Heute, wenn ihr seine Stimme hört...
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Beschreibung
vor 1 Woche
Seit einigen Jahren besuche ich Menschen, die neu in unseren Ort
gezogen sind. Bei einem Besuch im vergangenen Jahr hat mich schon
der Name elektrisiert. Ein mennonitischer Name, und so hatte ich
mit der Frau sofort einen Anknüpfungspunkt im Gespräch. Ja, ihr
Mann war Mennonit gewesen. Sie erzählte, dass er kurz nach dem
Umzug vor wenigen Wochen gestürzt sei und sich so schwere
Verletzungen zugezogen hatte, dass er verstorben ist. Die
Situation hat mich sehr erbarmt und mir keine Ruhe gelassen. Wie
sollte sie in ihrem Alter und gehbehindert zur Kirche oder zu
einer kirchlichen Veranstaltung kommen? In mir war ein starkes
Drängen, eine Lösung zu finden. Nach einigen Nachforschungen habe
ich einen passenden Kreis für sie gefunden und sie beim ersten
Mal mit dem Auto abgeholt und dorthin gebracht. Ein Fahrdienst
würde das in der Zukunft übernehmen. Langsam konnte sie Kontakte
aufbauen.
Vor einer Woche hörte ich im Gottesdienst: Sie ist verstorben.
Keine 3 Monate nach meinem ersten Besuch.
Ich war sprachlos. Bei der Trauerfeier war der Predigttext:
Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen
nicht. ( Hebräer 3,15)
Wie passend auch für mich. Ich war so dankbar, dass ich nichts
auf die lange Bank geschoben habe. Dass ich gehört und gehandelt
habe.
Heute, wenn ihr Gottes Stimme hört. Heute, nicht irgendwann. Und
Ja, wir hören Gottes Stimme. Ganz sicher hören wir die feine,
leise Stimme heraus aus den vielen anderen Stimmen. Herr, ich
höre. Ich bin aufnahmebereit. Leite mich.
Und dann steht da noch: „und verstocket eure Herzen nicht.“
Verstocken, ein fremdes Wort. Verstocken, das heißt hart und
schwer machen. Wörtlich das Herz beschränken, langweilig machen.
„Verstocket eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung
geschah.“ Der Hebräerbrief nimmt hier Bezug auf den Auszug des
Volkes Israel aus Ägypten. Das Volk hatte erlebt, dass Gott
Unmögliches möglich machen kann und trotzdem war das Volk
unzufrieden und wurde hart, fordernd und verbittert. Verstockt
hat also auch damit zu tun, dass ich nicht bereit sein könnte,
den Herausforderungen und Hindernissen damit zu begegnen, dass
Gott in meinem Leben bisher große Wunder getan hat.
Ich bin hochmotiviert, Gottes Stimme zu hören und heute zu
gehorchen.
Ihre und Eure Traudel Krause
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