Prof. Dr. Elvira Mass: Wir haben unsere Fresszellen im Griff!
Die Entwicklungsbiologin und Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass vom
LIMES-Institut im Hypothese-Podcast der Uni Bonn
27 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Die Entwicklungsbiologin und Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass
vom LIMES-Institut im Hypothese-Podcast der Uni Bonn
Unsere Riesen-Fresszellen in der Leber sind die „Butler“
der Gewebe: Sie bekämpfen nicht nur Bakterien, sondern fressen
auch Stoffwechselmüll – und sogar Mikroplastik. „Sie sorgen auch
dafür, dass die Nachbarzellen glücklich sind“, sagt die
Entwicklungsbiologin und Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass vom
LIMES-Institut. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts
diskutiert sie mit Moderator Denis Nasser die These „Wir haben
unsere Fresszellen im Griff!“
Makrophagen sind Riesen-Fresszellen des Angeborenen Immunsystems.
Schon der Name beschreibt ziemlich gut, was sie den ganzen Tag
machen: Sie verschlingen alles Mögliche, das um sie herumfleucht.
Sie stellen aber auch Botenstoffe her, die die Nachbarzellen
benötigen. Gewebe brauchen also Fresszellen, um sich normal zu
entwickeln und vernünftig zu funktionieren.
Die Fresszellen reagieren aber auch auf Umweltveränderungen – und
tun dann unter Umständen nicht mehr das, was sie sollen. In einer
Studie hat Elvira Mass untersucht, wie in übergewichtigen Mäusen
Stoffe von der Mutter in den Embryo gelangen und was sie dort
auslösen. Fresszellen in der Leber des Embryos registrieren dies
und ändern ihr Verhalten. Die Nachkommen der fettleibigen Mütter
sind schlank, ernähren sich normal und entwickeln trotzdem eine
Fettleber. „Unsere Studie zeigt das erste Mal, dass es die
Riesen-Fresszellen sind, die das hervorrufen können“, berichtet
die Wissenschaftlerin.
Elvira Mass erforscht auch Mikro- und Nanoplastik im Organismus,
das aus der Umwelt stammt. Jede Kunststoffschale, in der die
Lasagne in der Mikrowelle aufgewärmt wird, kann eine Quelle sein.
Fresszellen nehmen dieses Plastik auf und können es nicht
abbauen. Was macht es dort? Führt es zu einer Fehlfunktion der
Nachbarzellen? Das erforscht die Immunologin zusammen mit anderen
Forschenden.
In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert Prof. Dr.
Elvira Mass mit Moderator Denis Nasser die These „Wir haben
unsere Fresszellen im Griff!“. Ob die Wissenschaftlerin sie
verifiziert (als wahr bestätigt) oder falsifiziert (widerlegt),
hören Sie hier: Link???
Zur Person:
Prof. Dr. Elvira Mass ist Entwicklungsbiologin und Immunologin am
Life & Medical Sciences-Institut (LIMES) der Universität
Bonn. Sie ist Vorstandsmitglied des Exzellenzclusters
ImmunoSensation und untersucht Fresszellen des Angeborenen
Immunsystems. Nach ihrer Promotion am LIMES-Institut forschte die
Biologin am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (USA) und am
King’s College London (England). Seit Oktober 2017 leitet sie
eine Forschungsgruppe am LIMES-Institut. Elvira Mass wurde mit
mehreren Preisen ausgezeichnet.
Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Elvira Mass
Life & Medical Sciences Institut (LIMES)
Universität Bonn
Tel. +49 (0)228/7362848
E-Mail: elvira@uni-bonn.de
Zugespitzt und wissenschaftsnah
Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast
der Uni Bonn. Jeden ersten Donnerstag im Monat stellen sich
renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem
gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten
Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den
Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein
Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung
„verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als
„unwahr“ bestätigt) gehen würde.
Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir
freuen uns, von Euch zu hören unter
wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de!
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