Innehalten, um Nachzudenken #65
1 Stunde 9 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 3 Wochen
Wir leben in einer nahezu perfektionierten
„Vermeidungsgesellschaft“. Wir haben eine erstaunliche
Meisterschaft darin entwickelt, vor uns selbst davonzulaufen. Ob
durch permanente mediale Ablenkung, rastlose Betriebsamkeit oder
den reflexhaften Griff zum Smartphone – wir tun fast alles, um
Momente der Stille und die Begegnung mit unseren eigenen Gedanken
zu vermeiden. Hannah Arendt erinnert uns daran: Wirkliches Denken
und echtes Verantwortungsbewusstsein entstehen erst, wenn wir die
innere Stopptaste drücken und innehalten. Warum macht uns Stille so
oft nervös, und weshalb fällt es uns so schwer, mit uns selbst
allein zu sein? Wie können wir lernen, unsere „Gedankenmühlen“
nicht als Belastung, sondern als Orientierungshilfe zu begreifen?
Wie gefährdet ist eine Demokratie, wenn wir verlernen, eigenständig
zu denken und differenzierte Urteile zu bilden? Welche Rolle können
Bildungseinrichtungen dabei spielen, gegenzusteuern? Und wie lässt
sich die Anregung individueller Denkprozesse in der Schule zu einer
echten Selbstverständlichkeit machen? - - - - - Elsbeth Kossmeier
und Benedikt Weingartner bewegt das Thema Lernen. Sie setzen sich
damit auseinander, was man für das Leben lernt, lernen soll,
freiwillig und unfreiwillig, bewusst und unbewusst. Mit ihren
unterschiedlichen Zugängen führen sie kritisch und mit utopischen
Gedanken im Hinterkopf einen Dialog. Beide sind viel beschäftigt
mit jungen Menschen, deren Reaktionen auf Schule, den
unterschiedlichen Motivationen, Neues zu entdecken und ins eigene
Leben hereinzunehmen, der Fähigkeit zur konstruktiven
Auseinandersetzung mit Leben und Welt, ihrer Haltung zum Lernen
generell. Elsbeth Kossmeier ist Gestaltpädagogin, war 40 Jahre lang
Lehrerin für Deutsch und Musik an einem Gymnasium sowie
Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Nach
wie vor ist sie Referentin für Lehrende für einen Unterricht, der
die Persönlichkeit der einzelnen Lernenden stärkt sowie deren
Lernmotivation und Lernerfolg zu steigern vermag.
Veröffentlichungen: Einzelnen gerecht werden. Chancen und
Herausforderungen eines Unterrichts in heterogenen Klassen, Linz
2013. | „Im Unterricht geht es um mich!“ Die Lernseitige
Orientierung von Unterricht, Klagenfurt 2019. Benedikt Weingartner
war 10 Jahre Benediktinermönch, Religionslehrer und später
internationaler Künstlermanager im Bereich der klassischen Musik.
Seit 2014 ist er Journalist und vor allem auf Außen- sowie
Europapolitik spezialisiert. Er moderiert EU-Bürger:innendialoge
und EU-Jugenddialoge. Darüber hinaus ist er Moderator und
Redaktionsleiter des TV-Jugendtalkmagazins #Europa4me
(https://www.okto.tv/europa4me)) sowie der Sendereihe „Europa :
DIALOG“ (https://www.okto.tv/europadialog). Kontakt:
leben-lernen@outlook.com
„Vermeidungsgesellschaft“. Wir haben eine erstaunliche
Meisterschaft darin entwickelt, vor uns selbst davonzulaufen. Ob
durch permanente mediale Ablenkung, rastlose Betriebsamkeit oder
den reflexhaften Griff zum Smartphone – wir tun fast alles, um
Momente der Stille und die Begegnung mit unseren eigenen Gedanken
zu vermeiden. Hannah Arendt erinnert uns daran: Wirkliches Denken
und echtes Verantwortungsbewusstsein entstehen erst, wenn wir die
innere Stopptaste drücken und innehalten. Warum macht uns Stille so
oft nervös, und weshalb fällt es uns so schwer, mit uns selbst
allein zu sein? Wie können wir lernen, unsere „Gedankenmühlen“
nicht als Belastung, sondern als Orientierungshilfe zu begreifen?
Wie gefährdet ist eine Demokratie, wenn wir verlernen, eigenständig
zu denken und differenzierte Urteile zu bilden? Welche Rolle können
Bildungseinrichtungen dabei spielen, gegenzusteuern? Und wie lässt
sich die Anregung individueller Denkprozesse in der Schule zu einer
echten Selbstverständlichkeit machen? - - - - - Elsbeth Kossmeier
und Benedikt Weingartner bewegt das Thema Lernen. Sie setzen sich
damit auseinander, was man für das Leben lernt, lernen soll,
freiwillig und unfreiwillig, bewusst und unbewusst. Mit ihren
unterschiedlichen Zugängen führen sie kritisch und mit utopischen
Gedanken im Hinterkopf einen Dialog. Beide sind viel beschäftigt
mit jungen Menschen, deren Reaktionen auf Schule, den
unterschiedlichen Motivationen, Neues zu entdecken und ins eigene
Leben hereinzunehmen, der Fähigkeit zur konstruktiven
Auseinandersetzung mit Leben und Welt, ihrer Haltung zum Lernen
generell. Elsbeth Kossmeier ist Gestaltpädagogin, war 40 Jahre lang
Lehrerin für Deutsch und Musik an einem Gymnasium sowie
Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Nach
wie vor ist sie Referentin für Lehrende für einen Unterricht, der
die Persönlichkeit der einzelnen Lernenden stärkt sowie deren
Lernmotivation und Lernerfolg zu steigern vermag.
Veröffentlichungen: Einzelnen gerecht werden. Chancen und
Herausforderungen eines Unterrichts in heterogenen Klassen, Linz
2013. | „Im Unterricht geht es um mich!“ Die Lernseitige
Orientierung von Unterricht, Klagenfurt 2019. Benedikt Weingartner
war 10 Jahre Benediktinermönch, Religionslehrer und später
internationaler Künstlermanager im Bereich der klassischen Musik.
Seit 2014 ist er Journalist und vor allem auf Außen- sowie
Europapolitik spezialisiert. Er moderiert EU-Bürger:innendialoge
und EU-Jugenddialoge. Darüber hinaus ist er Moderator und
Redaktionsleiter des TV-Jugendtalkmagazins #Europa4me
(https://www.okto.tv/europa4me)) sowie der Sendereihe „Europa :
DIALOG“ (https://www.okto.tv/europadialog). Kontakt:
leben-lernen@outlook.com
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