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Auf der Suche nach Authentizität

Auf der Suche nach Authentizität

Die Zu Spät Show vor 8 Monaten
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Authentizität. Ein Wort, so abgenutzt wie die
Absätze meiner Lieblingsschuhe. Jeder ist es, jeder will es, und
am Ende fühlt es sich oft nur noch nach einer weiteren
Marketing-Floskel an. In dieser Episode gehe ich der Frage nach,
warum „authentisch wirken“ der größte Fehler meiner bisherigen
Content-Reise war – und warum ich eigentlich gar nicht Ian DeBay
heiße.

Das Problem mit dem A-Wort

Wenn man die KI fragt, klingt alles ganz wunderbar:
„Authentizität bedeutet Echtheit, Glaubwürdigkeit und
Unverfälschtheit.“ Griechisch: authentikós. Super.

Aber seien wir ehrlich: In der Welt von Influencern und Marken
hat das Wort einen schalen Beigeschmack bekommen. Es wird
inflationär gebraucht, bis es seine Bedeutung verliert. Für mich
fühlt sich das Wort „Authentizität“ im Marketing-Kontext oft so
an, als würde ich mich in einem Plantschbecken voller
Kotze baden wollen. Keine schöne Vorstellung, oder?

Trotzdem kam ich am 7. Jänner – dem Tag, an dem für Eltern das
Jahr mit dem Schulstart der Kinder erst richtig beginnt – nicht
drum herum.

Vom Größenwahn zur Panik

Nachdem die Ruhe eingekehrt war, saß ich an meiner Jahresplanung.
Visionen, Ziele, das ganze Programm. Keine Sorge, das hier wird
kein Optimierungspodcast für Lifestyle-Coaches. Aber ohne
konkrete Ziele mäandere ich durch den Tag, bis das Mäandern zum
Stillstand wird.

Dabei passierte Folgendes:

Schritt 1: Ich setzte mir gigantische,
größenwahnsinnige Ziele.

Schritt 2: Ich bekam Panik vor der eigenen
Courage.

Schritt 3: Ich ruderte zurück zu
„realistischen“ Zielen.

Schritt 4: Ich plante Content für YouTube und
diesen Podcast.

Und genau da setzten die Zweifel ein. Ist das gut? Interessiert
das jemanden? Oder wird das der nächste Flop in meiner noch
jungen Selbstständigkeit?

Der Klick-Moment im Bett

Ich habe im letzten Jahr viel probiert: Blogs, Newsletter,
verschiedene Kanäle. Nichts hat wirklich gezündet. Warum? Weil
ich zu viel wollte und nicht klar war, wofür ich eigentlich
stehe.

Mitten in der Nacht zum 8. Jänner machte es Klick: Es
fehlte die Authentizität.

Zuerst ekelte mich der Gedanke an (siehe Plantschbecken), aber
dann verstand ich meinen Denkfehler. Ich hatte versucht,
Authentizität als Strategie zu nutzen. Ich
wollte authentisch wirken, damit du mich magst, damit die Klicks
kommen, damit der Erfolg einkehrt.

Authentisch „wirken“ ist eine Lüge

Wenn ich Authentizität nur spiele, bin ich wieder in einer Rolle.
Egal, ob ich den „alten weißen Mann“ gebe, den Witze-Erzähler
oder den Typen, der auf Englisch moderiert – wenn es nur ein
Werkzeug zum Erfolg ist, ist es nicht echt.

Ich habe mich gefragt: Wer bin ich eigentlich?

Die Antwort ist schmerzhaft: Ich weiß es oft selbst nicht genau.
Ich bin Vater und Ehemann, ja. Ich bin Content Creator und
Comedian. Aber Ian DeBay? Das ist ein Name, den ich mir gegeben
habe. Ein Schutzschild. Mein echter Name ist ein anderer.

Erfolg neu definieren

Ich habe erkannt, dass ich Erfolg für mich neu definieren muss.
Erfolg ist nicht (nur) die Zahl der Hörer oder das Geld auf dem
Konto – auch wenn das nötig ist, um nicht auf der Straße zu
landen.

Wahrer Erfolg bedeutet für mich ab jetzt:

Herauszufinden, wer ich wirklich bin. Ehrlich authentisch zu
sein, statt es nur zu spielen. Mein Schutzschild zu senken, auch
wenn es riskant ist.

Es ist eine Reise, und diese...
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„Auf der Suche nach Authentizität“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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