Sonderfolge 2 zum Weihnachtsmarkt-Anschlag: Die Opfer im Fokus
Mehr als 300 Menschen wurden verletzt, sechs starben – viele leiden
bis heute an den Folgen. In dieser Sonderfolge von Hinter den
Headlines sprechen wir mit den Volksstimme-Reportern Matthias
Fricke und Alexander Walter über die Schicksale der Opfer.
23 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 4 Monaten
In der zweiten Sonderfolge des Podcasts Hinter den Headlines
sprechen die Hosts Max Hunger und Julius Lukas mit den
Volksstimme-Reportern Matthias Fricke und Alexander Walter über die
Opfer des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20.
Dezember 2024. Die Dimension des Attentats wird schnell deutlich:
„Bis zum Schluss sind es mehr als 300, zum Teil Schwerstverletzte
gewesen – mit lebenslangen Folgen“, so Fricke. Unter den Verletzten
waren auch 52 Kinder, sechs Menschen verloren ihr Leben. Dank des
Zufalls, dass medizinisches Personal eine Weihnachtsfeier auf dem
Markt feierte, konnte vielen Betroffenen direkt geholfen werden.
„Das hat sicherlich dazu beigetragen, dass es nicht noch mehr
Todesopfer gab“, betont Fricke. Neben körperlichen Schäden leiden
viele Betroffene bis heute unter psychischen Folgen. Laut Fricke
haben sich 1.600 Menschen beim Bundesopferbeauftragten gemeldet –
darunter auch Ersthelfer und Augenzeugen. Walter berichtet von
Menschen, die seitdem Menschenansammlungen meiden: „Es gibt Leute,
die bis heute Probleme haben, auf Veranstaltungen zu gehen.“ Die
Reporter schildern auch, wie schwer es ist, über Opfer zu
berichten. Oft melden sich Betroffene selbst bei den Redaktionen,
wie Fricke erklärt: „Wir laufen ja nicht aktiv durch die Gegend und
versuchen auf Teufel komm raus, ein Opfer zu finden.“ Dennoch sei
es wichtig, die Perspektive der Opfer sichtbar zu machen, nicht nur
die des Täters. Auch über staatliche und gesellschaftliche Hilfen
wird gesprochen. Das Land Sachsen-Anhalt stockte den
Opferhilfefonds auf 500.000 Euro auf, knapp 300.000 Euro wurden
bislang ausgezahlt. Zudem wurden psychotherapeutische Kapazitäten
in Magdeburg erhöht. „Im Vergleich zum Anschlag am Breitscheidplatz
hat man hier vieles besser gemacht“, so Fricke. Kritik gab es
jedoch daran, dass einige Opfer Briefe vom Täter erhielten – ein
rechtliches Schlupfloch, das derzeit diskutiert wird. Insgesamt
ziehen die Reporter aber ein positives Fazit: „Die gesamte
Stadtgesellschaft war eigentlich präsent und auf dem Plan“, sagt
Walter. Die Sonderreihe des Podcasts soll in fünf Folgen
verschiedene Aspekte beleuchten: Folge 1: der Anschlag Folge 2: die
Opfer Folge 3: der Täter Folge 4: die Aufarbeitung der Ereignisse
Folge 5: der Prozess
sprechen die Hosts Max Hunger und Julius Lukas mit den
Volksstimme-Reportern Matthias Fricke und Alexander Walter über die
Opfer des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20.
Dezember 2024. Die Dimension des Attentats wird schnell deutlich:
„Bis zum Schluss sind es mehr als 300, zum Teil Schwerstverletzte
gewesen – mit lebenslangen Folgen“, so Fricke. Unter den Verletzten
waren auch 52 Kinder, sechs Menschen verloren ihr Leben. Dank des
Zufalls, dass medizinisches Personal eine Weihnachtsfeier auf dem
Markt feierte, konnte vielen Betroffenen direkt geholfen werden.
„Das hat sicherlich dazu beigetragen, dass es nicht noch mehr
Todesopfer gab“, betont Fricke. Neben körperlichen Schäden leiden
viele Betroffene bis heute unter psychischen Folgen. Laut Fricke
haben sich 1.600 Menschen beim Bundesopferbeauftragten gemeldet –
darunter auch Ersthelfer und Augenzeugen. Walter berichtet von
Menschen, die seitdem Menschenansammlungen meiden: „Es gibt Leute,
die bis heute Probleme haben, auf Veranstaltungen zu gehen.“ Die
Reporter schildern auch, wie schwer es ist, über Opfer zu
berichten. Oft melden sich Betroffene selbst bei den Redaktionen,
wie Fricke erklärt: „Wir laufen ja nicht aktiv durch die Gegend und
versuchen auf Teufel komm raus, ein Opfer zu finden.“ Dennoch sei
es wichtig, die Perspektive der Opfer sichtbar zu machen, nicht nur
die des Täters. Auch über staatliche und gesellschaftliche Hilfen
wird gesprochen. Das Land Sachsen-Anhalt stockte den
Opferhilfefonds auf 500.000 Euro auf, knapp 300.000 Euro wurden
bislang ausgezahlt. Zudem wurden psychotherapeutische Kapazitäten
in Magdeburg erhöht. „Im Vergleich zum Anschlag am Breitscheidplatz
hat man hier vieles besser gemacht“, so Fricke. Kritik gab es
jedoch daran, dass einige Opfer Briefe vom Täter erhielten – ein
rechtliches Schlupfloch, das derzeit diskutiert wird. Insgesamt
ziehen die Reporter aber ein positives Fazit: „Die gesamte
Stadtgesellschaft war eigentlich präsent und auf dem Plan“, sagt
Walter. Die Sonderreihe des Podcasts soll in fünf Folgen
verschiedene Aspekte beleuchten: Folge 1: der Anschlag Folge 2: die
Opfer Folge 3: der Täter Folge 4: die Aufarbeitung der Ereignisse
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