Denk- und Machfabrik mit Michael Zinkanell und Rebecca Trixa
Der Thinktank Shabka im Porträt
43 Minuten
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Beschreibung
vor 5 Jahren
Shabka ist arabisch für Netzwerk und der Thinktank aus Wien macht
diesem Namen Ehre. Außenpolitik, Entwicklungspolitik,
Sicherheitspolitik, Krisenmanagement und zivilgesellschaftliches
Engagement wollen hier zusammenfließen. Generalsekretär Zinkanell
und Redakteurin Trixa plaudern aus dem Nähkästchen des bald
20-köpfigen Shabka. Lesen Sie hier Stichpunkte aus dem Gespräch.
Aus vielen eines Woher kommen die vielen Themengebiete? Zinkanell
beantwortet die Einstiegsfrage mit einem kurzen Ausflug in die
Vergangenheit, zur Gründung von Shabka. „Wir haben uns 2013 in
Tunis gegründet, in dieser Anfangsphase waren der nordafrikanische
Raum und der mittlere Osten der Schwerpunkt von unseren Analysen“.
Ursprünglich als Publikationsnetzwerk gedacht für
Wissenschaftler*innen und Journalist*innen gedacht, entstand mit
der Zeit ein stärkerer Austausch mit europäischen Perspektiven und
Themen. „Trotzdem haben wir den Schwerpunkt des arabischen Raums
aber nicht verloren“, sagt er und nennt den Libanon, Irak, Syrien
als Länder als Ankerplätze. Die Folgen des arabischen Frühlings
(2010-2012) waren ein Jahr danach weder klar absehbar, noch ließen
sie sich in trennscharfe Kategorien einteilen. Wie Zinkanell sagt,
ist das auch der Grund, wie sich all diese Themen ergeben haben:
„Dadurch ist es entstanden, dass wir Sicherheitspolitik
umfangreicher und allumfassender sehen“. Trixa ergänzt: „So
vielseitig und groß die Themenbereiche auch sind, sie interagieren
miteinander und sind verflochten“. Shabka selbst musste sich in
immer wieder neu erfinden und anpassen. Das Netzwerk, zu Beginn für
freie Journalist*innen, entwickelte sich mit den Bedürfnissen und
Aufgaben. „Das Engagement was viele damals angetrieben hat, hat
auch bei Shabka immer wieder für Veränderungen und neue Zugänge
gesorgt“, sagt Trixa. Dachverband der Denker Shabka gehört unter
den Thinktanks in Österreich beinahe zum alten Eisen. Mit
siebenjährigem Bestehen gibt es einige Erkenntnisse und Hürden am
Weg zu berichten. Wo fehlt es in Österreich an Unterstützung für
das Ökosystem der Denkfabriken? Warum werden sie in der
Öffentlichkeit kaum wahrgenommen? „Ich war selbst überrascht von
der Dichte in Österreich“, sagt Trixa „es liegt daran, dass alles
sehr parteipolitisch aufgeteilt ist. Keine Kommunikation und
Austausch dazwischen und die Politik ist relativ festgefahren, von
wem sie welche Informationen einholen“. Unabhängig von der Qualität
der Quelle bleiben so oft wichtige Türen im Vorhinein verschlossen.
Noch schlimmer ist es laut Zinkanell, dass man ohne eindeutige
Parteinähe misstrauisch beäugt wird. Abgesehen von Parteien, die
die politische Landschaft auf allen Ebenen prägen, sieht er auch
noch einen fehlenden Dachverband als Grund. „Die Thinktanks sind
untereinander in den verschiedenen Themengebieten gut vernetzt.
Manchmal sind sie aber zu sehr mit der Arbeit selbst beschäftigt
sind und dadurch fehlen andere Bereiche – Outreach, Einbindung der
Öffentlichkeit“. Es mangele nicht an Expertise, sondern daran,
diese an den richtigen Orten anzubringen. Auch die Förderlandschaft
sei nicht ausgerichtet auf kleine, ehrenamtliche und gemeinnützige
Thinktanks. Abseits von Geld sehen Zinkanell und Trixa beide eine
Notwendigkeit für eine Art Dachverband der Thinktanks, wie es das
für außenpolitische Institute bereits gibt.
diesem Namen Ehre. Außenpolitik, Entwicklungspolitik,
Sicherheitspolitik, Krisenmanagement und zivilgesellschaftliches
Engagement wollen hier zusammenfließen. Generalsekretär Zinkanell
und Redakteurin Trixa plaudern aus dem Nähkästchen des bald
20-köpfigen Shabka. Lesen Sie hier Stichpunkte aus dem Gespräch.
Aus vielen eines Woher kommen die vielen Themengebiete? Zinkanell
beantwortet die Einstiegsfrage mit einem kurzen Ausflug in die
Vergangenheit, zur Gründung von Shabka. „Wir haben uns 2013 in
Tunis gegründet, in dieser Anfangsphase waren der nordafrikanische
Raum und der mittlere Osten der Schwerpunkt von unseren Analysen“.
Ursprünglich als Publikationsnetzwerk gedacht für
Wissenschaftler*innen und Journalist*innen gedacht, entstand mit
der Zeit ein stärkerer Austausch mit europäischen Perspektiven und
Themen. „Trotzdem haben wir den Schwerpunkt des arabischen Raums
aber nicht verloren“, sagt er und nennt den Libanon, Irak, Syrien
als Länder als Ankerplätze. Die Folgen des arabischen Frühlings
(2010-2012) waren ein Jahr danach weder klar absehbar, noch ließen
sie sich in trennscharfe Kategorien einteilen. Wie Zinkanell sagt,
ist das auch der Grund, wie sich all diese Themen ergeben haben:
„Dadurch ist es entstanden, dass wir Sicherheitspolitik
umfangreicher und allumfassender sehen“. Trixa ergänzt: „So
vielseitig und groß die Themenbereiche auch sind, sie interagieren
miteinander und sind verflochten“. Shabka selbst musste sich in
immer wieder neu erfinden und anpassen. Das Netzwerk, zu Beginn für
freie Journalist*innen, entwickelte sich mit den Bedürfnissen und
Aufgaben. „Das Engagement was viele damals angetrieben hat, hat
auch bei Shabka immer wieder für Veränderungen und neue Zugänge
gesorgt“, sagt Trixa. Dachverband der Denker Shabka gehört unter
den Thinktanks in Österreich beinahe zum alten Eisen. Mit
siebenjährigem Bestehen gibt es einige Erkenntnisse und Hürden am
Weg zu berichten. Wo fehlt es in Österreich an Unterstützung für
das Ökosystem der Denkfabriken? Warum werden sie in der
Öffentlichkeit kaum wahrgenommen? „Ich war selbst überrascht von
der Dichte in Österreich“, sagt Trixa „es liegt daran, dass alles
sehr parteipolitisch aufgeteilt ist. Keine Kommunikation und
Austausch dazwischen und die Politik ist relativ festgefahren, von
wem sie welche Informationen einholen“. Unabhängig von der Qualität
der Quelle bleiben so oft wichtige Türen im Vorhinein verschlossen.
Noch schlimmer ist es laut Zinkanell, dass man ohne eindeutige
Parteinähe misstrauisch beäugt wird. Abgesehen von Parteien, die
die politische Landschaft auf allen Ebenen prägen, sieht er auch
noch einen fehlenden Dachverband als Grund. „Die Thinktanks sind
untereinander in den verschiedenen Themengebieten gut vernetzt.
Manchmal sind sie aber zu sehr mit der Arbeit selbst beschäftigt
sind und dadurch fehlen andere Bereiche – Outreach, Einbindung der
Öffentlichkeit“. Es mangele nicht an Expertise, sondern daran,
diese an den richtigen Orten anzubringen. Auch die Förderlandschaft
sei nicht ausgerichtet auf kleine, ehrenamtliche und gemeinnützige
Thinktanks. Abseits von Geld sehen Zinkanell und Trixa beide eine
Notwendigkeit für eine Art Dachverband der Thinktanks, wie es das
für außenpolitische Institute bereits gibt.
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