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6 Minuten
Osteoarthritis gehört zu den häufigsten Ursachen für körperliche Einschränkungen im Erwachsenenalter. Etwa jede fünfte Person über 40 Jahre ist betroffen. Am häufigsten erkrankt das Kniegelenk. Dabei zeigt sich die Arthrose besonders oft im medialen Kompartiment. Ein zentraler Grund ist die mechanische Belastung beim Gehen, da rund 70 Prozent der Gelenkkräfte auf die mediale Seite wirken. Ein etablierter biomechanischer Marker ist das Knieadduktionsmoment. Es gilt als Surrogat für die Lastverteilung im Knie. Ein hohes Adduktionsmoment steht in engem Zusammenhang mit dem Fortschreiten der medialen Kniearthrose. Deshalb zielen viele konservative Therapien darauf ab, dieses Moment zu reduzieren. Eine einfache Möglichkeit ist die Veränderung des Fußprogressionswinkels, also Zehen nach innen oder außen zu drehen. Diese Gangmodifikation ist kostengünstig und für Patienten gut akzeptabel. Frühere Studien zeigten eine Schmerzlinderung, allerdings fehlten oft Kontrollgruppen und nicht alle Patienten profitieren gleichermaßen. Forscher aus den Vereinigten Staaten untersuchten die klinische, biomechanische und strukturelle Wirksamkeit eines veränderten Fußprogressionswinkels bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Kniearthrose. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Veränderungen im Winkel über einen Zeitraum von einem Jahr die Arthroseschmerzen lindern, die Gelenkbelastung reduzieren und die Knorpeldegeneration verlangsamen. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40816302/ Uhlrich SD et al. Personalised gait retraining for medial compartment knee osteoarthritis: a randomised controlled trial. Lancet Rheumatol 2025; 7:e708-e718 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
6 Minuten
Die eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis, kurz EGPA, ist eine seltene, aber schwere Systemerkrankung. Sie betrifft vor allem kleine Gefäße. Typisch sind Asthma, eine ausgeprägte Eosinophilie und eine Vaskulitis mit Organbeteiligung. EGPA gehört zu den ANCA-assoziierten Vaskulitiden. Therapeutisch bilden Glukokortikoide seit Jahrzehnten die Basis. Bei Patienten mit ungünstigen Prognosefaktoren senkt die zusätzliche Gabe von Cyclophosphamid nachweislich das Rückfallrisiko. Diese Prognosefaktoren erfassen Ärzte mit dem Five Factor Score von 1996. Ein Score von null bedeutet, dass keine schlechten Prognosefaktoren vorliegen. Für genau die Patientengruppe ohne ungünstige Prognosefaktoren fehlen bisher belastbare Daten. Trotzdem empfehlen europäische Leitlinien Cyclophosphamid auch dann, wenn schwere Organmanifestationen vorliegen, unabhängig vom Five Factor Score. Die Evidenz dafür bleibt begrenzt. Internationale Forscher verglichen die Wirksamkeit von Glukokortikoid- und Cyclophosphamid-Kombinationstherapien bei der Behandlung von EGPA bei Patienten ohne ungünstige Prognosefaktoren. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Zugabe von Cyclophosphamid zu Glukokortikoiden das Rückfallrisiko bei EGPA-Patienten ohne ungünstige Prognosefaktoren nicht senkt. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40411755/ Sorin B et al. Glucocorticoids vs glucocorticoids plus cyclophosphamide in eosinophilic granulomatosis with polyangiitis without poor-prognosis factors: a target trial emulation study. Rheumatology 2025; 64:5238-5244 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
7 Minuten
Die interstitielle Lungenerkrankung, kurz ILD, gehört zu den schwersten Komplikationen der systemischen Sklerose. Mehr als die Hälfte aller Betroffenen entwickelt im Krankheitsverlauf eine ILD, die für bis zu einem Drittel der Todesfälle verantwortlich ist. Viele Patienten zeigen innerhalb eines Jahres ein Fortschreiten der Erkrankung. Die Fibrose nimmt zu und die Lungenfunktion verschlechtert sich. Besonders kritisch ist der Verlust der Vitalkapazität in den ersten Jahren nach der Diagnose. Ärzte müssen daher früh und engmaschig untersuchen, um ein Fortschreiten der Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Klassische Basisparameter wie eine niedrige forcierte Lungenkapazität, eine niedrige Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid oder das Ausmaß der fibrotischen Veränderungen liefern wichtige Hinweise. Dennoch reicht eine Momentaufnahme oft nicht aus, um das tatsächliche Risiko einzuschätzen. Frühere Studien zeigten, dass kurzfristige Verschlechterungen in der forcierten Lungenkapazität und der Kohlenmonoxid-Diffusionskapazität die Mortalität besser vorhersagen können als Ausgangswerte. Auch kombinierte Indizes scheinen prognostisch überlegen. Internationale Forscher untersuchten daher, welche Veränderungen innerhalb von 12 Monaten die Mortalität am verlässlichsten vorhersagen. Sie kamen zu dem Resultat, dass diese Faktoren tatsächlich eine gute Aussagekraft für die Mortalität aufweisen, insbesondere dann, wenn sie innerhalb eines Zeitrahmens von 12 Monaten berücksichtigt werden. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40457805/ Sobanski V et al. Lung function and skin fibrosis changes as predictors of survival in SSc-associated interstitial lung disease: a EUSTAR study. Rheumatology 2025; 64:5344-5353 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
6 Minuten
Patienten mit rheumatoider Arthritis, kurz RA, erreichen heute häufiger eine stabile Remission. Dazu tragen frühzeitige Diagnosen und wirksame Therapiestrategien bei. Wenn konventionelle synthetische krankheitsmodifizierende Antirheumatika, abgekürzt csDMARDs, allein nicht ausreichen, kommt meist ein Tumornekrosefaktor-Inhibitoren hinzu. Spätestens, wenn eine längerfristige Remission erreicht ist, wünschen viele Patienten eine Reduktion ihrer Medikamente. Gründe sind mögliche Nebenwirkungen, die Belastung durch regelmäßige Injektionen und hohe Therapiekosten. Gleichzeitig haben sowohl Patienten als auch Ärzte Sorge vor einem erneuten RA-Schub. Internationale Leitlinien raten zur vorsichtigen Dosisreduktion, und dies nur bei stabiler Remission über mindestens 6 Monate. Dennoch zeigen mehrere Studien, dass das Risiko eines Schubs nach Reduktion oder Absetzen von Tumornekrosefaktor-Inhibitoren steigt. Forscher aus Norwegen stellten sich vor diesem Hintergrund nun die zentrale Frage, was langfristig passiert, wenn Patienten in anhaltender Remission ihren Tumornekrosefaktor-Inhibitor ausschleichen oder absetzen. Sie untersuchten über einen Zeitraum von 3 Jahren hinweg, ob eine Reduktion der Inhibitoren gegenüber einer stabilen Weiterbehandlung gleichwertig bleiben kann. Die Resultate zeigen jedoch deutlich, dass das Risiko für RA-Schübe steigt, wenn die Medikation reduziert oder abgesetzt wird. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40289847/ Kjørholt KE et al. Three-Year Results of Tapering Tumor Necrosis Factor Inhibitor to Withdrawal Compared to Stable Tumor Necrosis Factor Inhibitor Among Patients With Rheumatoid Arthritis in Sustained Remission: A Multicenter Randomized Trial. Arthritis Rheumatol 2025; 77:1327-1336 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
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Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Leitlinien empfehlen zahlreiche nicht-chirurgische Interventionen. Diese Empfehlungen beruhen jedoch überwiegend auf Studien mit kurzer bis mittlerer Beobachtungsdauer. Viele Daten reichen nur wenige Monate nach Therapieende. Rückenschmerzen verlaufen jedoch oft über Jahre und zeigen fluktuierende Muster. Eine Behandlung, die kurzfristig hilft, wirkt nicht zwingend langfristig. Gleichzeitig sind die gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen erheblich. Menschen mit chronischen Rückenschmerzen verursachen etwa doppelt so hohe Gesundheitskosten wie Personen ohne Beschwerden. Eine Kohortenstudie zeigt, dass zwei Drittel der Betroffenen ein Jahr nach Beginn der Schmerzen weiterhin unter Einschränkungen leidet. Viele empfohlene Interventionen wie etwa Bewegung, passive Maßnahmen oder Medikamente wirken zu Beginn. Unklar bleibt jedoch, ob und wie lange diese Effekte nach Therapieende bestehen bleiben. Besonders relevant in diesem Kontext sind Interventionen wie kognitive Verhaltenstherapie oder Schmerzaufklärung, die Überzeugungen, Verhalten und Selbstmanagement stärken. Diese haben das Potenzial für eine längerfristige Wirksamkeit.Forscher gingen nun der Frage nach, welche nicht-chirurgischen Interventionen nachweisbare, langfristige Vorteile bieten. Hierfür bewerteten sie die langfristige Wirksamkeit verschiedener nicht-chirurgischer Behandlungsformen. Sie kamen zu dem Resultat, dass die kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeit, Bewegung und multidisziplinäre Versorgung langfristige Vorteile bringen könnten. Die Effekte sind jedoch meist gering und die Evidenzstärke ungewiss. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40449512/ Jenkins HJ et al. Long-term effectiveness of non-surgical interventions for chronic low back pain: a systematic review and meta-analysis. Lancet Rheumatol 2025; 7:e607-e617 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
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Über diesen Podcast

Im Praxis- oder Klinikalltag ist es aus Zeitgründen nicht immer einfach, eine Übersicht über neueste Studien zu behalten und diese auch noch zu lesen. „Study Snacks“ von Thieme möchte Ärzt*innen dabei unterstützen. Egal, ob in der Kaffeepause, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen: „Study Snacks“ fasst aktuelle Studien auf das Wesentlichste und in wenigen Minuten zusammen. Die ausführlichen Studien sind in den Shownotes nur einen Klick entfernt. "Study Snacks" ist eine Produktion von Thieme. *Wichtige Hinweise: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Der Podcast kann das persönliche Arztgespräch, die Diagnose und Behandlung NICHT ersetzen! Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Behandlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit in diesem Podcast eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Zuhörer zwar darauf vertrauen, dass die Hosts große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Podcast entspricht. Für Angaben über Dosierungs- und Behandlungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag jedoch keine Gewähr übernommen werden. Jede*r Benutzende ist angehalten, durch sorgfältige Prüfung der Beipackzettel und Bedienungsanleitungen der verwendeten Präparate, Methoden oder Geräte und gegebenenfalls nach Konsultation eines Spezialisten oder einer Spezialistin, im Arztgespräch deren korrekte Applikation festzustellen und festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Behandlungsformen, Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem Podcast abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders wichtig bei selten verwendeten Behandlungsformen, Präparaten oder solchen, die neu auf den Markt gebracht wurden. Jede Anwendung, Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzenden. Podcast Hosts und Verlag appellieren an alle Benutzenden, ihnen etwa auffallende Ungenauigkeiten dem Host oder dem Verlag mitzuteilen. Without Thieme Group's prior express written permission, the following use is strictly reserved: You shall not 1) use the content for commercial text and data mining as under § 44b German Copyright Act, i.e. use robots, spiders, scripts, service, software or any manual or automatic device, tool, or process designed to data mine or scrape the content, data or information from the service, product or content, or otherwise use, access, or collect the content, data or information using automated means; 2) use the content or any part thereof for the development of any software program, algorithm or other automated system, including, but not limited to, training a machine learning or artificial intelligence - AI - system, including generative AI. Die Thieme Gruppe behält sich eine Nutzung ihrer Inhalte für kommerzielles Text- und Data-Mining im Sinne von § 44b UrhG, ausdrücklich vor, ausgeschlossen ist der Einsatz, z.B. von Robots, Spiders, Scripts, Services, Software oder anderen manuellen oder automatischen Geräten, Werkzeugen oder Prozessen, die dafür bestimmt sind, Data-Mining zu ermöglichen oder Inhalte, Daten oder Informationen aus dem Service, Produkt oder Inhalt zu Scrapen oder in anderer Weise zu nutzen, darauf zuzugreifen oder Inhalte, Daten oder Informationen zu mittels automatisierter Mittel zu sammeln; die Inhalte dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung und oder Vergleichbarem von KI-Systemen, Software Programmen, Algorithmen oder anderen automatisierten Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen verwendet werden. Impressum: Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50 70469 Stuttgart Postfach 30 11 20 70451 Stuttgart Telefon: +49 711 8931-0 Kontakt: audio@thieme.de Umsatzsteuer-ID: DE 147 638 607
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„Study Snacks - Rheumatologie“

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