Wurde Maduro verraten und verkauft? | Von Tilo Gräser
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vor 1 Monat
Die venezolanische Führung hat anscheinend nach
jahrelangem Wirtschaftskrieg und wachsendem militärischen Druck
der USA kapituliert – trotz russischer sowie chinesischer
Unterstützung – und aus Selbsterhaltungstrieb den eigenen
Präsidenten geopfert.
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Hatte die venezolanische Führung vor dem Angriff der USA in der
Nacht zum 3. Januar 2026 bereits kapituliert und die Entführung
von Präsident Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores als
„Bauernopfer“ zugelassen? Stand der Nachfolger von Hugo Chavéz
einer Einigung mit Washington noch im Weg, weshalb er „geopfert“
wurde?
Die Leichtigkeit, mit der das US-Militär in Venezuela eindringen
und den Präsidenten des souveränen Landes entführen konnte, sorgt
für Fragen. Sie widerspricht nicht nur der Tatsache, dass das
venezolanische Militär aufgrund seiner zum Teil modernen
russischen Ausrüstung als eines der besten in Lateinamerika galt.
Sie konterkariert auch die Parolen der Führung unter Maduro von
der unbedingten Verteidigungsbereitschaft angesichts des
US-Aufmarsches in der Karibik.
Der ungarische Journalist Gábor Stier erinnerte in einem
aktuellen Beitrag zum Thema daran, dass im Februar 2022 russische
Hubschrauber die ukrainische Grenze überquerten in
Richtung des Flughafens Hostomel bei Kiew. Dabei schossen die
Ukrainer vier Maschinen ab und vernichteten teilweise eine
russische Elite-Luftlandeeinheit beim Kampf um den Flughafen.
Russlands Streitkräfte zogen sich einen Monat später aus dem
Norden des Landes zurück, erinnert Stier. Im Fall Venezuelas
geschah nichts dergleichen, außer einigen Beschädigungen an
US-Kampfhubschraubern und verletzten US-Elitesoldaten, wie
US-Präsident Donald Trump erklärte – neben mindestens 80
Toten auf venezolanischer Seite, darunter kubanische
Spezialkräfte, die Maduro beschützten.
Es gibt Berichte und Informationen, die darauf hindeuten, dass
Maduro von seinen eigenen Leuten „geopfert“ wurde, um einen
großangelegten US-Angriff auf das geschundene Land abzuwenden.
Vermutungen, dass die Maduro-Stellvertreterin und jetzige
Interimspräsidentin Delcy Rodríguez eine CIA-Agentin ist, dürften
falsch sein. Aber sie scheint eine Rolle im Vorfeld der
Blitzentführung des venezolanischen Präsidenten gespielt zu haben
– und wird derzeit von den USA, die Venezuela regieren wollen,
als Staatschefin akzeptiert. Dagegen erklärte Trump
für manche überraschend, dass die Oppositionspolitikerin und
„Friedensnobelpreis“-Trägerin Maria Machado für ihn als neue
Präsidentin nicht infrage kommt.
In Medienkommentaren wird vermutet, dass Trump einen
„Deal mit den alten Eliten“ Venezuelas sucht – den es vielleicht
längst gibt. Davon kündet unter anderem ein Beitrag
im kolumbianischen Onlineportal Colombia One, der am Sonntag der
Frage nachging, ob Rodríguez Maduro an die USA verkauft hat.
Berichten vom Herbst 2025 zufolge seien bereits Monate zuvor von
Rodríguez und anderen hochrangigen Mitglieder der Führung
Venezuelas Vorschläge an die USA gemacht worden, Maduro
abzusetzen und bestimmte US-Forderungen zu erfüllen. Ursache
dafür seien die Krise des Landes infolge der Sanktionen und des
zunehmenden militärischen Drucks der USA, aber auch der
Misswirtschaft unter Maduro. Ziel sei es, Veränderungen
herbeizuführen, aber ohne das von Hugo Chávez von 1999 bis 2013
aufgebaute politische System grundlegend infrage zu stellen.
...https://apolut.net/wurde-maduro-verraten-und-verkauft-von-tilo-graser/
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