Study Snacks - Rheumatologie

Study Snacks - Rheumatologie

Aktuelle Studien, kurz zusammengefasst.

Episoden

Depressionen & Angstzustände verschlechtern die Aussicht auf RA- und PsA-Remission
04.01.2026
6 Minuten
Bei rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasis-Arthritis (PsA) ist das Erreichen der Remission das zentrale Therapieziel. Doch längst nicht alle Patientinnen und Patienten erreichen es. Neben späten Diagnosen spielen psychische Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angstzustände eine große Rolle. Diese sind bei RA- und PsA-Patienten weit häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. So leidet etwa ein Fünftel der RA- und knapp ein Drittel der PsA-Betroffenen unter depressiven Symptomen. Studien deuten auf einen bidirektionalen Zusammenhang hin: Depressionen und Ängste können Krankheitsaktivität verstärken, die wiederum psychische Symptome verschlechtert. Die Mechanismen lassen sich auf reduzierte Aktivität, verändertes Schmerzempfinden und eine niedrigere Therapietreue zurückführen. Bisher mangelte es an Studien, die den Einfluss von Depression und Angst auf eine Remission bei RA und PsA untersuchen. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen psychischen Symptomen zu beliebigen Zeitpunkten und der Remission über zwei Jahre hinweg zu analysieren. Das Resultat der Studie zeigt, dass Depressonen und Angstzustände mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einhergehen, eine RA- oder PsA-Remission zu erreichen. Patienten mit Depression oder Angststörung haben mehr schmerzempfindliche Gelenke, einen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand und leicht erhöhte Entzündungsmarker. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39504461/ Snoeck Henkemans SVJ et al. Association between depression and anxiety and inability to achieve remission in rheumatoid arthritis and psoriatic arthritis. Rheumatology 2025; 64:2411-2421 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
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Ultraschalluntersuchung erfüllt prognostische Funktion bei Riesenzellarteriitis
21.12.2025
5 Minuten
Die Riesenzellarteriitis ist die häufigste systemische Vaskulitis bei Menschen mit einem Alter über 50 Jahren. Unbehandelt kann sie zu schweren Komplikationen wie Erblindung oder Aortenaneurysmen führen. Die Therapie beginnt meist mit hochdosierten Glukokortikoiden. Zusätzlich kommen krankheitsmodifizierende Antirheumatika, kurz DMARDs, zum Einsatz, vor allem bei Rückfällen oder unzureichender Wirkung. Trotzdem erleidet etwa die Hälfte der Betroffenen einen Rückfall.Ein zentrales Problem ist, dass es keine verlässlichen Biomarker gibt, mit denen sich das Rückfallrisiko individuell vorhersagen lässt. Die üblichen Entzündungsmarker verlieren an Aussagekraft, besonders, wenn die Patienten zur medikamentösen Therapie Interleukin-6-Hemmer bekommen. Der diagnostische Ultraschall der Temporalarterien ist mittlerweile etabliert. Neue quantitative Messungen, wie die Intima-Media-Dicke und Halo-Zeichen, liefern zusätzliche Informationen.Ein Forschungsteam entwickelte nun den OGUS-Score. Dieser fasst Messungen der Intima-Media-Dicke aus 8 Gefäßen in einem einzigen Wert zusammen. In der vorliegenden Studie wollten die Forschenden klären, ob der OGUS-Score bei der Diagnose und in der Frühphase hilft, Rückfälle vorherzusagen. Erste Daten zeigen, dass ein hoher OGUS-Wert zum Zeitpunkt der Diagnose mit einem erhöhten Rückfallrisiko verbunden ist. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39919971/ Monti S et al. The giant cell arteritis (GCA) ultrasound score (OGUS) at diagnosis and after initial treatment predicts future relapses in GCA patients: results of a multicentre prospective study. Ann Rheum Dis 2025; 84:823-832 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
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Neue RA-Therapien: warum „neu“ nicht unbedingt mehr Risiko bedeutet
07.12.2025
6 Minuten
Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) haben ein höheres Risiko für Begleiterkrankungen wie schwerwiegende kardiovaskuläre Vorfälle, Thrombosen, schwere Infektionen oder Krebs. Moderne Therapien wie biologische bzw. gezielte synthetische krankheitsmodifizierende Antirheumatika, kurz b/tsDMARDs, sollen helfen, die RA zu kontrollieren. Doch einige dieser Wirkstoffe, besonders die JAK-Inhibitoren, stehen unter Beobachtung. In Studien zeigten sie vereinzelt höhere Risiken für venöse Thromboembolien oder Krebserkrankungen, was zu Warnhinweisen durch die EMA und FDA führte.Beobachtungsstudien aus der Praxis liefern jedoch gemischte Ergebnisse. Eine große Schwierigkeit besteht darin, dass neue Medikamente oft zuerst schwer kranken RA-Patienten verschrieben werden. Diese sind ohnehin gesundheitlich stärker belastet. Dadurch könnten neue Medikamente fälschlich als risikoreicher erscheinen, als sie tatsächlich sind.Das Forschungsteam vom Karolinska-Institut und der Karolinska-Universitätsklinik wollte deshalb klären, ob die beobachteten Sicherheitsrisiken bei neu eingeführten b/tsDMARDs tatsächlich auf das Medikament zurückzuführen sind. Die Forscher untersuchten deshalb, ob das Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse bei neuen Wirkstoffen höher ist als bei bereits lang etablierten.Sie kamen zu dem Resultat, dass neue Medikamente zu Beginn tatsächlich risikoreicher erscheinen. Dies lag jedoch mit an der gezielten Auswahl schwerer erkrankter RA-Patienten. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39966039/ Molander V et al. Do newly approved drugs have a worse observed safety profile than once established? A study on time trends in risks of key safety outcomes with immunomodulatory drugs against rheumatoid arthritis. Ann Rheum Dis 2025; 84:716-725 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
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Biologika als neuer Standard bei der Morbus Still-Therapie
23.11.2025
5 Minuten
Die adulte Form von Morbus Still kommt selten vor und ist schwer zu behandeln. Sie äußert sich unter anderem mit Fieber, Hautausschlag, Arthritis und kann in lebensbedrohliche Komplikationen wie das Makrophagenaktivierungssyndrom münden. Traditionell setzt man Glukokortikoide als Erstlinientherapie ein, die oft mit konventionellen krankehitsmodifizierenden Antirheumatika, kurz DMARDs, wie Methotrexat kombiniert werden. Diese wirken langsam und bringen erhebliche Nebenwirkungen mit sich. In den letzten Jahren kamen vermehrt Biologika wie Anakinra, Canakinumab und Tocilizumab zum Einsatz. Einige davon sind mittlerweile auch zugelassen. Internationale Leitlinien, die von Fachgesellschaften entworfen werden, empfehlen Biologika inzwischen als Erstlinientherapie. Doch die Belege dafür stammen fast ausschließlich aus Studien mit Kindern. Für Erwachsene fehlen bislang robuste Daten. Eine klare wissenschaftliche Antwort auf die Frage, ob Biologika auch bei Erwachsenen Vorteile bringen, gab es bisher nicht. Forscher aus Deutschland wollten nun genau das klären. Sie verglichen retrospektiv die Erstlinientherapie mit Biologika versus konventionellen DMARDs. Das Ziel war, herauszufinden, ob eine Biologika-Therapie zu mehr Remission und weniger Komplikationen führt. Die Resultate der Studie deuten auf einen klaren Vorteil zugunsten der Biologika hin. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40164168/ Kernder A et al. First-line biological versus conventional synthetic disease-modifying antirheumatic drug therapy in adult-onset Still's disease: a multicentre, retrospective, propensity weighted cohort study. Lancet Rheumatol 2025; 7:e415-e423 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
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Rheumatoide Arthritis erhöht das Risiko für Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion
03.11.2025
7 Minuten
Herzinsuffizienz ist bei Patientinnen mit rheumatoider Arthritis, kurz RA, ein ernstzunehmendes Risiko. Es ist bekannt, dass im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung RA-Patienten häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln. Bislang lag der Fokus der Forschung jedoch vor allem auf ischämischen Herzerkrankungen. Die Herzinsuffizienz, insbesondere die Form mit erhaltener Ejektionsfraktion, wurde bisher kaum differenziert untersucht. Dabei zeigt sich in Studien zunehmend: die Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion ist mehr als eine typische Alterskrankheit. Entzündungen scheinen bei der Entstehung eine zentrale Rolle zu spielen. RA gilt als chronische systemische Entzündungserkrankung. Daher liegt der Verdacht nahe, dass diese Entzündung auch zur Entstehung einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion beiträgt. Ziel dieser Studie von Kawano et al. war es deshalb, das Risiko für Herzinsuffizienz und insbesondere für die Form mit erhaltener Ejektionsfraktion bei RA-Betroffenen im Vergleich zu Menschen ohne RA zu untersuchen. Die Forscher kamen zu dem Resultat, dass RA unabhängig von klassischen Herz-Kreislauf-Risikofaktoren mit einem erhöhten Risiko für eine Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion einhergeht. Das unterstreicht die Bedeutung von Entzündungsprozessen für die Entwicklung dieser Herzinsuffizienzform. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39651569/ Kawano Y et al. Risk of Incident Heart Failure and Heart Failure Subtypes in Patients With Rheumatoid Arthritis. Arthritis Care Res (Hoboken) 2025; 77:631-639 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
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Über diesen Podcast

Im Praxis- oder Klinikalltag ist es aus Zeitgründen nicht immer einfach, eine Übersicht über neueste Studien zu behalten und diese auch noch zu lesen. „Study Snacks“ von Thieme möchte Ärzt*innen dabei unterstützen. Egal, ob in der Kaffeepause, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen: „Study Snacks“ fasst aktuelle Studien auf das Wesentlichste und in wenigen Minuten zusammen. Die ausführlichen Studien sind in den Shownotes nur einen Klick entfernt. "Study Snacks" ist eine Produktion von Thieme. *Wichtige Hinweise: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Der Podcast kann das persönliche Arztgespräch, die Diagnose und Behandlung NICHT ersetzen! Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Behandlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit in diesem Podcast eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Zuhörer zwar darauf vertrauen, dass die Hosts große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Podcast entspricht. Für Angaben über Dosierungs- und Behandlungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag jedoch keine Gewähr übernommen werden. Jede*r Benutzende ist angehalten, durch sorgfältige Prüfung der Beipackzettel und Bedienungsanleitungen der verwendeten Präparate, Methoden oder Geräte und gegebenenfalls nach Konsultation eines Spezialisten oder einer Spezialistin, im Arztgespräch deren korrekte Applikation festzustellen und festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Behandlungsformen, Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem Podcast abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders wichtig bei selten verwendeten Behandlungsformen, Präparaten oder solchen, die neu auf den Markt gebracht wurden. Jede Anwendung, Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzenden. Podcast Hosts und Verlag appellieren an alle Benutzenden, ihnen etwa auffallende Ungenauigkeiten dem Host oder dem Verlag mitzuteilen. Without Thieme Group's prior express written permission, the following use is strictly reserved: You shall not 1) use the content for commercial text and data mining as under § 44b German Copyright Act, i.e. use robots, spiders, scripts, service, software or any manual or automatic device, tool, or process designed to data mine or scrape the content, data or information from the service, product or content, or otherwise use, access, or collect the content, data or information using automated means; 2) use the content or any part thereof for the development of any software program, algorithm or other automated system, including, but not limited to, training a machine learning or artificial intelligence - AI - system, including generative AI. Die Thieme Gruppe behält sich eine Nutzung ihrer Inhalte für kommerzielles Text- und Data-Mining im Sinne von § 44b UrhG, ausdrücklich vor, ausgeschlossen ist der Einsatz, z.B. von Robots, Spiders, Scripts, Services, Software oder anderen manuellen oder automatischen Geräten, Werkzeugen oder Prozessen, die dafür bestimmt sind, Data-Mining zu ermöglichen oder Inhalte, Daten oder Informationen aus dem Service, Produkt oder Inhalt zu Scrapen oder in anderer Weise zu nutzen, darauf zuzugreifen oder Inhalte, Daten oder Informationen zu mittels automatisierter Mittel zu sammeln; die Inhalte dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung und oder Vergleichbarem von KI-Systemen, Software Programmen, Algorithmen oder anderen automatisierten Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen verwendet werden. Impressum: Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50 70469 Stuttgart Postfach 30 11 20 70451 Stuttgart Telefon: +49 711 8931-0 Kontakt: audio@thieme.de Umsatzsteuer-ID: DE 147 638 607

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