"Manchmal heilt nicht das eigentliche Wunder" - Gespräch mit Marion Heider

"Manchmal heilt nicht das eigentliche Wunder" - Gespräch mit Marion Heider

12 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Monat
Im Podcast "Blick in die Bibel" sprechen DOMRADIO-Redakteur Mathias
Peter und die Theologin Marion Heider über den Bibeltext des Tages.
Zuerst erzählt Marion Heider von ihrem Theologiestudium: warum sie
sich dafür entschieden hat, wie herausfordernd Zweifel, alte
Sprachen und kritisches Denken sein können – und warum sie daran
trotzdem gewachsen ist. Dann geht es ins Markusevangelium:
Jesus heilt eine seit Jahren ausgegrenzte Frau und erweckt ein
gerade verstorbenes Mädchen wieder zum Leben. Marion Heider
erklärt, dass es dabei nicht nur um Wunder geht, sondern darum,
Menschen wirklich zu sehen, ihnen Nähe zu schenken und Grenzen zu
überwinden. Ein Gedanke, der auch heute noch trifft – und neugierig
macht, diese Folge ganz zu hören. Aus dem Markusevangelium In jener
Zeit fuhr Jesus im Boot an das andere Ufer des Sees von Galiläa
hinüber und eine große Menschenmenge versammelte sich um
ihn. Während er noch am See war, kam einer der
Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er
ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter
liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie geheilt
wird und am Leben bleibt! Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen
folgten ihm und drängten sich um ihn. Darunter war eine Frau, die
schon zwölf Jahre an Blutfluss litt. Sie war von vielen Ärzten
behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes
Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt,
sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden. Sie hatte von
Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten heran –
und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur
sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Und sofort versiegte die
Quelle des Blutes und sie spürte in ihrem Leib, dass sie von ihrem
Leiden geheilt war. Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine
Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und
fragte: Wer hat mein Gewand berührt? Seine Jünger sagten zu
ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da
fragst du: Wer hat mich berührt? Er blickte umher, um zu sehen, wer
es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie
wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und
sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter,
dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! Du sollst von deinem
Leiden geheilt sein. Während Jesus noch redete, kamen Leute, die
zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus:
Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch
länger? Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem
Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht! Glaube nur! Und er ließ
keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des
Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den
Tumult sah und wie sie heftig weinten und klagten, trat er ein und
sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht
gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber
warf alle hinaus und nahm den Vater des Kindes und die Mutter und
die, die mit ihm waren, und ging in den Raum, in dem das Kind lag.
Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talíta kum!, das
heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das
Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute waren
ganz fassungslos vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand
dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen
etwas zu essen geben. (Mk 5,21-43)( Ständige Kommission für
die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)

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