S2E2 - Chemo-Alarm: 10 Fehler, die dein Leben gefährden
24 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 8 Monaten
Nutze meine Erfahrungen für deine
Sicherheit.
Abonniere den Podcast, um künftig keine Folge zu verpassen, und
teile sie gern mit anderen, denen diese Tipps helfen können!
️ Wichtiger Hinweis:
Dieser Podcast basiert auf meiner persönlichen Erfahrung und
ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Sprich jede
Veränderung deiner Therapie immer zuerst mit deinem
Behandlungsteam ab.
10 gefährliche Fehler während der Chemotherapie –
und wie du sie vermeidest
1. Infektionen unterschätzen
Schon kleinste Infektionen (z. B. Zahnfleischentzündungen,
Hautabschürfungen oder Harnwegsinfekte) können lebensgefährlich
werden, wenn deine Immunabwehr geschwächt ist.
Tipp: Achte penibel auf Hygiene und
melde ungewöhnliche Symptome frühzeitig.
2. Fieber selbst senken, statt sofort in die Notaufnahme
zu gehen
Bei immunsuppressiver Therapie ist Fieber ein medizinischer
Notfall. Fiebersenker verzögern lebenswichtige Diagnostik und
Behandlung.
Tipp: Bei Temperaturen ab 38°C
umgehend in die Notaufnahme!
3. Medikamente (v.a. Übelkeitsmittel, Schmerzmittel,
Antibiotika) nicht rechtzeitig oder zusammen mit Milchprodukten
einnehmen
Milchprodukte reduzieren z.B. die Wirkung vieler Antibiotika
drastisch (z.B. Ciprofloxacin).
Tipp: Nimm Medikamente streng nach
Vorschrift und mit Abstand zu Mahlzeiten ein, besonders zu
Milchprodukten.
4. Fehlender Schutz vor Umweltkeimen (Schimmel,
Gartenerde, Haustiere)
Pilzsporen oder Bakterien aus Erde, Tierfell und Schimmel können
schwere Infektionen verursachen.
Tipp: Verwende Handschuhe, Masken und
meide Kontakt mit Risikobereichen.
5. Gefährliche Wechselwirkungen mit Lebensmitteln
(Grapefruit, Johanniskraut, Antioxidantien)
Grapefruit kann z.B. die Wirkung von Chemotherapeutika erhöhen,
Johanniskraut deren Wirksamkeit reduzieren.
Tipp: Verzichte während der Therapie
unbedingt auf Grapefruit, Johanniskraut und hochdosierte
Antioxidantien.
6. Zu wenig Flüssigkeit aufnehmen
Wenig Flüssigkeit erhöht das Risiko schwerer Nebenwirkungen, z.B.
Nierenproblemen und toxischen Wirkungen der Chemo.
Tipp: Trinke täglich ausreichend
Flüssigkeit (ca. 2–3 Liter), außer dein Arzt empfiehlt etwas
anderes.
7. Antiemetika erst einsetzen, wenn Übelkeit bereits
spürbar ist
Sind Übelkeit und Erbrechen erst einmal da, wirken Medikamente
deutlich schlechter.
Tipp: Nimm Übelkeitsmedikamente
präventiv, bevor Symptome auftreten.
8. Kein Vier-Augen-Prinzip bei Medikation und
Infusionen
Falsche Medikamente oder Dosierungen können lebensgefährlich
sein.
Tipp: Lass jede Medikation und
Infusion immer durch eine zweite Person gegenprüfen.
9. Medikamente eigenmächtig absetzen
Das vorzeitige Absetzen von Medikamenten (z. B. Antibiotika,
Kortison, Chemo-Tabletten) kann zu schweren Komplikationen
führen.
Tipp: Medikamente niemals
eigenständig beenden oder verändern – immer ärztlich abstimmen.
10. Denkfehler: Nach der Chemo sei alles wieder
normal
Viele Nebenwirkungen, körperliche und psychische Belastungen
dauern nach Therapieende an oder treten verzögert auf.
Tipp: Plane ausreichend Zeit zur
Regeneration und rechne mit einer langsamen Rückkehr ins normale
Leben.
Weitere Episoden
24 Minuten
vor 3 Tagen
15 Minuten
vor 1 Woche
9 Minuten
vor 1 Monat
23 Minuten
vor 2 Monaten
18 Minuten
vor 3 Monaten
In Podcasts werben
Kommentare (0)