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Beschreibung
vor 6 Tagen
Wir alle haben Ressourcen, die wir einsetzen können und sollen.
Sie sind sehr vielseitig und reichen von Begabungen, über Wissen,
materielle Mittel, Beziehungen bis hin zu Zeit.
Im Laufe unseres Lebens kann es auch Veränderungen geben.
Entweder weil ich neue Begabungen entdecke oder mein Wissen
erweitere, aber auch, weil vielleicht meine körperliche
Leistungsfähigkeit sinkt, ich aber dafür mehr Einfühlungsvermögen
und Zeit für Gebet für andere aufbringe.
Alle Ressourcen haben gemeinsam, dass sie einen begrenzten Umfang
haben. Gerade bei Zeit und Geld stoßen wir immer wieder an diese
Begrenzung. Und damit müssen wir entscheiden, wo und wie wir sie
verwenden.
Jesus erzählt in Matt. 25 ein Gleichnis von einem Mann, der ins
Ausland reist und seinen Dienern sein Vermögen anvertraut. Zwei
der Diener handeln mit dem Anvertrauten, können dieses verdoppeln
und der Herr lobt sie dafür. Der dritte Diener vergräbt das Geld
und kann deshalb keinen Zuwachs vorweisen. Dies kritisiert der
Herr nach seiner Rückkehr sehr stark.
Was schließe ich aus diesem Gleichnis?
Grundsätzlich sollte ich mir bewusst sein, dass mir meine
Ressourcen nur anvertraut sind. Sie sind nicht meins. Für andere
mag dieser Unterschied nicht zu erkennen sein, aber es geht – wie
so oft in unserer Beziehung zu Gott – um die Haltung und um die
Ehrlichkeit mir selbst und Gott gegenüber. Fühlt es sich für mich
an, als müsste ich etwas von mir hergeben oder setze ich das
Anvertraute ein? Ist das oberste Ziel die Vermehrung des
Reichtums meines Herrn oder möchte ich eher etwas für mich, mein
Ego erreichen? Will ich möglichst genau bestimmen, wie mein Geld
oder meine Gaben eingesetzt werden oder bin ich bereit
loszulassen.
Ich würde mir wünschen, dass Gott mir konkreter zeigt, was gerade
am wichtigsten ist. Aber oft ist es eher wie im Gleichnis: Der
Mann, der ins Ausland verreist ist, ist nicht erreichbar für
Rückfragen und es liegt in meiner Verantwortung, mit dem
Anvertrauten in seinem Sinn umzugehen.
Wir erfahren im Gleichnis nicht, wie die erfolgreichen Diener die
Vermehrung schaffen. Das Geheimnis hinter Wachstum und
Vervielfältigung bleibt verborgen. Das Wesentliche scheint zu
sein, das Anvertraute einzusetzen. Die große Kritik bezieht sich
darauf, Gaben zu vergraben.
Ich soll meinen Verstand und mein Herz nutzen, um zu entscheiden,
was und wofür ich mich gerade einsetze. Ich darf darauf
vertrauen, dass Leiter und Leiterinnen die Weisheit haben, Mittel
richtig zu priorisieren. Und ich glaube daran, dass Gott alle
Möglichkeiten hat mich und andere in die richtige Richtung zu
leiten, wenn ich meine Schwerpunkte falsch legen würde.
Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt mit unseren Talenten
zu wuchern.
Eure Christine Sommer
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