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Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael
Weyland 

Thema heute:        Laub vom
Nachbargrundstück: Wie viel ist zu viel?

 

Es kommt immer wieder zu Streitigkeiten unter Nachbarn, wenn
Laub vom Nachbargrundstück in den eigenen Garten weht: Was vielen
Hausbesitzern nicht bewusst ist:  Sie müssen dies in den
meisten Fällen hinnehmen - selbst wenn die herübergewehten
Blätter ab und zu die Dachrinne verstopfen. Darauf macht das
Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

Blätter, Nadeln und Zapfen halten sich nicht an Zäune und
Grenzen: Der Wind weht sie auch auf benachbarte Grundstücke. "Das
ist jedoch kein Grund, sie zurückzuwerfen oder zu verlangen, dass
die störenden Bäume beseitigt werden", sagt man bei bei der R+V
Versicherung. Die Betroffenen müssen das fremde Laub selbst
entfernen und entsorgen - sofern es die Benutzung des Grundstücks
nicht wesentlich beeinträchtigt, ergänzt man: "Einen Gärtner oder
Reinigungsdienst zu beauftragen und die Rechnung an den Nachbarn
zu schicken, geht in den meisten Fällen nicht." 

Abstand und Umgebung zählen

Doch wann gilt eine Beeinträchtigung als wesentlich? Das kommt
auf den jeweiligen Fall an, erklärt man bei der R+V. Stehen an
der Grundstücksgrenze viele Bäume, fällt eine erhebliche
Laubmenge an. Wenn dadurch die Dachrinne regelmäßig verstopft,
kann das eine wesentliche Beeinträchtigung sein. "Ein solcher
Fall ist jedoch eher die Ausnahme", heißt es weiter. In den
meisten Fällen muss der Nachbar das Laub hinnehmen. Wichtig für
die Entscheidung sind zudem Abstand und Umgebung. Bäume und
Sträucher dürfen beispielsweise nicht zu dicht an der
Grundstücksgrenze stehen. Für stark wachsende Gehölze wie Linden,
Pappeln oder Rotbuchen gilt vielerorts ein Mindestabstand von
vier Metern zum benachbarten Garten. Zudem wird Laub in
einer Stadt anders gewertet als auf dem Land: In dicht bebauten
Wohngebieten ist es eher ortsüblich und damit zumutbar, dass sich
im Herbst die Blätter über Grundstücksgrenzen hinweg verteilen.

Ausgleichszahlungen möglich

Wenn die Bäume und Sträucher erst vor kurzem - unter Missachtung
der landesrechtlichen Abstandsregeln - an der Grundstücksgrenze
gepflanzt wurden, können Betroffene unter Umständen Nachbesserung
verlangen. Das kann etwa bedeuten, dass überhängende Äste
beschnitten oder der Baum ganz beseitigt wird. Allerdings gibt es
dafür Fristen, in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel beträgt diese
sechs Jahre. Bei älteren Bäumen kann es unter Umständen
Ausgleichszahlungen für die Belastung geben. Auch eine
Entschädigung für die Reinigung einer regelmäßig verstopften
Dachrinne ist mitunter möglich. Für stark überhängende Äste gilt
unter Umständen das sogenannte Selbsthilferecht. Greift es, darf
man die Äste abschneiden.

 

 

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https://www.was-audio.de/aanews/News20251202_kvp.mp3
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„Wirtschaftsnews vom 02. Dezember 2025“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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