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Beschreibung
vor 1 Woche
Die Karnevalsmuffel haben die Hochburgen an Rhein und Main längst
verlassen oder vergraben sich hinter der Olympiaberichterstattung.
Alle anderen, mich inbegriffen, werden langsam aber sicher hibbelig
und vorfreudig aufgeregt und können es kaum erwarten, dass es
endlich losgeht – der vielgeliebte Rosenmontagszug. Für mich
diesmal nur am Fernseher, aber für viele live und in Farbe in Köln,
Mainz, Bonn oder auch in den vielen kleinen Städtchen und Dörfern.
Aber, aber es ist doch immer noch Krieg in der Ukraine, da kann man
doch nicht feiern? Und außerdem gibt es doch immer noch die Angst
vor Anschlägen. Ja, der Krieg dauert immer noch an und ein Ende ist
nicht abzusehen und Drohungen, die Feierfreude mit Anschlägen
niederzumachen, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wir
feiern, weil nach all dem Schrecklichen der letzten Jahre die
Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach miteinander Singen und Tanzen,
sich verkleiden und vergnügt sein, so groß ist. So ist das Leben:
Krieg und Frieden, Freude und Leid, Angst und Jubel, Trauer und
Erlösung liegen so dicht beieinander, dass es, gerade in unserer
Zeit fast mit den Händen greifbar wird. Singen gegen die Angst,
zusammenschunkeln gegen die Einsamkeit, Jubeln und Lachen gegen
Hass und Hetze und das viele Böse. Die einen mögen es Schicksal
nennen, gegen das man ohnehin nichts machen kann. Aber andere, ich
auch, lebe eher aus einer Hoffnung und einer Gewissheit. Die
Gewissheit, dass die Menschen schon oft unlösbar scheinende
Katastrophen und Kriege überstehen und wieder neu anfangen konnten
und die Hoffnung, dass da ein guter Gott ist, dem wir nicht
gleichgültig sind, sondern der uns liebt und unsere Wege mitgeht –
in Kreuz und Leid, in Lust und Fröhlichkeit und in allen graubunten
Farben dazwischen. In einem Kindergarten malen Kinder viele
schöne Karnevalsbilder. Die Erzieherin schaut zu und merkt, dass
ein Mädchen sehr vergnügt kunterbunt malt. Was malst Du? wird sie
gefragt. „Ich male Gott“, ist die klare Antwort. Aber es weiß doch
niemand, wie Gott aussieht, gibt die Frau zu bedenken. „In einer
Minute schon“ sagt das Kind. Ist das nicht herrlich? Ein Wort von
Johann Wolfgang von Goethe, dem großen Dichterfürsten, passt
wunderbar dazu. Er sagte einmal: „Wenn ich an Gott dachte, war ich
heiter und vergnügt.“ Denken wir also heute, beim Feiern und
Schunkeln zwischendurch immer mal an Gott und seien wir heiter und
vergnügt.
verlassen oder vergraben sich hinter der Olympiaberichterstattung.
Alle anderen, mich inbegriffen, werden langsam aber sicher hibbelig
und vorfreudig aufgeregt und können es kaum erwarten, dass es
endlich losgeht – der vielgeliebte Rosenmontagszug. Für mich
diesmal nur am Fernseher, aber für viele live und in Farbe in Köln,
Mainz, Bonn oder auch in den vielen kleinen Städtchen und Dörfern.
Aber, aber es ist doch immer noch Krieg in der Ukraine, da kann man
doch nicht feiern? Und außerdem gibt es doch immer noch die Angst
vor Anschlägen. Ja, der Krieg dauert immer noch an und ein Ende ist
nicht abzusehen und Drohungen, die Feierfreude mit Anschlägen
niederzumachen, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wir
feiern, weil nach all dem Schrecklichen der letzten Jahre die
Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach miteinander Singen und Tanzen,
sich verkleiden und vergnügt sein, so groß ist. So ist das Leben:
Krieg und Frieden, Freude und Leid, Angst und Jubel, Trauer und
Erlösung liegen so dicht beieinander, dass es, gerade in unserer
Zeit fast mit den Händen greifbar wird. Singen gegen die Angst,
zusammenschunkeln gegen die Einsamkeit, Jubeln und Lachen gegen
Hass und Hetze und das viele Böse. Die einen mögen es Schicksal
nennen, gegen das man ohnehin nichts machen kann. Aber andere, ich
auch, lebe eher aus einer Hoffnung und einer Gewissheit. Die
Gewissheit, dass die Menschen schon oft unlösbar scheinende
Katastrophen und Kriege überstehen und wieder neu anfangen konnten
und die Hoffnung, dass da ein guter Gott ist, dem wir nicht
gleichgültig sind, sondern der uns liebt und unsere Wege mitgeht –
in Kreuz und Leid, in Lust und Fröhlichkeit und in allen graubunten
Farben dazwischen. In einem Kindergarten malen Kinder viele
schöne Karnevalsbilder. Die Erzieherin schaut zu und merkt, dass
ein Mädchen sehr vergnügt kunterbunt malt. Was malst Du? wird sie
gefragt. „Ich male Gott“, ist die klare Antwort. Aber es weiß doch
niemand, wie Gott aussieht, gibt die Frau zu bedenken. „In einer
Minute schon“ sagt das Kind. Ist das nicht herrlich? Ein Wort von
Johann Wolfgang von Goethe, dem großen Dichterfürsten, passt
wunderbar dazu. Er sagte einmal: „Wenn ich an Gott dachte, war ich
heiter und vergnügt.“ Denken wir also heute, beim Feiern und
Schunkeln zwischendurch immer mal an Gott und seien wir heiter und
vergnügt.
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