Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute: Sparen statt Schulden -
Mit diesen Vorsätzen starten die Deutschen ins neue Jahr
Trotz hoher Preise und unsicherer Zeiten sind viele Deutsche
mit einem klaren Plan ins neue Jahr gestartet. Die norisbank hat
auch zum Jahreswechsel 2025/2026 erneut nachgefragt, welche
finanziellen Vorsätze die Menschen haben.
Die Antworten zeigen einen spannenden Trend: Wer kann, spart. Wer
konsumiert, tut es bewusst. Und wer früher vielleicht über einen
Kredit nachgedacht hätte, sagt heute immer öfter: "Ich habe genug
Rücklagen." Besonders die junge Generation zeigt, wie finanzielle
Vorsätze heute aussehen: strukturiert, digital und
vorausschauend.
Vorsatz Nummer 1: Sparen, aber ohne Druck
Auch für 2026 steht der Vorsatz, zu sparen, ganz oben auf der
Liste. Fast jeder vierte Deutsche (24,1 Prozent) möchte genauso
viel sparen wie im Vorjahr. Weitere 22,9 Prozent planen sogar,
mehr Geld zurückzulegen. Besonders deutlich zeigt sich dieser
Vorsatz bei den jüngeren Befragten.
Geld zur Seite zu legen heißt aber längst nicht mehr, sich alles
verkneifen zu müssen. Für viele bedeutet es vielmehr,
vorausschauend zu handeln und die eigenen Finanzen bewusst zu
steuern. Viele wollen mit System planen. Gleichzeitig geben mehr
als die Hälfte der Befragten (51,2 Prozent) an, dass sie 2026 vor
allem unnötige Ausgaben reduzieren wollen.
Vorsatz Nummer 2: Mehr für die eigene Gesundheit tun
19 Prozent der Befragten möchten im neuen Jahr gezielt in ihre
Gesundheit investieren, beispielsweise durch Sport, Wellness oder
bewusste Ernährung.
Vorsatz Nummer 3: In die eigene Zukunft investieren
Auch das Thema Vermögensaufbau bleibt 2026 präsent. 14,4 Prozent
der Befragten planen, im neuen Jahr mehr für ihre finanzielle
Zukunft zu tun, beispielsweise durch Tages- oder Festgeld,
Sparpläne oder Investitionen in Wertpapiere. Im Vergleich zum
Vorjahr ist das Interesse nahezu exakt gleich geblieben.
Vorsatz Nummer 4: Wünsche erfüllen, aber ohne Schulden
Nur noch 12,1 Prozent der Befragten planen größere Anschaffungen
wie neue Möbel, ein neues Auto, eine neue Küche oder eine große
Reise. Viele sagen, es sei keine Frage des Verzichts, sondern
eine bewusste Entscheidung. Sie möchten nicht auf Pump leben,
sondern aus dem Vollen schöpfen, wenn es das Budget erlaubt. Ein
Ansatz, der in Zeiten hoher Zinsen und Preissteigerungen immer
mehr Zuspruch findet.
Auffällig ist die geringe Bereitschaft, sich für größere Vorhaben
zu verschulden. Nur 6,9 Prozent der Befragten planen konkret,
2026 einen Bankkredit aufzunehmen. Weitere 13,1 Prozent ziehen
dies zwar in Erwägung, zögern aber noch. Der Großteil lehnt
Kredite gänzlich ab.
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