Aktuelle Evidenz zu Therapiewechseln bei Morbus Still
Wechsel zwischen Medikamenten kann sinnvolle Strategie bei Morbus
Still darstellen
6 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Die Still-Krankheit oder Morbus Still umfasst sowohl die Erkrankung
des Erwachsenenalters als auch die systemische juvenile
idiopathische Arthritis mit Beginn in der Kindheit. Beide Formen
gelten als unterschiedliche Ausprägungen derselben
autoinflammatorischen Erkrankung. Betroffene zeigen typische
Symptome wie Fieber, Hautausschläge, Arthralgien, erhöhte
Entzündungswerte und ausgeprägte Müdigkeit. Die Erkrankung
beeinträchtigt die Lebensqualität massiv und kann zu gefährlichen
Komplikationen führen. Unterschiedliche Zytokinprofile wie etwa
Interleukin-1, Interleukin -6 oder Tumornekrosefaktoren prägen den
Verlauf. Besonders kritisch ist die frühe systemische Phase, in der
ein Zeitfenster für eine wirksame Therapie besteht. Eine verzögerte
Behandlung kann zu chronischen Schäden, unnötiger
Glukokortikoidbelastung und langfristigen Einschränkungen führen.
In der Vergangenheit kamen für die Therapie nichtsteroidale
Antirheumatika, Glukokortikoide und konventionelle
krankheitsmodifizierende Antirheumatika, die sogenannten bDMARDs,
zum Einsatz. Mit der Einführung von Interleukin-1- und
-6-Inhibitoren hat sich das Therapiekonzept deutlich verändert.
Leitlinien empfehlen zunehmend einen frühen Einsatz dieser
Biologika. Doch Patienten sprechen unterschiedlich an, nicht alle
erreichen eine Remission. Forscher aus Italien, Deutschland und der
Schweiz führten eine PubMed-Literaturrecherche durch, um verfügbare
Erkenntnisse zum Wechsel zwischen bDMARDs bei der Behandlung von
Morbus Still zu finden. Sie kamen zu dem Resultat, dass ein Wechsel
zwischen verschiedenen bDMARDs eine sinnvolle Strategie sein kann,
die mit klinischen Vorteilen für die Patienten verbunden ist. Link
zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40738082/
Dagna L et al. Current evidence on switching between biologic
therapies for Still's disease: A systematic literature review.
Semin Arthritis Rheum 2025; 74:152789 Zu Risiken und Nebenwirkungen
lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren
Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von
künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller
Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten
[elevenlabs.io].
des Erwachsenenalters als auch die systemische juvenile
idiopathische Arthritis mit Beginn in der Kindheit. Beide Formen
gelten als unterschiedliche Ausprägungen derselben
autoinflammatorischen Erkrankung. Betroffene zeigen typische
Symptome wie Fieber, Hautausschläge, Arthralgien, erhöhte
Entzündungswerte und ausgeprägte Müdigkeit. Die Erkrankung
beeinträchtigt die Lebensqualität massiv und kann zu gefährlichen
Komplikationen führen. Unterschiedliche Zytokinprofile wie etwa
Interleukin-1, Interleukin -6 oder Tumornekrosefaktoren prägen den
Verlauf. Besonders kritisch ist die frühe systemische Phase, in der
ein Zeitfenster für eine wirksame Therapie besteht. Eine verzögerte
Behandlung kann zu chronischen Schäden, unnötiger
Glukokortikoidbelastung und langfristigen Einschränkungen führen.
In der Vergangenheit kamen für die Therapie nichtsteroidale
Antirheumatika, Glukokortikoide und konventionelle
krankheitsmodifizierende Antirheumatika, die sogenannten bDMARDs,
zum Einsatz. Mit der Einführung von Interleukin-1- und
-6-Inhibitoren hat sich das Therapiekonzept deutlich verändert.
Leitlinien empfehlen zunehmend einen frühen Einsatz dieser
Biologika. Doch Patienten sprechen unterschiedlich an, nicht alle
erreichen eine Remission. Forscher aus Italien, Deutschland und der
Schweiz führten eine PubMed-Literaturrecherche durch, um verfügbare
Erkenntnisse zum Wechsel zwischen bDMARDs bei der Behandlung von
Morbus Still zu finden. Sie kamen zu dem Resultat, dass ein Wechsel
zwischen verschiedenen bDMARDs eine sinnvolle Strategie sein kann,
die mit klinischen Vorteilen für die Patienten verbunden ist. Link
zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40738082/
Dagna L et al. Current evidence on switching between biologic
therapies for Still's disease: A systematic literature review.
Semin Arthritis Rheum 2025; 74:152789 Zu Risiken und Nebenwirkungen
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