Unterschätzt: der Selbstwert bei ADHS

Unterschätzt: der Selbstwert bei ADHS

vor 3 Monaten
Warum Selbstwert, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit der größte Hebel im Umgang mit ADHS sind – und warum scheiternde Symptomarbeit schaden kann
58 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Monaten
Kurzfassung

In dieser Folge sprechen Birte und Gorden über die enge
Verbindung zwischen ADHS und Selbstwertgefühl. Sie gehen der
Frage nach, warum viele Menschen mit ADHS früh einen brüchigen
Selbstwert entwickeln und weshalb dieser oft stärker belastet als
die ADHS selbst. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit Kritik,
Misserfolgen und sozialen Erwartungen – und wie daraus Muster wie
Überkompensation, Anpassung oder Rückzug entstehen können.
Gleichzeitig zeigen sie auf, wie Selbstwert gestärkt werden kann,
ohne ihn von Leistung oder äußeren Bewertungen abhängig zu
machen.


Weitere Infos, Kontaktmöglichkeiten und Unterstützung findet ihr
unter adhsneudenken.de.
Themen

Der Zusammenhang zwischen ADHS und Selbstwertgefühl

Warum Kritik und Misserfolge den Selbstwert besonders stark
beeinflussen

Überkompensation, Kontrolle und Anpassung als
Bewältigungsstrategien

Selbstwirksamkeit als Schlüssel zu stabilem Selbstwert

Die Rolle von Resilienz im Umgang mit Rückschlägen

Lob, Anerkennung und positive Verstärkung – sinnvoll
eingesetzt

Warum individuelle Strategien wichtiger sind als allgemeine
Tipps

Langfassung

In dieser Episode widmen sich Birte und Gordon einem Thema, das
im Zusammenhang mit ADHS oft unterschätzt wird: dem
Selbstwertgefühl. Viele Menschen mit ADHS erleben nicht nur
Konzentrationsprobleme oder Organisationsschwierigkeiten, sondern
kämpfen vor allem mit dem Gefühl, „nicht zu genügen“. Die beiden
sprechen darüber, warum dieser niedrige Selbstwert häufig schon
früh entsteht und sich über Jahre verfestigen kann.


Ein zentraler Faktor dabei ist der Umgang mit Kritik und
Misserfolgen. Birte und Gordon erklären, warum Menschen mit ADHS
besonders sensibel auf Rückmeldungen reagieren und wie
wiederholte negative Erfahrungen dazu führen können, dass
Selbstwert zunehmend von Leistung oder Anpassung abhängig gemacht
wird. Strategien wie Überkompensation oder der Versuch, alles zu
kontrollieren, sind oft verständliche, aber langfristig
belastende Reaktionen darauf.


Im weiteren Verlauf der Folge geht es darum, wie Selbstwert
unabhängig von äußeren Umständen aufgebaut und geschützt werden
kann. Die beiden betonen die Bedeutung von Selbstwirksamkeit –
also der Erfahrung, Einfluss auf das eigene Leben zu haben – und
zeigen, warum kleine, realistische Schritte oft wirksamer sind
als große Veränderungen. Auch Resilienz spielt eine wichtige
Rolle, um mit Rückschlägen und Misserfolgen konstruktiv
umzugehen.


Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern mit ADHS. Birte und Gorden
sprechen darüber, warum Lob und positive Verstärkung wichtig
sind, aber auch, weshalb zu viel oder unpassendes Lob dem
Selbstwert schaden kann. Entscheidend sei es, Kinder – und
Erwachsene – dabei zu unterstützen, ein realistisches und
stabiles Bild von sich selbst zu entwickeln.


Die Folge macht deutlich, dass es keine universellen Lösungen
gibt. Stattdessen braucht es individuelle Strategien, Akzeptanz
der eigenen Stärken und Schwächen sowie ein besseres Verständnis
für die eigene Funktionsweise. So kann Selbstwert langfristig
wachsen – nicht trotz ADHS, sondern im bewussten Umgang damit.
Takeaways

ADHS geht häufig mit einem fragilen Selbstwertgefühl einher

Kritik und wiederholte Misserfolge prägen den Selbstwert
nachhaltig

Überkompensation ist ein verbreiteter, aber oft belastender
Bewältigungsmechanismus

Selbstwirksamkeit ist zentral für einen stabilen Selbstwert

Resilienz hilft, mit Rückschlägen konstruktiver umzugehen

Lob und Anerkennung sollten gezielt und passend eingesetzt
werden

Individuelle Strategien sind wichtiger als allgemeine
Lösungen

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