Podcaster
Episoden
13.02.2026
29 Minuten
In dieser Folge des Podcasts «AI und Gesellschaft – Wege
in die neue Welt» diskutiert Moderator Christoph Soltmannowski
mit der Strategie-Expertin Barbara Schwede über die
tiefgreifenden Veränderungen unserer Sprache durch Artificial
Intelligence (AI oder KI, Künstliche Intelligenz). Während die
Technologie den Zugang zur schriftlichen Kommunikation
demokratisiert, warnt die Expertin vor einem schleichenden
«sprachlichen Einheitsbrei» und dem Verlust kultureller
Identität.
Die Sprache ist das Betriebssystem unserer Gesellschaft. Doch was
passiert, wenn dieses System zunehmend von Algorithmen
umgeschrieben wird? Barbara Schwede, Dozentin und Inhaberin einer
Agentur für digitale Strategie, blickt im Gespräch mit Moderator
Christoph Soltmannowski auf eine Entwicklung, die weit über
blosse Effizienzsteigerung hinausgeht.
KI fungiert heute in erster Linie als Werkzeug der
Demokratisierung. Menschen, denen es bisher schwerfiel, Gedanken
präzise zu strukturieren oder komplexe Sachverhalte zu
formulieren, erhalten durch KI-Tools eine Stimme, die «perfekt
geschliffen» klingt. Diese Inklusion ermöglicht eine breitere
Teilhabe an öffentlichen Diskursen und baut Barrieren ab.
Doch diese neue Leichtigkeit hat ihren Preis: den Verlust der
Einzigartigkeit. Schwede beobachtet eine zunehmende
Vereinheitlichung. KI-Texte folgen oft den gleichen Mustern:
typische Bulletpoints, Dreierfiguren bei Adjektiven und ein immer
ähnlicher werdender Aufbau. Die Expertin geht sogar so weit, dass
sie ihren eigenen Schreibstil anpasst, um nicht nach «Maschine»
zu klingen – so verzichtet sie mittlerweile zum Beispiel bewusst
auf Bindestriche, weil diese für sie heute nach einem typischen
KI-Duktus aussehen.
Ein zentraler Kritikpunkt im Podcast ist der Umgang mit der
Verantwortung. Die Perfektion der KI-Outputs verleitet dazu, in
einen «geistigen Schlummermodus» zu verfallen; Texte werden
unreflektiert übernommen.
Hier zieht Barbara Schwede eine klare rote Linie: «Solange mein
Name unter einem Text steht, muss ich dafür einstehen können».
Die Verantwortung für Fakten und die ethische Einordnung bleibt
eine rein menschliche Domäne. Besonders in der
Krisenkommunikation oder bei juristischen Themen sei menschliche
Kontrolle absolut unerlässlich.
Gutes Texten bleibt Handarbeit
Für die Medienbranche und die Unternehmenskommunikation bietet KI
enorme Chancen zur Automatisierung repetitiver Aufgaben, wie etwa
die Aufbereitung von Inhalten für verschiedene Kanäle oder
einfache Übersetzungen. Dennoch bleibt gutes Texten laut Barbara
Schwede Handarbeit: Tiefgehende Recherche, das Einfühlen in
emotionale Kontexte und eine klare Haltung lassen sich (noch)
nicht durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen ersetzen.
Marken stehen vor der Herausforderung, trotz KI-Unterstützung ein
eigenes Profil zu behalten. Während KI häufig Ecken und Kanten
«weichspült», entsteht Aufmerksamkeit gerade durch humorvolle
Stolpersteine oder dialektale Feinheiten – Elemente, bei denen
die KI oft versagt.
Verflachung droht
Besorgniserregend ist laut Schwede die kulturelle Verflachung. Da
viele Modelle auf englischsprachigen Daten basieren, gehen lokale
Referenzen, spezifische Sprichwörter und die spielerische Freude
an der Sprache oft verloren. «Ich habe manchmal das Gefühl, der
Spaß an der Sprache geht ein bisschen verloren», so Schwede im
Podcast.
Die Zukunft der Sprachberufe sieht Schwede in einer massiven
Konsolidierung. Während das Auftragsvolumen für einfache
Übersetzungen bereits radikal auf ein Zehntel geschrumpft ist,
gewinnen strategische und kuratorische Fähigkeiten an Bedeutung.
Die Rolle des Menschen wandelt sich vom reinen Texter zum
kritischen Kurator, der den Output der Maschine steuert, prüft
und mit individueller Kreativität veredelt.
Website von Barbara Schwede:
Die Schwedin.
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29.01.2026
37 Minuten
Effizienz-Turbo oder Kreativitäts-Killer? Visual-Effects-Profi
Frank Petzold über Artificial Intelligence
Die Filmbranche erlebt durch Artificial Intelligence einen
Umbruch, der an die Euphorie des Atomic Age der Fünfzigerjahren
erinnert.
VFX-Experte Frank Petzold spricht in dieser Folge über die
Ambivalenz neuer Tools, den Schutz von Künstlerrechten und warum
das analoge Handwerk in einer digitalen Welt wichtiger wird denn
je.
Frank Petzold gehört zur Oberliga Hollywoods, was Special Effects
betrifft. Mit Mitwirkungen an Blockbustern wie «Starship
Troopers», «The Ring» oder «The Legend of Tarzan» und als Visual
Effects Director von «Im Westen nichts Neues» (dafür erhielt er
u.a. eine Oscar-Nomination und den Deutschen sowie den
Europäischen Filmpreis) hat er die visuelle Sprache des modernen
Kinos mitgeprägt. Im Gespräch mit Christoph Soltmannowski
beleuchtet er nun ein Thema, das die Branche spaltet: Artificial
Intelligence.KI – ein zweischneidiges Schwert der Innovation?
Frank Petzold betrachtet die aktuelle KI-Entwicklung als
«zweischneidiges Schwert»: Er warnt vor einer Überhitzung wie im
«Atomic Age», da ein zu hohes Tempo den Blick für den sinnvollen
Einsatz trüben könne.
In der Postproduktion erweist sich die Technik jedoch bereits als
Gewinn, indem sie mühsame Routineaufgaben wie Rotoscoping oder
Kameratracking automatisiert. Zudem dient sie als effizientes
Werkzeug für Layouts und Inspiration, um etwa in Sekundenschnelle
verschiedene Hintergrundvariationen zu entwerfen.
Die «Black Box» und der Verlust der Kontrolle
Trotz der Geschwindigkeitsvorteile sieht der Experte Risiken in
der mangelnden Kontrollierbarkeit. Viele KI-Plattformen fungieren
als «Black Box» – man weiss nicht genau, was unter der
«Motorhaube» passiert.
Für einen Visual Effects Director ist dies problematisch, da er
für konsistente Ergebnisse über hunderte von Kameraeinstellungen
hinweg garantieren muss.Besonders kritisch wird die Entwicklung
beim Thema Deepfakes und dem Schutz von Schauspielern. In
Hollywood regt sich Widerstand, da Stars wie Robert Downey Jr.
bereits komplett digital gescannt wurden.
«Da muss man den Deckel draufnehmen und Filter einbauen, um den
Missbrauch von Stimme und Aussehen zu verhindern», fordert
Petzold.
Warum die «Seele» nicht berechenbar ist
Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Unersetzbarkeit
menschlicher Kreativität. Petzold betont, dass echte Kunst von
Spontaneität und Fehlern lebt. Visual Effects seien dann am
besten, wenn sie eine «Seele» haben und Details eine tiefere
Bedeutung im Storytelling übernehmen. So wie die subtilen
Flugzeugkämpfe im Hintergrund von Im Westen nichts Neues, welche
die ständige Präsenz des Krieges fühlbar machten.Frank Petzolds
Rat an die nächste Generation: Das Handwerk von der Pike auf
lernen. Trotz aller KI-Plugins bleibt das Verständnis für Optik,
Licht und analoge Fotografie die Basis für Qualität.
Frank Petzolds Showreel:
https://vimeo.com/788279534?share=copy
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16.01.2026
35 Minuten
Wie emotionalisiert man ein Produkt, dem Konsumenten jährlich nur
sechs Minuten Aufmerksamkeit schenken? Joel Samsinger, CEO von
Moost, bringt die abstrakte Energiewende mit kreativer
Kommunikation und KI-Psychologie in die Haushalte. Um den
Stromverbrauch bis 2035 um 13 % zu senken, setzt Moost auf
Behavioral Design.Wie macht man ein Low-Involvement-Gut wie Strom
zum digitalen Erlebnis? Im Gespräch mit Christoph Soltmannowski
erklärt Joel Samsinger, CEO von Moost, wie er die
Sechs-Minuten-Herausforderung knackt: Da Haushalte pro Jahr kaum
Zeit für Energiefragen aufwenden, setzt Moost auf eine kreative
Mischung aus Psychologie und KI. Statt abstrakter Sparappelle
nutzt die Software präzises Profiling, um das individuelle
Nutzungsverhalten zu verstehen und emotionale Anreize wie den
«Joyful Impact» zu schaffen. Konkret heisst das: Statt mit dem
erhobenen Zeigefinger zu drohen, motiviert Mos durch positives
Feedback zu Ersparnissen und Fortschritten.Die Strategie:
Psychologie vor TechnologieEin zentrales Instrument dieser
Verhaltenssteuerung ist die Gamification. Nutzer werden durch
spielerische Elemente wie «Streaks» motiviert, ihren Verbrauch
aktiv zu steuern – eine Methode, die gemäss Singer besonders bei
kompetitiven Zielgruppen für hohes Engagement sorgt. Wie bei
Fitness-Apps werden die User für ihre Anstrengungen belohnt. Hier
konkret, wenn sie ihren Stromverbrauch kontinuierlich
reduzieren.Branding-Takeaway: Vertrauen durch DiskretionDa
Konsumenten laut Erfahrungswerten irgendwann Vorschläge leid
sind, kommuniziert Moost heute verstärkt den Wert der
unsichtbaren Automatisierung. Dieser technologische Eingriff
erfordert ein Höchstmass an kommuniziertem Vertrauen.Joel
Samsinger auf
LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/jsamsinger/Website
Moost:https://www.moost.io//TIMESTAMPS/Herausforderungen der
Energiewende (00:00:53)Motivation der Haushalte und Rolle der
Energieversorger (00:01:47)Flexibilität und E-Autos als
Herausforderung (00:03:01)MOOST als SaaS-Lösung für
Energieversorger (00:05:02)Joyful Impact und Nutzerfeedback
(00:05:59)Einsatz von KI und Profiling (00:06:58)KI analysiert
Stromnutzungsdaten, um Haushaltsprofile zu erstellen und
Optimierungspotenziale zu erkennen.Automatisierung und Steuerung
von Geräten (00:08:22)Gamification zur Verhaltensänderung
(00:10:45)Einsatz von Gamification-Elementen wie Streaks, um
Nutzer zu motivieren.Kompetenzaufbau und Bewusstseinsförderung
(00:12:40)Datenschutz und Pseudonymisierung (00:13:31)Opt-in und
Regulatorik (00:14:47)Nutzer müssen aktiv zustimmen, damit ihre
Daten für Optimierung genutzt werden.Internationale Regulierung
und Netzanschluss (00:15:39)Energieverbrauch von KI und Effizienz
(00:16:56)Diskussion über den Energieverbrauch von KI und die
EZukunft der Datenerfassung und Messung (00:19:35)Technologie vs.
Psychologie im Unternehmen (00:22:33)Bedeutung von
technologischem und psychologischem Know-how für den
Unternehmenserfolg.Karriereempfehlungen für junge Menschen
(00:24:14)Empfehlung, das zu studieren, was Spass macht, da
Spezialisierung wichtiger wird.Learnings und Herausforderungen
bei MOOST (00:25:02)Wichtige Erkenntnisse und Herausforderungen
aus fünf Jahren Unternehmensentwicklung.KI-Trend und Auswirkungen
auf MOOST (00:26:22)Wie der KI-Trend die Nachfrage nach
MOOST-Lösungen beeinflusst hat.Regulierung und Kontrolle von KI
(00:27:54)Warum MOOST auf regelbasierte Steuerung setzt und
generative KI nicht autonom agieren darf.Marktentwicklung und
Akzeptanz (00:29:41)Energieknappheit und Verteilungsprobleme
(00:31:16)Das Hauptproblem ist die gleichzeitige Nutzung von
Strom, nicht die absolute Menge.Chancen und Risiken der KI
(00:33:00)KI bietet viele Chancen, birgt aber auch Risiken, die
verantwortungsvoll adressiert werden müssen.Kernfusion und
kurzfristige Herausforderungen (00:33:52)Kernfusion ist noch weit
entfernt, kurzfristig müssen andere Lösungen gefunden werden.
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01.01.2026
57 Minuten
In diesem Livestream interviewt Christoph
Soltmannowskiden Experten für globale Skalierung und
Tech-Pionier MarkTurrell, der unter anderem
durch das World Economic Forum (WEF) bekannt wurde. Das Gespräch
beleuchtet, wie Künstliche Intelligenz die Produktivität
revolutioniert und die Gesellschaft grundlegend umgestaltet.
Turrell teilt seine beeindruckende persönliche Erfahrung: Durch
den gezielten Einsatz von KI-Tools konnte er seine Effizienz in
diesem Jahr um das Zwanzigfache steigern. Die beiden diskutieren
die tiefgreifenden Auswirkungender KI-Adaption auf verschiedene
Branchen, die Herausforderungen für den traditionellen
Arbeitsmarkt und wie KI alles transformiert – von
Geschäftsabläufen bis hin zu kreativer Arbeit. Ein weiteres Thema
ist Turrells „UnDavos“-Bewegung, die darauf abzielt, den Zugang
zu einflussreichen Netzwerken und Vordenkern während der Woche
des Weltwirtschaftsforums zu demokratisieren.
Über den Gast:
MarkTurrell ist eine globale Instanz für
Skalierung und ein vomWorld Economic Forum anerkannter
Technologie-Pionier. Er gründete die „UnDavos“-Bewegung, die
während der Davos-Woche ein Alternativprogramm schafft, um den
Zugang zu hochkarätigen Diskussionen und Networking zu öffnen.
Turrell organisiert Grosskonferenzen, darunter ein Event mit
3'000 Teilnehmenden in Davos, und legt den Fokus dabei auf Taten
statt nur auf Dialog.
Die wichtigsten Themen der Diskussion:
1. Die KI-gestützte Produktivitätsrevolution
Turrell demonstriert die transformative Kraft der KI anhand
seines eigenen Beispiels: Er ist innerhalb eines Jahres 20-mal
produktiver geworden. Er kann heute 150 Kontakte pflegen statt
nur 10, 20 bis 30 Projektvorschläge erstellen statt nur einen und
komplexe Recherchen in verschiedenen Fachgebieten in Stunden
statt in Tagen durchführen. Dieser Sprung resultiert aus der
Nutzung fortschrittlicher KI-Tools für Recherche,
Personalisierung und Content-Erstellung.
2. Die bevorstehende Beschäftigungskrise
Die Gesellschaft steht vor einer schwierigen Übergangsphase von
10 bis 15 Jahren, da KI traditionelle Arbeitsplätze in allen
Branchen verdrängen wird.
Die Ausbildung und Berufserfahrung der meisten Menschen hat sie
nicht darauf vorbereitet, KI-Tools effektiv zu nutzen. Wer sich
jedoch anpasst, wird dramatisch produktiver. Turrell schätzt,
dass er für sein aktuelles Arbeitspensum eigentlich 15 bis 20
Mitarbeitende beschäftigen müsste, tatsächlich aber nur zwei
benötigt – ein deutliches Zeichen dafür, wie KI-Nutzung die
Schaffung neuer Stellen bremsen kann, selbst wenn Unternehmen
wachsen.
3. Grenzen der KI und Qualitätskontrolle
Aktuelle große Sprachmodelle (LLMs) basieren auf
Wahrscheinlichkeiten, was sie zu einer „approximierten
Intelligenz“ macht. Sie können beeindruckendeErgebnisse liefern,
aber gelegentlich auch völligen Unsinn generieren.
4. Die UnDavos-Bewegung und Demokratisierung
«UnDavos» bietet ein Alternativprogramm während der Woche des
Weltwirtschaftsforums an, wobei der Fokus auf praktischem Handeln
statt reinem Debattieren liegt.
Die Bewegung reagiert auf die Exklusivität der traditionellen
Davos-Events, indem sie vielfältige Veranstaltungsorte und
kostengünstigere Optionen anbietet. So werden diversere Stimmen
gehört, darunter mehr Frauen und internationale Teilnehmende. Das
diesjährige Programm umfasst Themen wie KI, Gesundheit, Energie
und Fintech mit Schwerpunkt auf konkreten Ergebnissen.
5. Die Zukunft der Koexistenz von Mensch und KI
In den nächsten 5 bis 10 Jahren müssen wir unsere Beziehung zu KI
und Robotik grundlegend neu definieren. Während KI in 95–98 %
aller wirtschaftlichen Aufgaben wahrscheinlich besser abschneiden
wird als der Mensch, bleiben Chancen in den Bereichen
Kreativität, kritisches Denken und physische Arbeit. Erfolg
erfordert die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, die
Entwicklung einzigartig menschlicher Fähigkeiten und den Fokus
darauf, mit KI-Systemen zu kollaborieren, statt mit ihnen zu
konkurrieren.
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15.12.2025
38 Minuten
Stéphanie Kioutsoukis ist eine führende Unternehmerin und
Innovationsexpertin aus Biel, die sich auf Artificial
Intelligence, Organisationsentwicklung und strategische
Innovation spezialisiert hat. Als Gründerin und CEO von zwei
Unternehmen – Fresh Strategy und Fresh Solutions AI – hat sie
sich als einflussreiche Stimme in der Schweizer und
internationalen AI- und Innovationslandschaft etabliert.Stéphanie
Kioutsoukis vertritt die zentrale These, dass Technologie und KI
lediglich Werkzeuge sind, während die eigentliche Transformation
im menschlichen Mindset beginnen muss. Sie beobachtet, dass uns
oft noch die Vorstellungskraft fehlt, wie AI über die blosse
Beschleunigung bestehender Aufgaben hinaus völlig neue
Geschäftsmodelle ermöglichen kann. Daher sei Experimentierfreude
(«Trial and Error») unerlässlich, um diese Potenziale zu
erschließen.Eindringlich warnt die Expertin vor einer
Verbotskultur in Unternehmen. Da Mitarbeitende KI-Tools zur
Arbeitserleichterung ohnehin nutzen, führen Verbote lediglich zu
riskanter Schatten-IT auf privaten Geräten. Stattdessen sollten
Firmen klare Rahmenbedingungen schaffen und Schulungen anbieten,
damit sich Mitarbeitende «die Hände schmutzig machen» können,
ohne bestraft zu werden. Unter dem Begriff «Rewire the
Organization» erklärt Kioutsoukis, dass Organisationen ihre
Workflows und Strukturen grundlegend neu denken müssen, um
«AI-native» zu werden.Für die nahe Zukunft, insbesondere ab 2026,
prognostiziert Stéphanie Kioutsoukis den Durchbruch von
AI-Agenten, die ganze Prozessketten autonom übernehmen, sowie
Fortschritte bei «Embedded AI» in der Robotik. Dennoch bleibt der
Mensch unverzichtbar: Während KI analytische Fleißarbeit besser
erledigt, verschiebt sich die menschliche Wertschöpfung auf
kreative Lösungsfindung, Empathie und soziale Interaktion –
Bereiche, die eine KI nicht ersetzen kann. Abschliessend
appelliert Kioutsoukis besonders an Schweizer KMU, ihre
kulturelle Zurückhaltung abzulegen und sich aktiv mit der
Technologie auseinanderzusetzen, um wettbewerbsfähig zu
bleiben.Stéphanie Kioutsoukis auf
LinkedIn: / skioutsoukis Fresh
Strategyhttps://freshstrategy.ch/
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Über diesen Podcast
Das Podcast-Format «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt»
der Schweizerischen Text Akademie erörtert, wie Artificial
Intelligence uns Menschen im Alltag dient oder bedroht und wie AI
unsere Arbeitswelt verändert. IMPRESSUM Stiftung Schweizerische
Text Akademie Prof. Dr. Ivo Hajnal, Stiftungsratspräsident
Redaktion: Christoph Soltmannowski, Chefredaktor; Rolf Pfister,
Director Research Lab42, wissenschaftliche Beratung. Franco Item,
Mitglied Vorstand Science City Davos, inhaltliche Koordination.
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