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Beschreibung
vor 2 Monaten
Rätebewegungen gelten vielen bis heute als politische
Folklore oder als Relikt revolutionärer Ausnahmezeiten. Der
Soziologe Christopher Wimmer widerspricht dieser Sicht. Aus gutem
Grund, denn beim Karl-Dietz-Verlag ist sein kluges Buch „Alles
muss man selber machen. Zur Geschichte der Rätebewegung von der
Pariser Kommune bis Rojava“ erschienen. Darin geht es um
Menschen, die in Momenten gesellschaftlicher Krise begannen, ihr
Leben kollektiv zu organisieren: Sie verwalteten Betriebe,
Schulen und Krankenhäuser selbst, trafen Entscheidungen in
Versammlungen, regelten Konflikte und übernahmen Verantwortung –
ohne sich auf eine zentrale Staatsmacht zu verlassen. Und sie tun
dies an vielen Orten der Welt bis heute.
Im Gespräch mit Christopher geht es darum, ob Räte nur Episoden
der Geschichte bleiben – oder ob sie Impulse für eine
demokratische Kultur liefern, die Selbstorganisation, Teilhabe
und kollektive Verantwortung ernst nimmt.
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