Trumps Zollkrieg - US-Imperialismus 2.0

Trumps Zollkrieg - US-Imperialismus 2.0

vor 1 Monat
1 Stunde 57 Minuten
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argudiss

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Bremen

Beschreibung

vor 1 Monat

Dass „wir“ Trump nicht leiden können, ist in Deutschland und
Europa ausgemachte Sache in den etablierten Kreisen von Politik
und Öffentlichkeit. Letztere bewährt sich darin, alle Register
der Hetze zu ziehen, mit der sie bisher eher die Unholde
östlicher und südlicher Weltgegenden dem Publikum zwecks
herzlicher Verachtung nahegebracht hat. 


Das nehmen die Vertreter der wirklichen Politik gern zur Kenntnis
– zum Leitfaden ihres Umgangs machen sie diese Hetze aber nicht:
Sie üben sich in berechnendem Opportunismus, wenn sie mit Trump
zu tun haben, und geben damit den parteilichen Kommentatoren die
teilnahmsvoll idiotische Frage auf, ob sie das mehr als Klugheit
feiern oder als Eingeständnis von Machtlosigkeit peinlich finden
sollen. An Trump stören eben in Wirklichkeit nicht die ihm
nachgesagten Untugenden, sondern der Inhalt seiner Politik und
die Macht, mit der er diese verfolgt.


Darum will unser Vortrag auf die imperialistische Konsequenz
aufmerksam machen, die in Trumps Bruch mit den Verkehrsformen und
Rechnungsweisen der bisherigen Weltwirtschaftsordnung steckt. Das
erpresserische Eintreiben von Tribut bei allen Handelspartnern
ist seine Antwort auf den Widerspruch der globalen
Konkurrenzordnung zu Nutz und Frommen des einen, sie stiftenden
Konkurrenten. Und er kann das wegen der ungeheuren Leistung, die
die vielgerühmte „regelbasierte Weltwirtschaft“ für ihren
amerikanischen Urheber erbracht hat.
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