Apropos ... Breathwork!
41 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Ohne Atem kein Leben: In dieser Folge tauchen wir mit der
Neurowissenschaftlerin Martha Havenith in die wunderbare Kraft
des Atmens ein. Durch das Atmen versorgen wir nicht nur unseren
Körper mit Sauerstoff. Die Atmung kann auch unser seelisches
Gleichgewicht stärken. Martha Havenith geht auf neue
Atemtechniken ein, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in der
westlichen Hemisphäre entwickelt haben. Diese Techniken sind
sowohl bewusstseinserweiternd als auch entspannungsfördernd und
heilsam.
Neurowissenschaft trifft Atemarbeit: Wir gehen darauf ein, was
die Forschung heute über die Wirkmechanismen weiß und wie sich
durch bewusste Atmung Wahrnehmung, Emotion und Körpererleben
verändern lassen können. „Es geht nicht nur darum, Wunden zu
heilen, sondern eigene Quellen der Freude zu finden“, fasst die
Atem-Expertin, die in Breathwork auch ihre eigene Methode
gefunden hat, zusammen. Sie erläutert, was Breathwork ist und
welche modernen Methoden es gibt, mit denen einerseits auf einer
tiefen Bewusstseinsebene emotionale Themen verarbeitet werden
können und andererseits in langsamer Ausführung Entspannung
herbeigeführt werden kann.
Martha Havenith nennt praktische Übungen von langen Sessions mit
zirkulärer Atemarbeit, bei denen es um eine bewusst tiefe Atmung
geht, die nicht an Mantras oder das Zählen gebunden ist.
Breathwork wird in der Regel mit Musik unterlegt. Für Anfänger,
die tiefer eintauchen wollen, empfiehlt sich eine Begleitung.
Sie nennt aber auch einfache Breathwork-Techniken für den Alltag,
die etwa 15 Minuten dauern. Sie führt die Wim-Hof-Methode an, bei
der 40 aktive Atemzüge kombiniert werden mit einem langen
Einatmen, Luft anhalten und ausatmen. Diese Technik ist gut für
das Immunsystem und die Fitness. Das koharänte, langsame Atmen
eignet sich zur Entspannung. Beim Cyclic Sighing wird intensiv
zwei Mal über die Nase eingeatmet und über den Mund schnell und
mit einem Seufzer ausgeatmet. Schon allein fünf Minuten täglich
können so für eine physiologische Baseline und Wohlbefinden,
weniger Stress- und Angstempfinden sorgen, so Martha Havenith.
Dr. Martha Havenith ist promovierte
Neurowissenschaftlerin und Breathwork-Praktizierende. Nach
Stationen an der Universität Oxford, dem Max-Planck-Institut für
Hirnforschung und dem University College London leitet sie heute
eine eigene Forschungsgruppe in Frankfurt. Ihr Schwerpunkt: Wie
das Gehirn mehrere kognitive Prozesse gleichzeitig koordiniert –
und was der Atem damit zu tun haben könnte.
Buchtipp: Martha Havenith und Abdellatif Nemri:
„Atemkraft – Das Breathwork-Handbuch“, Schattauer-Verlag 2025
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