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Beschreibung
vor 5 Monaten
Was macht ein Realschulabschluss, eine Legasthenie zweiten Grades
und TikTok gemeinsam mit künstlicher Intelligenz? Bei Martin Jäger
sehr viel. Der KI- und Automatisierungsberater aus dem Raum
Böblingen ist zu Gast bei Mark und Jens und erzählt, wie ihn
ausgerechnet Rechtschreibkorrektur per KI in die Branche gebracht
hat, und wie er heute 70 Prozent seiner Kundschaft über TikTok
gewinnt, nicht über LinkedIn. Im Zentrum steht der deutsche
Mittelstand: Martin sieht dort meist zwei Reaktionen auf KI,
entweder Verdrängung ("kommt bei uns nicht") oder Existenzangst,
aber selten echte Auseinandersetzung. Besonders hart geht er mit
vermeintlich "sicheren" Fachberufen ins Gericht: Recruiting, Sales
und Dolmetscher-Dienstleistungen hält er für die größten
KI-Verlierer, weil hier oft nur noch stumpfe Mustererkennung statt
echter People-Skills stattfindet. Gleichzeitig warnt er davor,
gerade hochspezialisierte Fachexpert:innen (Steuerberater,
Jurist:innen) als sicher zu betrachten, denn Insel-Fachwissen ist
für ein LLM leicht zu erschließen. Praktisch wird es beim Thema
Conversational AI: Martin berichtet, dass in seinen Projekten
mittlerweile 70 Prozent der Anrufer:innen bereitwillig mit einem
Telefon-KI-Agent statt mit Voicemail sprechen, vom Onboarding beim
Steuerberater bis zur Baustellen-Auftragsannahme im Handwerk. Seine
steile These: 2027 hat jedes Unternehmen einen eigenen
Telefon-KI-Agenten. Dazu gehört auch ein Blick auf ein mögliches
Zukunftsszenario, in dem Bewerbungsprozesse nicht mehr über zwei
DIN-A4-Seiten, sondern über verhandelnde Agenten auf beiden Seiten
laufen. Als Beleg für die eigene Lernkurve bringt Martin die
Geschichte eines insolvenzbedrohten Geschäftsführers, der sich zwei
Monate lang täglich acht Stunden in Manus AI vertieft hat und
dadurch nach eigener Einschätzung in die deutsche
Top-1-Prozent-Liga aufgestiegen ist. Auch der gelockerte EU AI Act
und die vielzitierte Rundmail von Fiverr-CEO Micha Kaufmann an
seine Belegschaft kommen zur Sprache: ein Beispiel für
schonungslose Ehrlichkeit gegenüber Mitarbeitenden statt
Wattebausch-Kommunikation. Unterm Strich: keine Studie, keine
Statistik, sondern eine sehr subjektive, sehr direkte Einschätzung
eines Praktikers, der Mut zur Veränderung predigt, garniert mit
reichlich TikTok-Attitüde und dem einen oder anderen Kalauer über
Fax-Geräte, die es in deutschen Amtsstuben immer noch gibt.
und TikTok gemeinsam mit künstlicher Intelligenz? Bei Martin Jäger
sehr viel. Der KI- und Automatisierungsberater aus dem Raum
Böblingen ist zu Gast bei Mark und Jens und erzählt, wie ihn
ausgerechnet Rechtschreibkorrektur per KI in die Branche gebracht
hat, und wie er heute 70 Prozent seiner Kundschaft über TikTok
gewinnt, nicht über LinkedIn. Im Zentrum steht der deutsche
Mittelstand: Martin sieht dort meist zwei Reaktionen auf KI,
entweder Verdrängung ("kommt bei uns nicht") oder Existenzangst,
aber selten echte Auseinandersetzung. Besonders hart geht er mit
vermeintlich "sicheren" Fachberufen ins Gericht: Recruiting, Sales
und Dolmetscher-Dienstleistungen hält er für die größten
KI-Verlierer, weil hier oft nur noch stumpfe Mustererkennung statt
echter People-Skills stattfindet. Gleichzeitig warnt er davor,
gerade hochspezialisierte Fachexpert:innen (Steuerberater,
Jurist:innen) als sicher zu betrachten, denn Insel-Fachwissen ist
für ein LLM leicht zu erschließen. Praktisch wird es beim Thema
Conversational AI: Martin berichtet, dass in seinen Projekten
mittlerweile 70 Prozent der Anrufer:innen bereitwillig mit einem
Telefon-KI-Agent statt mit Voicemail sprechen, vom Onboarding beim
Steuerberater bis zur Baustellen-Auftragsannahme im Handwerk. Seine
steile These: 2027 hat jedes Unternehmen einen eigenen
Telefon-KI-Agenten. Dazu gehört auch ein Blick auf ein mögliches
Zukunftsszenario, in dem Bewerbungsprozesse nicht mehr über zwei
DIN-A4-Seiten, sondern über verhandelnde Agenten auf beiden Seiten
laufen. Als Beleg für die eigene Lernkurve bringt Martin die
Geschichte eines insolvenzbedrohten Geschäftsführers, der sich zwei
Monate lang täglich acht Stunden in Manus AI vertieft hat und
dadurch nach eigener Einschätzung in die deutsche
Top-1-Prozent-Liga aufgestiegen ist. Auch der gelockerte EU AI Act
und die vielzitierte Rundmail von Fiverr-CEO Micha Kaufmann an
seine Belegschaft kommen zur Sprache: ein Beispiel für
schonungslose Ehrlichkeit gegenüber Mitarbeitenden statt
Wattebausch-Kommunikation. Unterm Strich: keine Studie, keine
Statistik, sondern eine sehr subjektive, sehr direkte Einschätzung
eines Praktikers, der Mut zur Veränderung predigt, garniert mit
reichlich TikTok-Attitüde und dem einen oder anderen Kalauer über
Fax-Geräte, die es in deutschen Amtsstuben immer noch gibt.
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