Mein Lebensweg: normal und gut, aber doch irgendwie anders

Mein Lebensweg: normal und gut, aber doch irgendwie anders

Mein Lebensweg: normal und gut, aber doch irgendwie anders
3 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Diese Woche ist für mich und viele andere eine besondere Woche. Im
Mutterhaus begleite ich jeden Tag eine sechste Klasse bei ihrem
„Klostertag“ Seit vielen Jahren gibt es diese besonderen Tage für
die SchülerInnen und ihre Lehrer. In unserer Franziskusschule,
die seit 1870 besteht, waren früher alle Lehrerinnen Schwestern
unserer Gemeinschaft, und so war es normal, dass die Schüler
Ordensleute erlebt und kennengelernt haben. Da das aber seit
2005 nicht mehr so ist, haben wir uns diese Klostertage einfallen
lassen. Die Klasse kommt also zu 8 Uhr ins Mutterhaus und wir
beginnen mit einer gemeinsamen Gebetszeit in der großen
Mutterhauskirche. Immer werden ein oder zwei Geschichten aus dem
Leben von Franziskus von Assisi erzählt und manchmal bin ich
erstaunt, wieviel die Kinder tatsächlich schon über ihren
Schulpatron wissen.Danach gehen sie in drei Gruppen zu drei
verschiedenen Angeboten, die dann alle 45 Minuten wechseln. Und
mittendrin ist Frühstück im großen Speisesaal mit einigen
Schwestern. Und kurz vor Schluss ist dann immer eine rasante
Runde mit: Was ich schon immer mal fragen wollte. Und da wird es
spannend. Die Kinder haben ihre Scheu abgelegt und wagen zu fragen
nach Lebensart der Schwestern, Kleidung, Gebet und Alltag. Aber
natürlich auch nach Smartphone, Auto, Fernseher und Computer und so
weiter. Und voriges Jahr hat ein Mädchen in Ruhe der ganze Runde
zugehört und als sie dran war gesagt: das klingt alles ziemlich
normal aber ist doch irgendwie anders. Das hat mir gefallen. Leben
und Zusammenleben kennen die Kinder von zuhause und dass die
Schwestern arbeiten und dazu die Materialien brauchen, haben sie
erkannt und auch, dass sie zusammen beten. Dieses „irgendwie
anders“ hat sie so beschäftigt, dass sie im Advent zum
Mädchenwochenende ins Mutterhaus gekommen ist, um mehr davon
mitzubekommen. Für sich selbst zu erkennen, dass es Lebenswege
gibt, die normal und gut sind, aber doch irgendwie anders, ist eine
gute Voraussetzung für eigene Entscheidungen später. 

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