Hypothese

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Der Expert*innenpodcast der Uni Bonn zu aktuellen Themen.

Episoden

Rainforest conservation is bad for the economy!?
05.02.2026
29 Minuten
Gustavo Magalhães de Oliveira and Yannic Damm from the Institute for Food and Resource Economics in the University of Bonn's „Hypothese” podcast Violence, organized crime, and health problems: these issues do not immediately spring to mind when one thinks of the Brazilian rainforest. Clearing trees there not only releases stored carbon dioxide and decimates biodiversity. There are many different effects associated with rainforest destruction: Gustavo Magalhães de Oliveira and Yannic Damm from the Institute for Food and Resource Economics at the University of Bonn have investigated violence and respiratory diseases as consequences of deforestation. In the new episode of the Hypothesis podcast, the scientists discuss the thesis “Rainforest protection is bad for the economy” with host Denis Nasser. The rainforest in the Amazon basin is important not only for Brazil, but for the whole world. “It's not just climate change that tells us that this ecosystem is important for regulating natural processes,” says Gustavo Magalhães de Oliveira from the Institute for Food and Resource Economics (ILR) at the University of Bonn. “The effects affect both the local population and the whole world.” The rainforest supports us with numerous ecosystem services: it has a high level of biodiversity, stores large amounts of carbon dioxide, and purifies the air and water. “When it comes to purifying the air, it is primarily the local population that benefits, whereas when it comes to carbon dioxide, everyone benefits,” says Yannic Damm from the ILR. “Rainforest conservation is therefore extremely important at all levels – from the local to the global.” When the rainforest is burned down, it not only produces greenhouse gases such as carbon dioxide, but also air pollutants that reach large cities such as São Paulo. Reducing deforestation also reduces the concentration of pollutants in the air and the number of respiratory and other diseases. Yannik Damm discovered this in a study. Rainforest conservation can also help reduce violence in the Amazon region. “Increased controls to prevent illegal deforestation also deterred criminals who used violence to try to appropriate land,” reports Gustavo Magalhães de Oliveira from one of his studies. However, violence has very different causes, which must be combated with different means. In the latest episode of the Hypothesis podcast, Gustavo Magalhães de Oliveira and Yannic Damm discuss the thesis “Rainforest conservation is bad for the economy” with host Denis Nasser. Listen here to find out whether the scientists verify (confirm as true) or falsify (refute) this thesis. About the studies: https://www.uni-bonn.de/de/neues/167-2024 https://www.uni-bonn.de/de/neues/224-2024 Media contact: Gustavo Magalhães de Oliveira Institute for Food and Resource Economics University of Bonn Email: gusmoliv@uni-bonn.de Yannic Damm Institute for Food and Resource Economics University of Bonn E-mail: yannic.damm@ilr.uni-bonn.de ----- To the point and scientifically sound To the point and scientifically sound – that's the ‘Hypothesis’ podcast from the University of Bonn. Every first Thursday of the month, renowned guests tackle a controversial hypothesis on a socially relevant topic. Moderated by journalist Denis Nasser, an expert weighs up the truthfulness of the title statement and then votes on whether the final assessment would be ‘verified’ (i.e. confirmed as true) or falsified (confirmed as false). Do you have any questions, comments or suggestions? We look forward to hearing from you at wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de!
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Prof. Dr. Elvira Mass: Wir haben unsere Fresszellen im Griff!
08.01.2026
27 Minuten
Die Entwicklungsbiologin und Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass vom LIMES-Institut im Hypothese-Podcast der Uni Bonn Unsere Riesen-Fresszellen in der Leber sind die „Butler“ der Gewebe: Sie bekämpfen nicht nur Bakterien, sondern fressen auch Stoffwechselmüll – und sogar Mikroplastik. „Sie sorgen auch dafür, dass die Nachbarzellen glücklich sind“, sagt die Entwicklungsbiologin und Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass vom LIMES-Institut. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert sie mit Moderator Denis Nasser die These „Wir haben unsere Fresszellen im Griff!“ Makrophagen sind Riesen-Fresszellen des Angeborenen Immunsystems. Schon der Name beschreibt ziemlich gut, was sie den ganzen Tag machen: Sie verschlingen alles Mögliche, das um sie herumfleucht. Sie stellen aber auch Botenstoffe her, die die Nachbarzellen benötigen. Gewebe brauchen also Fresszellen, um sich normal zu entwickeln und vernünftig zu funktionieren. Die Fresszellen reagieren aber auch auf Umweltveränderungen – und tun dann unter Umständen nicht mehr das, was sie sollen. In einer Studie hat Elvira Mass untersucht, wie in übergewichtigen Mäusen Stoffe von der Mutter in den Embryo gelangen und was sie dort auslösen. Fresszellen in der Leber des Embryos registrieren dies und ändern ihr Verhalten. Die Nachkommen der fettleibigen Mütter sind schlank, ernähren sich normal und entwickeln trotzdem eine Fettleber. „Unsere Studie zeigt das erste Mal, dass es die Riesen-Fresszellen sind, die das hervorrufen können“, berichtet die Wissenschaftlerin. Elvira Mass erforscht auch Mikro- und Nanoplastik im Organismus, das aus der Umwelt stammt. Jede Kunststoffschale, in der die Lasagne in der Mikrowelle aufgewärmt wird, kann eine Quelle sein. Fresszellen nehmen dieses Plastik auf und können es nicht abbauen. Was macht es dort? Führt es zu einer Fehlfunktion der Nachbarzellen? Das erforscht die Immunologin zusammen mit anderen Forschenden. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert Prof. Dr. Elvira Mass mit Moderator Denis Nasser die These „Wir haben unsere Fresszellen im Griff!“. Ob die Wissenschaftlerin sie verifiziert (als wahr bestätigt) oder falsifiziert (widerlegt), hören Sie hier: Link??? Zur Person: Prof. Dr. Elvira Mass ist Entwicklungsbiologin und Immunologin am Life & Medical Sciences-Institut (LIMES) der Universität Bonn. Sie ist Vorstandsmitglied des Exzellenzclusters ImmunoSensation und untersucht Fresszellen des Angeborenen Immunsystems. Nach ihrer Promotion am LIMES-Institut forschte die Biologin am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (USA) und am King’s College London (England). Seit Oktober 2017 leitet sie eine Forschungsgruppe am LIMES-Institut. Elvira Mass wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Kontakt für die Medien: Prof. Dr. Elvira Mass Life & Medical Sciences Institut (LIMES) Universität Bonn Tel. +49 (0)228/7362848 E-Mail: elvira@uni-bonn.de Zugespitzt und wissenschaftsnah Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast der Uni Bonn. Jeden ersten Donnerstag im Monat stellen sich renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung „verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als „unwahr“ bestätigt) gehen würde. Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir freuen uns, von Euch zu hören unter wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de!
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Prof. Dr. Gregor Thüsing: „Wir brauchen ein Streikgesetz“
04.12.2025
1 Minute
So viel vorneweg: Den Streik abschaffen will Professor Dr. Gregor Thüsing gar nicht. „Das geht auch nicht und das ist auch richtig so.“ Die Verfassung sichert die Koalitionsfreiheit und damit das Streikrecht. In der neuen Folge der Podcast-Reihe „Zugespitzt und wissenschaftsnah: Hypothese-Podcast der Uni Bonn“ fordert der Arbeitsrechtsexperte ein explizites Streikgesetz, das es nämlich bisher gar nicht gibt. Das Tarifvertragsrecht sei eine „legislative Wundertüte“, die Streiks gar nicht regelt und bisher alle Entscheidungen in die Verantwortung der Gerichte lege. Die leisten einen tollen Beitrag, aber: Es fehlt der zugrunde liegende Wille des Gesetzgebers, also der Volksvertreter. Der Arbeitsrechtsexperte sorgt sich um den fairen Dialog der Tarifpartner. Er sieht, dass Arbeitskämpfe auch zu schnell ausgerufen werden und dass immer wieder unangemessene Auswirkungen für die ganze Volkswirtschaft entstehen. Sollten sich interessegeleitete Streitparteien einem Schlichterspruch beugen müssen? Was soll eine Mindestlohnkommission dürfen? Auch um solche Dynamiken des Arbeitslebens zu regeln, werde ein Streikgesetz gebraucht. Mit Moderator Denis Nasser führt der Experte entlang praktischer Streikereignisse durch die Felder des Arbeitskampfrechtes und erklärt zum Abschluss, ob er auch nach diesem Hypothese-Gespräch seine These aufrechterhält. Thüsing ist Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit der Universität Bonn. Ansprechpartner: Prof. Dr. Gregor Thüsing Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit der Universität Bonn E-Mail: sekretariat.thuesing@jura.uni-bonn.de Mehr über Prof. Dr. Gregor Thüsing: https://www.jura.uni-bonn.de/lehrstuhl-prof-dr-thuesing/prof-dr-gregor-thuesing-llm-harvard Zugespitzt und wissenschaftsnah Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast der Uni Bonn. Jeden ersten Donnerstag im Monat stellen sich renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung „verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als „unwahr“ bestätigt) gehen würde. Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir freuen uns, von Euch zu hören unter wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de!
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Prof. Dr. Dirk Lanzerath: „Wir neigen dazu, unsere Probleme zu medikamentieren“
06.11.2025
32 Minuten
Prüfungsstress, Lampenfieber und Trauer nach einem Todesfall: Neigt unsere Gesellschaft dazu, solche Probleme wie eine Erkrankung mit Medikamenten kurieren zu wollen? Diese Frage treibt Prof. Dr. Dirk Lanzerath, Direktor des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) an der Universität Bonn, um. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert er mit Moderator Denis Nasser die These „Wir neigen dazu, unsere Probleme zu medikamentieren“. Wer Prüfungsstress oder Lampenfieber hat, versucht dies teils mit Betablockern in den Griff zu bekommen. Wer wenige Wochen nach einem Todesfall noch trauert, dem wird unter Umständen eine Depression diagnostiziert und entsprechend medikamentös behandelt. Dies bezeichnet Prof. Dirk Lanzerath als „Medikalisierung“ eines lebensweltlichen Problems: Obwohl es nicht in erster Linie mit Medizin zu tun hat, wird versucht, es mit medizinischer Hilfe zu lösen. „Natürlich ist es richtig, diese Probleme in den Griff zu bekommen und Hilfe anzubieten“, sagt Lanzerath. „Wir müssen aber aufpassen, dass nicht jedes soziale Problem zu einem medizinischen wird.“ Medikalisierung allein werde der Komplexität unserer Gesellschaft nicht gerecht und schränke unsere Möglichkeiten ein, nach Ursachen und passenden Lösungen zu suchen. „Die Aussicht, ein Problem durch ein Medikament schnell und einfach zu lösen, erscheint bequem“, sagt Lanzerath. Denn natürlich ist es aufwendiger, etwa seine Ernährung umzustellen oder Sport zu treiben, als morgens eine Pille zu nehmen. Auch Trauer nach einem Todesfall werde heute viel früher als Depression angesehen und behandelt. „Wir sind eine Gesellschaft, in der wir funktionieren müssen. Deshalb wollen wir solche negativen Gefühle loswerden.“ Dabei gilt: Trauern erfüllt eine wichtige Funktion. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert Prof. Dr. Dirk Lanzerath mit Moderator Denis Nasser die These „Wir neigen dazu, unsere Probleme zu medikamentieren“. Ob der Wissenschaftler sie verifiziert (als wahr bestätigt) oder falsifiziert (widerlegt), hören Sie hier. Dirk Lanzerath leitet seit 2022 das Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) und ist seit 2002 dessen Geschäftsführer. Das DRZE ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bonn und Arbeitsstelle der Akademie der Wissenschaften und der Künste des Landes Nordrhein-Westfalen. 2024 ist er zum Vorsitzenden der Ethikkommission der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) gewählt worden sowie für die Amtsperiode 2023-25 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO). Seit 2012 ist er Mitglied des Vorstands und Generalsekretär des Europäischen Netzwerks der Forschungsethikkommissionen (EUREC). Zugespitzt und wissenschaftsnah Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast der Uni Bonn. Jeden ersten Donnerstag im Monat stellen sich renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung „verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als „unwahr“ bestätigt) gehen würde.  Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir freuen uns, von Euch zu hören unter wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de!
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Juniorprofessorin Julia Mink: „Saubere Luft ist schlecht für die Wirtschaft“
02.10.2025
26 Minuten
In politischen Debatten wird oft argumentiert, dass Maßnahmen gegen Luftverschmutzung Arbeitsplätze gefährden, Investitionen bremsen oder ganze Branchen unter Druck setzen könnten. „Saubere Luft ist schlecht für die Wirtschaft“: Dieser provokanten Hypothese stellt sich Jun.-Prof. Dr. Julia Mink in der ersten Folge nach der Sommerpause des Hypothese-Podcasts der Universität Bonn mit Moderator Denis Nasser. Wenn die Wälder brennen und Müll auf dem Meer schwimmt, dann sehen das alle sofort. Auch die Luftverschmutzung wird nicht ignoriert, aber sie beginnt bereits mit kleinsten Partikeln, die zunächst niemand bemerkt. Oft werden erst zeitlich verzögert Verschmutzungen und Gesundheitsschäden mit enormen Folgekosten deutlich. An guten Absichten und Grenzwerten im Kampf gegen die Luftverschmutzung mangelt es nicht und doch ist der Kampf noch nicht effektiv. Ist dreckige Luft kostengünstiger für die Produktion und saubere Luft schlecht für die Wirtschaft? Wären radikale Kostensteigerungen ein Rezept? Argelander-Professorin Julia Mink nimmt diese Hypothese genau unter die Lupe. Julia Mink ist Juniorprofessorin für Umweltökonomik, Nachhaltigkeit und Ungleichheit an der Universität Bonn und hat dazu eine Argelander-Professur inne. Sie forscht an der Schnittstelle von Umwelt- und Gesundheitsökonomie. Die Ökonomin untersucht derzeit, welche Kosten für das Gesundheitssystem durch Luftverschmutzung entstehen. Zugespitzt und wissenschaftsnah Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast der Uni Bonn. Jeden ersten Donnerstag im Monat stellen sich renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung „verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als „unwahr“ bestätigt) gehen würde. Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir freuen uns, von Euch zu hören unter wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de!
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Zugespitzt und wissenschaftsnah – das ist der „Hypothese“-Podcast der Uni Bonn. Jeden zweiten Donnerstag stellen sich renommierte Gäste einer zugespitzten Hypothese zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Moderiert von dem Journalisten Denis Nasser wägt jeweils eine Expertin oder ein Experte den Wahrheitsgehalt der Titelaussage ab und gibt abschließend ein Votum ab, ob die finale Einschätzung eher in Richtung „verifiziert“ (also als „wahr bestätigt“) oder falsifiziert (als „unwahr“ bestätigt) gehen würde. Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder einen Themenvorschlag? Wir freuen uns, von Euch zu hören unter wissenschaftskommunikation@uni-bonn.de !

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