Was Renaults Ansatz für bezahlbares E-Auto-Fahren ist
Im Gespräch mit Florian Kraft, CEO von Renault Deutschland
27 Minuten
Podcast
Podcaster
Aktuelle Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und mehr
Beschreibung
vor 3 Wochen
In dieser Folge des Elektroauto-News-Podcast spreche ich mit
Florian Kraft, CEO von Renault Deutschland, über die zentralen
Stellschrauben für den Erfolg von Elektroautos in einem der
anspruchsvollsten Automärkte Europas. Im Fokus steht weniger das
einzelne Auto als vielmehr das Gesamtsystem aus Preis, Laden,
Nutzung und Erwartungsmanagement. Ein zentrales Thema ist der neue
elektrische Renault Twingo. Kraft erläutert, warum Renault bei dem
Modell bewusst an der ursprünglichen DNA festhält:
Erschwinglichkeit, Einfachheit und Nähe zum Kunden sollen erhalten
bleiben, kombiniert mit einer konsequent elektrischen Auslegung.
Retro-Design ja, aber ohne technische Kompromisse. Trotz kleinerer
Batterie im Vergleich zu Renault 4 und Renault 5 soll der Twingo
alles bieten, was Kundinnen und Kunden im A-Segment erwarten –
inklusive Konnektivität, variabler Rückbank und
Alltagstauglichkeit. Der angepeilte Einstiegspreis von unter 20.000
Euro ist Teil einer klaren Kostenstrategie auf Basis der
AmpR-Small-Plattform. Darüber hinaus ordnet Kraft die strategische
Ausrichtung von Renault ein. Der Konzern treibt die
Elektrifizierung voran, hält aber bewusst an einem breiten
Antriebsportfolio fest – von Elektroautos über Hybride bis hin zu
Verbrennern. Für Renault ist das kein Widerspruch, sondern Ausdruck
von Marktverständnis und Risikobalance. Mut zeigt sich aus seiner
Sicht nicht nur bei neuen Elektroplattformen, sondern auch darin,
klassische Modelle wie den neuen Clio weiterhin anzubieten. Einen
breiten Raum nimmt das Thema Laden ein. Kraft macht deutlich, dass
aus seiner Erfahrung nicht die Verfügbarkeit von Ladesäulen das
größte Problem ist, sondern die Kosten und die mangelnde
Transparenz bei den Ladepreisen. Schnellladepreise von bis zu 1,20
Euro pro Kilowattstunde seien für private Vielfahrer kaum
kalkulierbar. Elektromobilität scheitere daher oft nicht am Auto,
sondern an der fehlenden Planungssicherheit im Alltag. Als Antwort
darauf stellt Renault unter anderem den Mobilize Charge Pass vor,
mit dem Kundinnen und Kunden an Ionity-Stationen für 0,39 Euro pro
Kilowattstunde laden können. Entscheidend sei weniger der
niedrigste Preis als ein verlässlicher Rahmen. Gerade für urbane
Elektroautos wie den Twingo denkt Renault zudem über stärker auf
AC-Laden zugeschnittene Lösungen nach. Auch die neue
Elektroauto-Prämie wird eingeordnet. Kraft sieht sie als
unterstützendes Instrument, nicht als entscheidenden Hebel. Der
Markt habe sich weiterentwickelt, viele Menschen setzten sich heute
aktiv mit Elektromobilität auseinander. Gleichzeitig spricht er
offen über die Lernkurve beim Umstieg auf Elektroautos. Eine
Anpassungsphase von zwei bis acht Wochen sei realistisch –
Ehrlichkeit im Verkauf und Begleitung statt Belehrung seien daher
entscheidend. Abgerundet wird das Gespräch durch einen Blick auf
die Rolle des Handels im Wandel. Händler bleiben das emotionale
Bindeglied zum Kunden, stehen aber vor steigenden Erwartungen, etwa
bei Fragen zu Wallboxen, Ladeinfrastruktur und digitalen Diensten.
Elektromobilität wird damit zunehmend zu einem Gesamtsystem, das
erklärt und begleitet werden muss. Eine Folge für alle, die
verstehen wollen, warum Elektromobilität weniger an Technik als an
Rahmenbedingungen entscheidet – und welche Rolle Hersteller wie
Renault dabei spielen.
Florian Kraft, CEO von Renault Deutschland, über die zentralen
Stellschrauben für den Erfolg von Elektroautos in einem der
anspruchsvollsten Automärkte Europas. Im Fokus steht weniger das
einzelne Auto als vielmehr das Gesamtsystem aus Preis, Laden,
Nutzung und Erwartungsmanagement. Ein zentrales Thema ist der neue
elektrische Renault Twingo. Kraft erläutert, warum Renault bei dem
Modell bewusst an der ursprünglichen DNA festhält:
Erschwinglichkeit, Einfachheit und Nähe zum Kunden sollen erhalten
bleiben, kombiniert mit einer konsequent elektrischen Auslegung.
Retro-Design ja, aber ohne technische Kompromisse. Trotz kleinerer
Batterie im Vergleich zu Renault 4 und Renault 5 soll der Twingo
alles bieten, was Kundinnen und Kunden im A-Segment erwarten –
inklusive Konnektivität, variabler Rückbank und
Alltagstauglichkeit. Der angepeilte Einstiegspreis von unter 20.000
Euro ist Teil einer klaren Kostenstrategie auf Basis der
AmpR-Small-Plattform. Darüber hinaus ordnet Kraft die strategische
Ausrichtung von Renault ein. Der Konzern treibt die
Elektrifizierung voran, hält aber bewusst an einem breiten
Antriebsportfolio fest – von Elektroautos über Hybride bis hin zu
Verbrennern. Für Renault ist das kein Widerspruch, sondern Ausdruck
von Marktverständnis und Risikobalance. Mut zeigt sich aus seiner
Sicht nicht nur bei neuen Elektroplattformen, sondern auch darin,
klassische Modelle wie den neuen Clio weiterhin anzubieten. Einen
breiten Raum nimmt das Thema Laden ein. Kraft macht deutlich, dass
aus seiner Erfahrung nicht die Verfügbarkeit von Ladesäulen das
größte Problem ist, sondern die Kosten und die mangelnde
Transparenz bei den Ladepreisen. Schnellladepreise von bis zu 1,20
Euro pro Kilowattstunde seien für private Vielfahrer kaum
kalkulierbar. Elektromobilität scheitere daher oft nicht am Auto,
sondern an der fehlenden Planungssicherheit im Alltag. Als Antwort
darauf stellt Renault unter anderem den Mobilize Charge Pass vor,
mit dem Kundinnen und Kunden an Ionity-Stationen für 0,39 Euro pro
Kilowattstunde laden können. Entscheidend sei weniger der
niedrigste Preis als ein verlässlicher Rahmen. Gerade für urbane
Elektroautos wie den Twingo denkt Renault zudem über stärker auf
AC-Laden zugeschnittene Lösungen nach. Auch die neue
Elektroauto-Prämie wird eingeordnet. Kraft sieht sie als
unterstützendes Instrument, nicht als entscheidenden Hebel. Der
Markt habe sich weiterentwickelt, viele Menschen setzten sich heute
aktiv mit Elektromobilität auseinander. Gleichzeitig spricht er
offen über die Lernkurve beim Umstieg auf Elektroautos. Eine
Anpassungsphase von zwei bis acht Wochen sei realistisch –
Ehrlichkeit im Verkauf und Begleitung statt Belehrung seien daher
entscheidend. Abgerundet wird das Gespräch durch einen Blick auf
die Rolle des Handels im Wandel. Händler bleiben das emotionale
Bindeglied zum Kunden, stehen aber vor steigenden Erwartungen, etwa
bei Fragen zu Wallboxen, Ladeinfrastruktur und digitalen Diensten.
Elektromobilität wird damit zunehmend zu einem Gesamtsystem, das
erklärt und begleitet werden muss. Eine Folge für alle, die
verstehen wollen, warum Elektromobilität weniger an Technik als an
Rahmenbedingungen entscheidet – und welche Rolle Hersteller wie
Renault dabei spielen.
Weitere Episoden
24 Minuten
vor 2 Tagen
31 Minuten
vor 1 Woche
45 Minuten
vor 1 Woche
30 Minuten
vor 2 Wochen
37 Minuten
vor 2 Wochen
In Podcasts werben
Kommentare (0)