#40 | «Vordenken statt Verwalten», Roger Oberholzer, Kuble House of Intelligence & Mitinitiator EinstAIn

#40 | «Vordenken statt Verwalten», Roger Oberholzer, Kuble House of Intelligence & Mitinitiator EinstAIn

43 Minuten

Beschreibung

vor 5 Tagen

Wie bereiten wir uns auf eine Arbeitswelt vor, in der KI nicht
mehr wegzudenken ist?


In dieser Folge erklärt Roger Oberholzer, Mitinitiator von
EinstAIn, warum fundamentales Technologieverständnis wichtiger
ist als Tool-Wissen – und warum Antizipation zur entscheidenden
Überlebensstrategie wird.Roger Oberholzer, Partner und Academy
Lead bei Kuble AG, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der
Frage, wie Menschen und Organisationen den KI-Wandel nicht bloss
erleiden, sondern aktiv gestalten können. Als Mitinitiator von
EinstAIn – dem neuen Thinktank des Verbands
Angestellte Schweiz – setzt er auf einen paritätischen Ansatz:
Wissenschaft, Unternehmen und Betroffene gemeinsam an einem
Tisch, um die Zukunft der Arbeit zu antizipieren, bevor sie
einfach passiert. Im Gespräch mit Moderator Christoph
Soltmannowski skizziert er, was diese Transformation von früheren
Umbrüchen unterscheidet – und warum diesmal die Geschwindigkeit
das eigentliche Problem ist.





Grundlagen statt Tool-Hopping


Viele Unternehmen schulen ihre Mitarbeitenden im Umgang mit
einzelnen KI-Applikationen. Oberholzer hält das für zu kurz
gedacht: Wer nur die Bedienung eines Tools kennt, verliert bei
der nächsten Modellgeneration sofort wieder den Anschluss.
Entscheidend sei ein grundlegendes Verständnis der Technologie –
wie sie funktioniert, wo ihre Grenzen liegen, welche Risiken sie
birgt. In den Trainings von Kuble werden deshalb zuerst die
Grundlagen vermittelt, bevor konkrete Anwendungen ins Spiel
kommen. Das nehme Ängste, erhöhe die Motivation – und schaffe
Resilienz gegenüber dem nächsten Wandel.





Die Halbwertszeit von Erfahrung sinkt rapide


Lebenslanges Lernen war schon länger ein Thema – aber seine
Dringlichkeit hat eine neue Qualität erreicht. «Ich kann heute
etwas testen, finde, das funktioniert nicht. Und in einem Monat
ist es bereits gelöst», sagt Oberholzer. Erfahrungen veralten
schneller als je zuvor. Das erfordert eine Agilität, die sowohl
Individuen als auch Organisationen fordert: Weiterbildung ist
keine Aufgabe allein des Arbeitgebers oder des Einzelnen mehr,
sondern eine geteilte Verantwortung. Initiativen wie EinstAIn
wollen genau diesen Dialog strukturieren – mit Denkanstössen,
Szenarien und konkreten Orientierungsangeboten für Angestellte
wie für Unternehmen.





Der Videopodcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt»,
moderiert von Christoph Soltmannowski, wird produziert von der
Stiftung Text Akademie. Monatlich erscheinen zwei Folgen, auf
Spotify, YouTube und den grösseren Podcast-Plattformen.

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