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Beschreibung
vor 2 Monaten
In der 30. Folge von „Die Geldfrage“ diskutiert Philippa
Sigl-Glöckner mit ihren Kollegen Janek Steitz und Dr. Maximilian
Paleschke über die Machtposition Europas. Während die USA unter
Trump 2.0 oft als übermächtig wahrgenommen werden, zeigt unsere
Analyse: Europa hat handfeste Hebel – von der Energieversorgung
bis hin zu kritischen Industriekomponenten.
Das Wichtigste:
Kein zweites Russland-Szenario: Die
Abhängigkeit von US-Flüssiggas (LNG) ist nicht mit der früheren
Abhängigkeit von russischem Pipeline-Gas vergleichbar. Der
globale Markt wird liquider und flexibler, was Europa
ermöglicht, im Notfall leichter auf Alternativen auszuweichen.
Industrielle Abhängigkeiten: Europa hält
technologische Schlüsselpositionen. Ein Beispiel sind
Gasturbinen von Siemens Energy, die für den Ausbau
amerikanischer KI-Rechenzentren unverzichtbar sind.
Exportbeschränkungen könnten dort massiven wirtschaftlichen
Schaden anrichten, der die Kosten für Europa bei weitem
übersteigt.
Die Macht der Märkte: US-Tech-Giganten hängen
stark von den Gewinnen ab, die sie in Europa machen. Da diese
Unternehmen einen massiven Anteil an den Rentensparplänen
(401k) der US-Bevölkerung ausmachen, würde eine restriktive
europäische Position direkt die Altersvorsorge amerikanischer
Wähler:innen treffen.
Strategische Vorbereitung: Um diese Trümpfe
gegen Trump auszuspielen, muss Europa das „Anti-Coercion
Instrument“ (ACI) schärfen. Die Mitgliedstaaten müssen jetzt
klären, wie sie entstehende Lasten teilen, damit nationales
Klein-Klein die europäische Handlungsfähigkeit im Ernstfall
nicht blockiert.
Zum Nachlesen:
Studie des Dezernat Zukunft: Europe’s Trump Cards
Geldbrief: Europas Trümpfe gegen Trump
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