Beschreibung
vor 4 Tagen
Willkommen bei Grauzonen – eurem Podcast rund um das Thema
mentale Gesundheit, von Betroffenen für Betroffene und alle
Interessierten.
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele betrifft,
über das aber selten offen gesprochen wird: unsere Beziehung zum
Essen. Warum essen wir manchmal aus Hunger – und manchmal aus
Stress, Leere oder Überforderung? Warum macht Essen uns schuldig,
traurig oder beschämt? Und wie stark beeinflusst unsere Psyche
eigentlich, was und wie wir essen?
Wir schauen gemeinsam darauf, warum Ernährung weit mehr ist als
Nährstoffzufuhr. Essen ist emotional, sozial, identitätsstiftend
– und oft ein Spiegel unseres mentalen Zustands. Wir sprechen
darüber, wie Depression, Angst, Trauma, ADHS oder Autismus das
Essen verändern können: durch verändertes Hungerempfinden,
sensorische Empfindlichkeiten, Impulsivität oder den Wunsch nach
Sicherheit.
Charleen erzählt, wie sich Essen mit Neurodivergenz anfühlt –
warum bestimmte Konsistenzen schwierig sind, wieso dieselben
Lebensmittel Sicherheit geben und weshalb Zucker für sie oft wie
ein kurzfristiges „Nervensystem-Pflaster“ wirkt. Sie spricht
offen über Scham, gesellschaftlichen Druck und den stillen Kampf
zwischen „ich weiß, es tut mir nicht gut“ und „ich brauche das
gerade, um zu funktionieren“.
Mike teilt seine Erfahrungen mit Binge Eating und dem fehlenden
Sättigungsgefühl – darüber, wie Essen manchmal versucht,
emotionale Leere zu füllen, und wie schnell Scham und
Selbstverurteilung den Teufelskreis verstärken. Er beschreibt,
wie schwer es sein kann, den eigenen Körper als Verbündeten zu
sehen, wenn Essen zur emotionalen Bewältigungsstrategie
wird.
Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Psyche und Ernährung sich
gegenseitig beeinflussen: warum Stresshormone und Dopamin eine
große Rolle spielen, wie Scham Kontrolle erschwert und weshalb
Selbstmitgefühl oft viel wirksamer ist als Disziplin. Und wir
teilen, wie wir beide versuchen, heute mit mehr Verständnis auf
unser Essverhalten zu blicken – weg von Schuld, hin zu Neugier,
Reflexion und Selbstakzeptanz.
Diese Folge soll Mut machen, den eigenen Umgang mit Essen nicht
als Schwäche zu sehen, sondern als Ausdruck innerer Bedürfnisse.
Essen ist nie nur körperlich – es ist immer auch emotional.
Was euch erwartet:
• Persönliche Erfahrungen mit Zucker, Binge Eating &
emotionalem Essen
• Warum mentale Gesundheit das Essverhalten stark beeinflusst
• Wie Scham, gesellschaftlicher Druck & Kontrolle
zusammenspielen
• Offene Gespräche über Sicherheit, Leere, Überforderung &
Regulierungsstrategien
• Impulse für mehr Selbstmitgefühl und kleine, realistische
Schritte
️ Wichtig:
Wir sind keine Therapeut:innen – wir sprechen aus eigener
Erfahrung. Wenn du akute Hilfe brauchst, wende dich bitte an
professionelle Hilfsangebote wie die Seelensorge (0800/1110111,
0800/110222, 116 123), den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116
117), den Notruf (112) oder vertraute Personen.
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auf den Austausch!
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In der nächsten Folge geht’s um ein Thema, das oft unterschätzt
wird: Wie Finanzen unsere Psyche beeinflussen.
Wo wir sonst noch zu finden sind:
Charleen: https://www.instagram.com/charleenetlavie_____
Mike: https://linktr.ee/mike_c_music;
https://www.instagram.com/sprechermikezeh
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