Demokratie unter Druck: Wenn Zivilgesellschaft zum Ziel wird.

Demokratie unter Druck: Wenn Zivilgesellschaft zum Ziel wird.

In dieser Folge weite ich den Blick – weg von Verkehrspolitik, hin zu einer Entwicklung, die alle betrifft, die sich in irgendeiner Form für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen: der systematische Angriff auf Zivilgesellschaft.
Podcast
Podcaster
On the way to new mobility: Katja Diehl spricht alle 14 Tage mit Gästen über Mobilität statt Verkehr, Diversität, New Work, Inklusion, kindergerechte Stadt und das Mobilisieren auf dem Land.

Beschreibung

vor 6 Tagen
Werbung: Diese Episode wird unterstützt von myclimate. Solltest
auch du ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Veranstaltung haben,
die einem interessierten Publikum vorgestellt werden MUSS, melde
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deinen Support! Meinen Podcast schon abonniert? Wenn dir diese oder
auch eine andere Folge gefällt, lass´ gern eine Bewertung da
und/oder supporte mich per Ko-Fi oder PayPal. Weitere Möglichkeiten
des Supports findest du hier. Veronika Bohrn Mena ist Mitgründerin
der gemeinnützigen Stiftung Comun in Österreich. Sie kommt aus der
Gewerkschaftsarbeit, war Arbeitsmarktexpertin – und wurde
irgendwann, wie so viele, nicht mehr als Expertin bezeichnet,
sondern als Aktivistin. Was das bedeutet, wenn die FPÖ allein in
einem Jahr 14 parlamentarische Anfragen über dich und deine
Organisation stellt, dein Kindergartenkind zeitweise polizeilich
geschützt werden muss und du abends nicht mehr allein U-Bahn fährst
– das erzählt sie in diesem Gespräch mit einer Offenheit, die mich
beeindruckt und berührt hat. Christina Deckwirth arbeitet bei
LobbyControl im Berliner Büro und hat die Angriffswellen auf NGOs
und Zivilgesellschaft über Jahre hinweg dokumentiert. Ihr Dreiklang
aus Desinformation, Diffamierung und De-Funding beschreibt präzise,
wie diese Kampagnen funktionieren – und wie sie sich von Brüssel
über Deutschland ziehen, koordiniert, mit denselben Akteuren,
denselben Begriffen, demselben Ziel. Wir reden in dieser Folge
über: Wie rechte Netzwerke aus Medien wie Nius, Express oder der
Welt, Propaganda-Plattformen und politischen Akteuren
zusammenspielen Was es bedeutet, wenn Morddrohungen zur Normalität
werden – und warum Bagatellisieren von außen so verletzend ist
Warum Frauen überproportional im Fadenkreuz stehen Was es kostet,
sich juristisch zu wehren – und wer sich das leisten kann Was der
Unterschied zwischen Deutschland und Österreich ist, wenn es um
Demokratieförderung und rechtliche Klarheit geht Und woher wir
trotz allem Zuversicht schöpfen Was mich an diesem Gespräch
besonders bewegt hat: Es geht nicht nur um uns, die wir öffentlich
sind. Es geht um den Kindergartenverein, der sich nicht mehr traut,
beim Stadtfest ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Um
die kleine Initiative, die Angst hat, ihre Gemeinnützigkeit zu
verlieren. Um all die Menschen, die schweigen, weil sie einfach
nicht die Ressourcen haben, sich zu wehren. Demokratie braucht
Menschen, die sich einmischen. Und die brauchen Schutz, Solidarität
– und manchmal auch einfach ein paar Euro.

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