Folge 143: Im Zweifel - Badekappe streicheln

Folge 143: Im Zweifel - Badekappe streicheln

31 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Es ist Anfang Februar - und wir machen Schwimmbadferien. Was in
unserem Fall heißt: Ferien vom Schwimmbad. Denn die eine von uns
wird ihre Erkältung nicht los, die andere hat eine sehr unschöne
Begegnung mit gefrorenem Wasser gehabt und muss jetzt erstmal
ihre schmerzenden Rippen schonen.


Ans Schwimmen und ans Schwimmbad denken wir natürlich trotzdem,
zumal Ute gerade aus Island zurück ist und dort natürlich auch
die herrliche isländische Schwimmkultur genossen hat: Ordentlich
einseifen vor dem Schwimmen und dann ganz geordnet ihre Bahnen
ziehen können. Was vielleicht damit zu tun hat, dass es in Island
so viele Schwimmbäder gibt und die deshalb niemals wirklich voll
werden, Gedränge also gar nicht erst entsteht - ganz anders als
bei uns.


Und schon sind wir beim Thema. Warum klappt das Miteinander auf
den Bahnen so häufig nicht? Oft gibt es schlicht zu wenig. Und
dann steht da vielleicht mal ein Schild mit
„Schnellschwimmerbahn“ - aber was ein Schnellschwimmer ist,
beurteilt ja auch jeder und jede anders. Wir jedenfalls checken
immer erstmal ab, wie schnell die Schwimmer:innen so auf der
jeweiligen Bahn eigentlich sind, bevor wir uns eine aussuchen.
Und auch, wie wir selber an dem Tag drauf sind. Eher gemütlich?
Dann sind die Schnellschwimmer:innen heute eher nichts für uns.
Oder doch mal wieder ein bisschen auf die Tube drücken? Dann
sollten wir uns aber trotzdem nicht gleich mit den trainierten
Vereinsschwimmer:innen messen.


Allerdings - und das kennt wohl jeder und jede - das machen
längst nicht alle so. Man kann fast drauf schwören: Da hat man
sich auf einer Bahn mit mehreren anderen gerade so richtig
gemeinsam eingezirkelt - schon steigt garantiert jemand ein, der
entweder wesentlich schneller oder deutlich langsamer ist. Und
schon gibt´s Stress. Auch der Ort, wo Schwimmer:innen
zwischendurch mal ein Päuschen machen, sollte mit Bedacht gewählt
sein: Wer am Beckenrand mal kurz verschnaufen will, sollte das
niemals in der Mitte tun, sondern immer in der Nähe der Leine -
damit die anderen auch weiterhin gut wenden können.


Was wir auch niemals verstehen werden - Menschen, die, wenn sie
überholt werden, erst recht mittig schwimmen, statt leicht nach
rechts auszuweichen. Würde es doch allen deutlich leichter
machen. Oder auch am Beckenrand jemanden vorlassen, der schneller
schwimmt - macht den oder die andere glücklich und selbst hat man
absolut null Nachteil.


Deswegen haben wir kurzerhand mal fünf goldene Regeln
aufgestellt:


1. Immer rechts im Kreis schwimmen


2. Beim Überholtwerden leicht nach rechts schwimmen und Platz
machen


3. Am Beckenrand niemals in der Mitte einer Bahn verschnaufen,
sondern an der Leine.


4. Schnellere Schwimmer einfach vorlassen


5. Und wenn gar nichts mehr hilft: Die eigene Badekappe
streicheln und einfach mal kurz durchatmen!


Übrigens - so mancher fragt sich vielleicht, warum die
Bademeister auf den Bahnen nicht für Ordnung sorgen. Aber mal
ganz ehrlich: So schwer ist es ja nicht, was man beachten sollte.
Das kriegen wir auch alleine hin, oder?

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