Schulschwierigkeiten, Teil 3 - Wenn Schule (noch) zu viel verlangt

Schulschwierigkeiten, Teil 3 - Wenn Schule (noch) zu viel verlangt

14 Minuten

Beschreibung

vor 3 Monaten
Kurzbeschreibung:

Nach den ersten sechs Wochen Schule zeigt sich, welche Kinder im
Alltag gut zurechtkommen – und bei welchen die Anforderungen zu
viel werden.
In dieser Folge spricht Elisabeth Söchting darüber, warum
„Schulreife“ weit mehr ist als Intelligenz: Sie wächst aus der
fortlaufenden Integration sensorisch-motorischer Erfahrungen –
vom Fühlen, Greifen und Saugen über Bewegungsplanung bis hin zur
Dyspraxie.
Du erfährst, warum manche Kinder Aufgaben verweigern, stören oder
weinen, obwohl sie lernen wollen – und was ihnen wirklich
hilft, um Sicherheit und Lernfreude zurückzugewinnen.
Takeaways:

Schulreife entsteht aus jahrelanger Integration sensorischer
Erfahrungen – nicht über Nacht.

Taktil-propriozeptive Rückmeldungen sind die Grundlage der
Feinmotorik und Bewegungs- und Handlungsplanung (Praxie).

Dyspraxie ist kein Willensproblem, sondern Ausdruck einer
ungenügend entwickelten "inneren Landkarte" des Körpers
(Körperschema) durch ungenaue Spürinformationen.

Verhalten wie Stören oder Verweigerung ist oft ein
Selbstschutz vor Überforderung.

Kinder brauchen Bewegung, Regulation und Erfolgserlebnisse
statt noch mehr Druck.

3 Anregungen für den Alltag:Berücksichtige beim Lernen
den Körper, die Sinne und die Emotionen des Kindes.Kinder lernen
durch Bewegung, Kinder mit SI-Störungen durch Bewegung gegen
Widerstand. Daher: Biete möglichst viele sensomotorische
Lernerfahrungen. Beobachte Kinder beim Tun und schaue nicht nur auf
das Ergebnis.
Finde die genau richtige Herausforderung und ermögliche maximale
Erfolgserlebnisse. Soundbites:

„Kein Trotz, sondern Ausdruck dafür, dass ihr Nervensystem
die steigenden Anforderungen noch nicht souverän verarbeiten
kann.“

„Diese Vermeidung ist kein Trotz, sondern Selbstschutz.“

„Schulreife ist nicht einfach ein Punkt auf einer Checkliste
– und kein Ziel, das man plötzlich erreicht, sondern ein
fortlaufender Prozess.“

Kapitel:

00:00 – Intro: Warum nach sechs Wochen Schule die Unterschiede
sichtbar werden
02:10 – Was „Schulreife“ wirklich bedeutet
04:00 – Vom Greifen zum Begreifen: Wie taktile Entwicklung den
Körper formt
07:10 – Wenn Wahrnehmung ungenau bleibt: Frustration,
Überforderung, Rückzug
09:00 – Dyspraxie – wenn Planung zum Stolperstein wird
11:00 – Wie Erwachsene unterstützen können: Bewegung, Erfolg,
Co-Regulation
13:00 – Schlussgedanke – Lernen braucht Körper, Sinne und
Beziehung
FAQs:

Wie erkenne ich, ob Überforderung sensorisch bedingt
ist?
Suche nach durchgehenden Hinweise für eine betimmte Art der
sensorischen Integrationsstörung.


Wie kann ich Kinder mit Dyspraxie unterstützen?
Durch viel taktile Erfahrungen, Bewegung mit kräftiger
Muskelarbeit, kleine Teilschritte und Anleitung durch Fragen.
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