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  4. EU muss sich ihrer eigenen Krise stellen | Von Thomas Röper
Statt für alle Misserfolge Russland die Schuld zu geben,
muss die EU sich endlich ihrer eigenen Krise stellen.

In der EU ist es Tradition geworden, für alle Misserfolge
Russland die Schuld zu geben. Allerdings kann man keine Probleme
lösen, wenn man sich in die Opferrolle stellt und anderen die
Schuld für das eigene Versagen gibt.

Ein Kommentar von Thomas Röper.

Fjodor Lukjanow, der Chef des russischen Thinktanks Valdai-Club,
hat in einem Artikel ganz nüchtern erklärt, dass das Problem in
Europa ist, dass es für alle seine Misserfolge und sein Scheitern
stets die Schuld bei anderen sucht – aktuell bei Russland.

Unabhängig davon, wie man zu Russland und zum Ukraine-Konflikt
steht, ist eines wohl unbestritten: Wer stets anderen die Schuld
für die eigenen Probleme gibt, der wird seine Probleme nie lösen
können, weil er die Initiative abgegeben hat. Aus der Opferrolle
heraus wurden noch nie Probleme gelöst, die Opferrolle meißelt
Probleme in Stein anstatt sie zu lösen.

Lukjanow hat seinen Artikel als kurzen Rückblick oder
als Fazit der letzten Konferenz des Valdai-Forums geschrieben und
geht dabei auch auf die Rede ein, die der russische Präsident
Putin dort gehalten hat. Bei Interesse können Sie Putins
Rede hier nachlesen.

Kommen wir nun zur Übersetzung von Lukjanows Artikel.

Beginn der Übersetzung:

Westeuropa sollte aufhören, überall „Moskaus Hand“ zu
sehen – und sich seiner eigenen Krise stellen

Jeden Oktober versammelt sich der Valdai Discussion Club als eine
Art intellektuelles Barometer der Weltpolitik. Die diesjährige
22. Sitzung unter dem Titel „Die polyzentrische Welt: Eine
Gebrauchsanweisung“ fühlte sich weniger wie eine Debatte an als
wie eine Diagnose, denn die Welt hat eine Schwelle überschritten.
Die Multipolarität ist keine aufkommende Idee mehr; sie ist die
Realität, in der wir leben.

Von Fjodor Lukjanow | Russia in Global Affairs

...https://apolut.net/eu-muss-sich-ihrer-eigenen-krise-stellen-von-thomas-roper/

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