#04 Agile Arbeitswelten und NEW WORK. Ein Interview mit Nils Tißen, Me & Company GmbH
vor 6 Jahren
In dieser Episode geht es um das Thema New Work und agile
Arbeitswelten. Im Business kommt man an diesen Begriffen nicht mehr
vorbei und die Digitalisierung bringt viele Herausforderungen mit
sich, die es zu lösen gilt.
Podcast
Podcaster
Fundierte und pragmatische Impulse für den Arbeitsalltag aus den Bereichen Management, Führung, Psychologie und Selbstreflexion. Erfahrungen und Quintessenzen meiner Arbeit als Berater, Coach und Trainer im Business.
Beschreibung
vor 6 Jahren
Ich spreche mit Nils Tißen über dieses Thema. Nils ist Inhaber von
der Me & Company GmbH in Düsseldorf. Er ist Experte für
Customer Experience, Design Thinking und Service Design und Dozent
für E-Business, E-Entrepreneurship und Humancentered Design.
Darüber hinaus begleitet er als Agile Coach diverse Unternehmen bei
der digitalen Transformation. Letzt sagte eine Führungskraft zu mir
„Martin, dieses ganze Geschwafel um New Work und Agilität ist für
mich Bullshit Bingo. Die Menschen wollen das gar nicht.“ Nils hat
Verständnis, denn Emotionalität und eine berechtigte Skepsis sind
völlig normal. Allein das Vokabular von Agilität ist anspruchsvoll
und neu. Veränderung ist allerdings unumgänglich. Schon Ben &
Jerrys haben in den 70ern agile Arbeitsmethoden eingeführt. Und
dadurch ist ein neues System entstanden. Agilität ist erwachsen
geworden und es mag sein, dass wir im Unternehmen schon viel
Agilität benutzen. Allerdings ist ein morgendliches Stand-Up
Meeting oder mit Post-Ists arbeiten nicht direkt Agilität.
„Agilität ist also ein Mindset?“ Es gibt drei Ebenen: Haltung,
Werte und Prinzipien. Allerdings auch Praktiken, Methoden,
Frameworks und Organisationssysteme. Viele Teams konzentrieren sich
auf das, was sichtbar ist. Scrum als Methode funktioniert vor
allem, wenn auf Augenhöhe gearbeitet wird, Silodenken verschwindet
und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Diese Werte sind
wichtiger, als die reine Methode anzuwenden. Den klassischen
Geschäftsführer hat Me & Company GmbH abgeschafft. Und da
stellt sich die Frage, welche Aufgabe eine Führungskraft im agilen
Team übernimmt? Die Führungskraft hat die Aufgabe die richtigen
Rahmenbedingungen herzustellen und verantwortet als Product Owner
das Produktergebnis. Die Rolle des Agile Coach beinhaltet aber noch
mehr. Sie fördert die Zusammenarbeit, definiert strategische
Leitplanken, befähigt das Team dazu, Konflikte selber zu lösen und
macht Erfolge sichtbar. Es geht darum Barrieren zu beseitigen, so
dass keine Ablenkung stattfindet. Denn Reports zu schreiben liefert
Wert für Unternehmen aber nicht für Kunden. Nils ist davon
überzeugt, dass Kontrolle und Micromanagement Agilität stören. Ich
habe schon mit einem Team gearbeitet, dass selbstorganisiert
aufgestellt ist und wo sich dann doch eine informelle Führungsrolle
herausgebildet hat. Also der Wunsch nach klassischer Führung größer
war. Ich frage Nils, wie er aus dem Bauch heraus mit dieser
Situation umgehen würde. Ziel ist maximale Transparenz, so dass
kein „Kompetenzgerangel“ mehr stattfindet. Die Umstellung auf
Agilität ist mehr als die Gestaltung neuer Räume. Wir können
festhalten, dass es ein Mindset benötigt, eine Grundflexibilität
und Raum zum Umsetzen. Die Top 5, auf die Unternehmen achten
müssen, um New Work einzuführen: Klare und gute Begründung: Das
Warum? Freiwilligkeit des Teams. Durchhaltevermögen. Freiheit.
Gesundes Miteinander. Du hast Ideen, Themen und Vorschläge zum Neue
Blickrichtung Podcast? Dann melde Dich gerne bei mir. Du kannst
mich über podcast@neue-blickrichtung.de kontaktieren oder Dich mit
mir auf LinkedIn verbinden. Ich freue mich, von Dir zu lesen. Wenn
Dir mein Podcast gefällt, dann teile ihn gerne mit anderen
Menschen. Abonniere gerne meinen Podcast bei Apple Podcast oder
Spotify. Und wenn Du eine positive Bewertung dalässt, freue ich
mich ebenfalls ;) Herzliche Grüße und gute Erkenntnisse. Martin
der Me & Company GmbH in Düsseldorf. Er ist Experte für
Customer Experience, Design Thinking und Service Design und Dozent
für E-Business, E-Entrepreneurship und Humancentered Design.
Darüber hinaus begleitet er als Agile Coach diverse Unternehmen bei
der digitalen Transformation. Letzt sagte eine Führungskraft zu mir
„Martin, dieses ganze Geschwafel um New Work und Agilität ist für
mich Bullshit Bingo. Die Menschen wollen das gar nicht.“ Nils hat
Verständnis, denn Emotionalität und eine berechtigte Skepsis sind
völlig normal. Allein das Vokabular von Agilität ist anspruchsvoll
und neu. Veränderung ist allerdings unumgänglich. Schon Ben &
Jerrys haben in den 70ern agile Arbeitsmethoden eingeführt. Und
dadurch ist ein neues System entstanden. Agilität ist erwachsen
geworden und es mag sein, dass wir im Unternehmen schon viel
Agilität benutzen. Allerdings ist ein morgendliches Stand-Up
Meeting oder mit Post-Ists arbeiten nicht direkt Agilität.
„Agilität ist also ein Mindset?“ Es gibt drei Ebenen: Haltung,
Werte und Prinzipien. Allerdings auch Praktiken, Methoden,
Frameworks und Organisationssysteme. Viele Teams konzentrieren sich
auf das, was sichtbar ist. Scrum als Methode funktioniert vor
allem, wenn auf Augenhöhe gearbeitet wird, Silodenken verschwindet
und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Diese Werte sind
wichtiger, als die reine Methode anzuwenden. Den klassischen
Geschäftsführer hat Me & Company GmbH abgeschafft. Und da
stellt sich die Frage, welche Aufgabe eine Führungskraft im agilen
Team übernimmt? Die Führungskraft hat die Aufgabe die richtigen
Rahmenbedingungen herzustellen und verantwortet als Product Owner
das Produktergebnis. Die Rolle des Agile Coach beinhaltet aber noch
mehr. Sie fördert die Zusammenarbeit, definiert strategische
Leitplanken, befähigt das Team dazu, Konflikte selber zu lösen und
macht Erfolge sichtbar. Es geht darum Barrieren zu beseitigen, so
dass keine Ablenkung stattfindet. Denn Reports zu schreiben liefert
Wert für Unternehmen aber nicht für Kunden. Nils ist davon
überzeugt, dass Kontrolle und Micromanagement Agilität stören. Ich
habe schon mit einem Team gearbeitet, dass selbstorganisiert
aufgestellt ist und wo sich dann doch eine informelle Führungsrolle
herausgebildet hat. Also der Wunsch nach klassischer Führung größer
war. Ich frage Nils, wie er aus dem Bauch heraus mit dieser
Situation umgehen würde. Ziel ist maximale Transparenz, so dass
kein „Kompetenzgerangel“ mehr stattfindet. Die Umstellung auf
Agilität ist mehr als die Gestaltung neuer Räume. Wir können
festhalten, dass es ein Mindset benötigt, eine Grundflexibilität
und Raum zum Umsetzen. Die Top 5, auf die Unternehmen achten
müssen, um New Work einzuführen: Klare und gute Begründung: Das
Warum? Freiwilligkeit des Teams. Durchhaltevermögen. Freiheit.
Gesundes Miteinander. Du hast Ideen, Themen und Vorschläge zum Neue
Blickrichtung Podcast? Dann melde Dich gerne bei mir. Du kannst
mich über podcast@neue-blickrichtung.de kontaktieren oder Dich mit
mir auf LinkedIn verbinden. Ich freue mich, von Dir zu lesen. Wenn
Dir mein Podcast gefällt, dann teile ihn gerne mit anderen
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Spotify. Und wenn Du eine positive Bewertung dalässt, freue ich
mich ebenfalls ;) Herzliche Grüße und gute Erkenntnisse. Martin
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