#36 / Mark Turrell, Tech Pioneer und unDavos Gründer / «Sind Roboter die besseren Menschen?»

#36 / Mark Turrell, Tech Pioneer und unDavos Gründer / «Sind Roboter die besseren Menschen?»

57 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen

In diesem Livestream interviewt Christoph
Soltmannowskiden Experten für globale Skalierung und
Tech-Pionier MarkTurrell, der unter anderem
durch das World Economic Forum (WEF) bekannt wurde. Das Gespräch
beleuchtet, wie Künstliche Intelligenz die Produktivität
revolutioniert und die Gesellschaft grundlegend umgestaltet.


Turrell teilt seine beeindruckende persönliche Erfahrung: Durch
den gezielten Einsatz von KI-Tools konnte er seine Effizienz in
diesem Jahr um das Zwanzigfache steigern. Die beiden diskutieren
die tiefgreifenden Auswirkungender KI-Adaption auf verschiedene
Branchen, die Herausforderungen für den traditionellen
Arbeitsmarkt und wie KI alles transformiert – von
Geschäftsabläufen bis hin zu kreativer Arbeit. Ein weiteres Thema
ist Turrells „UnDavos“-Bewegung, die darauf abzielt, den Zugang
zu einflussreichen Netzwerken und Vordenkern während der Woche
des Weltwirtschaftsforums zu demokratisieren.


Über den Gast:


MarkTurrell ist eine globale Instanz für
Skalierung und ein vomWorld Economic Forum anerkannter
Technologie-Pionier. Er gründete die „UnDavos“-Bewegung, die
während der Davos-Woche ein Alternativprogramm schafft, um den
Zugang zu hochkarätigen Diskussionen und Networking zu öffnen.
Turrell organisiert Grosskonferenzen, darunter ein Event mit
3'000 Teilnehmenden in Davos, und legt den Fokus dabei auf Taten
statt nur auf Dialog.





Die wichtigsten Themen der Diskussion:


1. Die KI-gestützte Produktivitätsrevolution


Turrell demonstriert die transformative Kraft der KI anhand
seines eigenen Beispiels: Er ist innerhalb eines Jahres 20-mal
produktiver geworden. Er kann heute 150 Kontakte pflegen statt
nur 10, 20 bis 30 Projektvorschläge erstellen statt nur einen und
komplexe Recherchen in verschiedenen Fachgebieten in Stunden
statt in Tagen durchführen. Dieser Sprung resultiert aus der
Nutzung fortschrittlicher KI-Tools für Recherche,
Personalisierung und Content-Erstellung.


2. Die bevorstehende Beschäftigungskrise


Die Gesellschaft steht vor einer schwierigen Übergangsphase von
10 bis 15 Jahren, da KI traditionelle Arbeitsplätze in allen
Branchen verdrängen wird.


Die Ausbildung und Berufserfahrung der meisten Menschen hat sie
nicht darauf vorbereitet, KI-Tools effektiv zu nutzen. Wer sich
jedoch anpasst, wird dramatisch produktiver. Turrell schätzt,
dass er für sein aktuelles Arbeitspensum eigentlich 15 bis 20
Mitarbeitende beschäftigen müsste, tatsächlich aber nur zwei
benötigt – ein deutliches Zeichen dafür, wie KI-Nutzung die
Schaffung neuer Stellen bremsen kann, selbst wenn Unternehmen
wachsen.


3. Grenzen der KI und Qualitätskontrolle


Aktuelle große Sprachmodelle (LLMs) basieren auf
Wahrscheinlichkeiten, was sie zu einer „approximierten
Intelligenz“ macht. Sie können beeindruckendeErgebnisse liefern,
aber gelegentlich auch völligen Unsinn generieren.


4. Die UnDavos-Bewegung und Demokratisierung


«UnDavos» bietet ein Alternativprogramm während der Woche des
Weltwirtschaftsforums an, wobei der Fokus auf praktischem Handeln
statt reinem Debattieren liegt.


Die Bewegung reagiert auf die Exklusivität der traditionellen
Davos-Events, indem sie vielfältige Veranstaltungsorte und
kostengünstigere Optionen anbietet. So werden diversere Stimmen
gehört, darunter mehr Frauen und internationale Teilnehmende. Das
diesjährige Programm umfasst Themen wie KI, Gesundheit, Energie
und Fintech mit Schwerpunkt auf konkreten Ergebnissen.


5. Die Zukunft der Koexistenz von Mensch und KI


In den nächsten 5 bis 10 Jahren müssen wir unsere Beziehung zu KI
und Robotik grundlegend neu definieren. Während KI in 95–98 %
aller wirtschaftlichen Aufgaben wahrscheinlich besser abschneiden
wird als der Mensch, bleiben Chancen in den Bereichen
Kreativität, kritisches Denken und physische Arbeit. Erfolg
erfordert die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, die
Entwicklung einzigartig menschlicher Fähigkeiten und den Fokus
darauf, mit KI-Systemen zu kollaborieren, statt mit ihnen zu
konkurrieren.

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