USA eskaliert gegen Khamenei | Von Rainer Rupp

USA eskaliert gegen Khamenei | Von Rainer Rupp

12 Minuten

Beschreibung

vor 1 Tag

Teheran droht mit präemptiven Schlägen


Ein Kommentar von Rainer Rupp.


Die jüngsten Unruhen im Iran begannen am 28. Dezember 2025 in
Teheran. Auslöser war ein massiver Einbruch der iranischen
Währung, des Rial (auf ein Rekordtief), was zu starken
Preissteigerungen bei importierten Waren, vor allem Lebensmitteln
führte. Das wiederum hatte Streiks und Schließungen von
Geschäften im Großen Basar der Hauptstadt zur Folge. 


Die Proteste richteten sich zunächst gegen die anhaltende
Wirtschaftskrise durch den kollektiven Westens seit Jahren mit
Handelssperren sanktionierten und boykottierten Landes. Die
wirtschaftlich motivierten Protestdemonstrationen weiteten sich
in den nachfolgenden Tagen auf weitere große Städte im Iran
aus. 


Dann erschienen plötzlich politische Parolen auf den
mitgebrachten Plakaten, mit Slogans zum Sturz der Regierung, der
Entmachtung des Obersten religiösen Staatsführers Ali Khamenei
und mit Forderungen nach einem Regimewechsel. Letztere steigerten
sich in den letzten Tagen sogar Forderungen – wenn auch
vereinzelt – nach der Rückkehr des im US-Exil lebenden Sohns der
von der islamischen Revolution davon gejagten US-Marionette Schah
Reza Pahlavi. Derweil war vor wenigen Tagen Seine Königliche
Majestät Reza Pahlavi Junior in einer aufwendig inszenierten
Massenveranstaltung in den USA als „rechtmäßiger Thronfolger“ und
„der Opposition“ in Iran gefeiert worden.


Bis Anfang Januar 2026 hatten sich die Demonstrationen laut
westlicher Medien auf zahlreiche Städte und knapp 20 von 31
Provinzen des Landes ausgeweitet. Sicherheitskräfte gingen laut
der Westmedien hart vor, mit Berichten über Tote unter den
Demonstranten (Schätzungen zwischen 19–36) und Hunderte Verletzte
und über 2.000 Festnahmen. Diese Welle wird von den
gleichgeschalteten Westmedien als eine der größten
Herausforderungen für das Regime seit den Protesten von 2022/2023
dargestellt, weil die wirtschaftliche Not noch durch regionale
Konflikte und internationale Spannungen (u. a. Drohungen aus den
USA) verstärkt würde.


Im Vergleich zur alarmistischen Darstellung der Lage im Westen,
war die öffentliche Erklärung des obersten nationalen
Sicherheitsbeamten des Irans, Ali Larijani, unaufgeregt und
nüchtern. Larijani betonte, dass die iranischen Behörden zwischen
legitimen wirtschaftlichen Beschwerden und Sabotageakten sehr
wohl unterscheiden. Die Proteste wegen des scharfen Verfalls des
Rial würden von den Behörden als berechtigtes Anliegen
anerkannt. 


Zugleich warf Larijani Washington und Israel jedoch vor, die
Proteste für politische Sabotage und terroristische Aktivitäten
mit speziell für solche Situationen ausgebildeten Agenten zur
Destabilisierung des Irans auszunutzen. Deshalb warnte Larijani
Donald Trump, dass jede amerikanische Einmischung in die inneren
Angelegenheiten Irans die Region destabilisieren und dadurch auch
US-Interessen dort zerstören würde. Er warnte die amerikanische
Öffentlichkeit vor den Risiken für ihre Soldaten in der Region.


Der iranische Generalstaatsanwalt Mohammad Movahedi-Azad
kritisierte die einseitigen und extraterritorialen Sanktionen der
USA und der EU und merkte an, dass solche Maßnahmen, wenn sie den
Zugang zu wesentlichen Gütern, Medikamenten,
Finanzdienstleistungen und lebenswichtigen Ressourcen
einschränken, „nur schwer von dem Konzept der Kollektivstrafe zu
trennen sind“, die laut Völkerrecht ein Verbrechen ist. Auch der
Generalstaatsanwalt Movahedi-Azad betonte die Notwendigkeit,
rechtmäßigen Protest klar von kriminellem Verhalten
abzugrenzen: 


...https://apolut.net/usa-eskaliert-gegen-khamenei-von-rainer-rupp/


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