ist. Sie ist die Voraussetzung, von allen
beteiligten Konfliktparteien akzeptiert zu werden.
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Über diesen Podcast
Seit Jahrzehnten befasst sich die Konrad-Adenauer-Stiftung mit
Menschenrechten – in Deutschland und weltweit. Sie versammelt
Akteure aus Politik, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft,
die sich dem Schutz der Menschenrechte verschrieben haben. In
unserem neuen Podcast „Menschenrechte: Nachgefragt“ stehen
hochkarätige Interviewpartner Rede und Antwort. Wir möchten mit
dieser Reihe komplexe Zusammenhänge verständlich erklären und
Hintergrundinformationen liefern, die nicht in der Zeitung stehen…
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