Warum elektrische Transporter für viele Flotten bereits passen
Im Gespräch mit Matthias Born, Geschäftsführer von VanSelect
26 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Wochen
In dieser Podcast-Folge geht es um ein Thema, das in der
Pkw-Debatte oft untergeht, für die Elektromobilität aber
entscheidend ist: elektrische Transporter. Dafür habe ich mit
Matthias Born gesprochen, Geschäftsführer von VanSelect. Er
beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Transportern, Auf- und
Umbauten und berät nach Stationen bei Mercedes und Volkswagen heute
Hersteller, Händler und Großkunden im Nutzfahrzeugbereich. Wir
klären zuerst, was eLCV eigentlich bedeutet: elektrische Light
Commercial Vehicles. Viele Modelle nutzen Technik aus dem
Pkw-Baukasten – und genau das sorgt im Alltag für Grenzen. Mehr
Gewicht, große Stirnfläche und Aufbauten treiben den Verbrauch.
Matthias sagt dazu treffend: „Man schiebt im Zweifel eine
Schrankwand durch die Gegend – das ist physikalisch nicht
wegzudiskutieren.“ Ein großes Thema ist die Nutzlast. Der Akku
kostet im 3,5-Tonnen-Segment schnell mehrere hundert Kilogramm
Zuladung. Entlastung bringt die Möglichkeit, elektrische
Transporter auf bis zu vier Tonnen aufzulasten und sie trotzdem mit
Führerschein Klasse B zu fahren. „Damit ist der Nutzlastnachteil im
Grunde weg – zumindest in vielen Fällen“, so Matthias. Besonders
Betriebe mit klaren Touren, etwa Bäcker oder Lieferdienste, können
davon profitieren. Gleichzeitig wird klar: Technik allein reicht
nicht. Den größten Hemmschuh sieht Matthias im Autohandel. Gute
Beratung fehlt oft, weil sie Zeit kostet und sich nicht direkt
auszahlt. Dabei könnten Testflotten für bestimmte Branchen viel
Druck rausnehmen. Auf einer Messe habe er erlebt, dass von 17
beratenen Bäckern nur einer Elektromobilität grundsätzlich
ablehnte: „Es geht – man muss es nur richtig erklären und erlebbar
machen.“ Auch wirtschaftlich rückt Elektro näher an Diesel heran.
Strompreise für Unternehmen, PV-Anlagen, eigene Ladepunkte und
THG-Quoten verbessern die Gesamtkosten. Die größere Sorge bleibt
die Betriebssicherheit, gerade bei Spezialanwendungen. „Wenn der
Fahrer mit Tiefkühlware liegen bleibt, ist das der GAU“, sagt
Matthias – deshalb braucht es realistische Einsatzanalysen statt
Wunsch-Reichweiten. Zum Schluss sprechen wir über neue Anbieter wie
Maxus und darüber, warum Service und Ersatzteile im Gewerbeeinsatz
oft wichtiger sind als der Markenname. Matthias bleibt
optimistisch: CO₂-Ziele und die Preisentwicklung werden die
Umstellung beschleunigen. Viele Betriebe werden erst mit ein oder
zwei Autos starten, Daten sammeln und dann entscheiden. „Wer es mit
eigenen Daten sieht, ist am Ende am schnellsten überzeugt.“ Nun
aber genug der Einordnung – lasst uns direkt in das Gespräch
einsteigen.
Pkw-Debatte oft untergeht, für die Elektromobilität aber
entscheidend ist: elektrische Transporter. Dafür habe ich mit
Matthias Born gesprochen, Geschäftsführer von VanSelect. Er
beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Transportern, Auf- und
Umbauten und berät nach Stationen bei Mercedes und Volkswagen heute
Hersteller, Händler und Großkunden im Nutzfahrzeugbereich. Wir
klären zuerst, was eLCV eigentlich bedeutet: elektrische Light
Commercial Vehicles. Viele Modelle nutzen Technik aus dem
Pkw-Baukasten – und genau das sorgt im Alltag für Grenzen. Mehr
Gewicht, große Stirnfläche und Aufbauten treiben den Verbrauch.
Matthias sagt dazu treffend: „Man schiebt im Zweifel eine
Schrankwand durch die Gegend – das ist physikalisch nicht
wegzudiskutieren.“ Ein großes Thema ist die Nutzlast. Der Akku
kostet im 3,5-Tonnen-Segment schnell mehrere hundert Kilogramm
Zuladung. Entlastung bringt die Möglichkeit, elektrische
Transporter auf bis zu vier Tonnen aufzulasten und sie trotzdem mit
Führerschein Klasse B zu fahren. „Damit ist der Nutzlastnachteil im
Grunde weg – zumindest in vielen Fällen“, so Matthias. Besonders
Betriebe mit klaren Touren, etwa Bäcker oder Lieferdienste, können
davon profitieren. Gleichzeitig wird klar: Technik allein reicht
nicht. Den größten Hemmschuh sieht Matthias im Autohandel. Gute
Beratung fehlt oft, weil sie Zeit kostet und sich nicht direkt
auszahlt. Dabei könnten Testflotten für bestimmte Branchen viel
Druck rausnehmen. Auf einer Messe habe er erlebt, dass von 17
beratenen Bäckern nur einer Elektromobilität grundsätzlich
ablehnte: „Es geht – man muss es nur richtig erklären und erlebbar
machen.“ Auch wirtschaftlich rückt Elektro näher an Diesel heran.
Strompreise für Unternehmen, PV-Anlagen, eigene Ladepunkte und
THG-Quoten verbessern die Gesamtkosten. Die größere Sorge bleibt
die Betriebssicherheit, gerade bei Spezialanwendungen. „Wenn der
Fahrer mit Tiefkühlware liegen bleibt, ist das der GAU“, sagt
Matthias – deshalb braucht es realistische Einsatzanalysen statt
Wunsch-Reichweiten. Zum Schluss sprechen wir über neue Anbieter wie
Maxus und darüber, warum Service und Ersatzteile im Gewerbeeinsatz
oft wichtiger sind als der Markenname. Matthias bleibt
optimistisch: CO₂-Ziele und die Preisentwicklung werden die
Umstellung beschleunigen. Viele Betriebe werden erst mit ein oder
zwei Autos starten, Daten sammeln und dann entscheiden. „Wer es mit
eigenen Daten sieht, ist am Ende am schnellsten überzeugt.“ Nun
aber genug der Einordnung – lasst uns direkt in das Gespräch
einsteigen.
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