Anarchie bestimmt die internationalen Beziehungen!?
vor 1 Tag
Im Hypothese-Podcast der Universität Bonn spricht Privatdozent Dr.
Hendrik W. Ohnesorge über den Normalfall der internationalen
Politik: Anarchie
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Beschreibung
vor 1 Tag
Im Hypothese-Podcast der Universität Bonn spricht
Privatdozent Dr. Hendrik W. Ohnesorge über den Normalfall der
internationalen Politik: Anarchie
Das Seufzen und Klagen über das Ende der regelbasierten
Weltordnung ist nicht zu überhören und weit verbreitet.
Rechtsexpertinnen und Volkswirte, Politikerinnen und Militärs,
nicht zuletzt Lobbyisten und NGO-Vertreterinnen, sie alle leiden
am Ende der alten Weltordnung, wie sie sich seit Gründung der
Vereinten Nationen im Jahr 1945 entwickelt haben soll. Dr.
Hendrik Ohnesorge stellt diese Gedankenführung vom Kopf auf die
Füße – und erklärt, dass es strukturell nie anders war.
Immer schon war Anarchie das Wesen der internationalen Ordnung
schlechthin – auch als alle noch überzeugte Anhänger der
„regelbasierten Weltordnung“ gewesen sein wollten. Der
Politikwissenschaftler klärt in einer neuen Folge der
Podcastreihe „Hypothese – wissenschaftsnah und zugespitzt“ über
das Phänomen „Anarchie“ als wesentlichen Grundsatz der
internationalen Ordnung auf: Es fehlt eine Weltregierung oder
eine zentrale, den Staaten übergeordnete Instanz, die Konflikte
regeln oder gar verhindern könnte. Souveräne Staaten handeln
primär entlang ihrer Macht- und Eigeninteressen und ohne
Beachtung multilateraler Vereinbarungen und Absichtserklärungen.
Das führt zu konflikthaften Lagen, Eskalationen stets nicht
ausgeschlossen.
Und nur die reflektierte Akzeptanz dieses Anarchie-Grundsatzes
als zutreffende Beschreibung der internationalen Ordnung führt zu
angemessenen, realistischen Ideen, erklärt Ohnesorge im Gespräch
mit Moderator Denis Nasser.
Dr. Hendrik Ohnesorge lehrt am Institut für Politikwissenschaft
der Universität Bonn. Er ist Mitglied im Transdisziplinären
Forschungsbereich (TRA) „Individuen, Institutionen und
Gesellschaften“ sowie des „Center for Advanced Security,
Strategic an Integration Studies“ (CASSIS). Privatdozent Dr.
Hendrik W. Ohnesorge ist Geschäftsführer des „Center for Global
Studies“ der Universität Bonn. Er forscht seit vielen Jahren zum
Thema Soft Power sowie zu den transatlantischen Beziehungen und
der US-amerikanischen Außenpolitik.
Zuletzt von Dr. Hendrik Ohnesorge erschienen ist bei Springer
Nature seine Habilitationsschrift „Soft Power and Charismatic
Leadership in German-American Relations“,
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-031-96440-4, ISBN
978-3-031-96439-8
https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-96440-4#bibliographic-information
Cham 2025
Kontakt:
PD Dr. Hendrik W. Ohnesorge
Center for Global Studies der Uni Bonn
Genscherallee 3, 53113 Bonn
ohnesorge@uni-bonn.de
+49 228 73 60281
Zugespitzt und wissenschaftsnah
Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast
der Uni Bonn. Jeden ersten Donnerstag im Monat stellen sich
renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem
gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten
Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den
Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein
Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung
„verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als
„unwahr“ bestätigt) gehen würde.
Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir
freuen uns, von Euch zu hören unter
wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de!
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