Carolabrücke, Teil 1: Der Einsturz - und das Jahr danach
Ein nervenaufreibender Einsatz, Dresdens neuer Hotspot für
Fliegerbomben und die besondere Geschichte eines Bauingenieurs. Das
ist Teil 1 der Sonderserie zum Jahrestag des Einsturzes der
Carolabrücke.
44 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 5 Monaten
Wenn sich an diesem Donnerstag der Einsturz der Carolabrücke zum
ersten Mal jährt, erinnert kaum noch etwas Sichtbares daran, dass
zwischen Brühlscher Terrasse auf der einen und Sächsischer
Staatskanzlei auf der anderen Seite der Elbe einmal dieses Bauwerk
stand. Reste der Auffahrten zeugen noch davon, das aus dem Wasser
lugende Fundament eines Pfeilers und rostige Straßenbahngleise, die
schräg unterhalb der Synagoge noch ein paar Meter weit über die
Abbruchkante des damals kollabierten Brückenzuges C hinaus in die
Luft ragen. Rund 40.000 Tonnen Beton, Steine und Stahl sind weg.
Alle drei Züge der Brücke: vollständig abgetragen. Das
Terrassenufer, der Elberadweg links und rechts der Elbe werden in
wenigen Tagen wieder freigegeben. Dresden blickt nach vorn – am 11.
September aber ganz gewiss noch einmal zurück. Dieses Datum,
historisch ohnehin aufgeladen, ist auch für die Stadt zu einem
Schicksalstag geworden. Im Podcast „Thema in Sachsen“ widmen
Sächsische.de und Leipziger Volkszeitung dem Ereignis eine
dreiteilige Sonderserie. Das ist die erste Folge, sie trägt den
Titel: „Der Einsturz – und das Jahr danach“ Zu hören sind Michael
Klahre, Sprecher der Dresdner Feuerwehr, und Michael Katzsch,
Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz. Beide erzählen
wie gefährlich und unübersichtlich am Anfang die Lage an der
Einsturzstelle war - und was in den ersten Tagen nach dem Unglück
ihren Alltag bestimmte. Weil ein Jahr Einsturz der Carolabrücke
auch die Geschichte von bisher vier dort gefundener Fliegerbomben
ist, wird Holger Klemig befragt. Der Sprengmeister erklärt, wieso
es zu dieser Häufung kommt. Klemig ist zugleich auch derjenige, der
die letzte Bombe am 6. August entschärft hat, seine insgesamt 232.,
wie er sagt. Genau diese Bombe sorgte für die größte jemals
durchgeführte Evakuierungsmaßnahme in Dresden. 17.000 Menschen
mussten weichen, ein Kilometer groß war der Sperrkreis. Klemig
erklärt, wieso Bombenfunde an Orten wie der Carolabrücke immer
wieder zu derart großen Einsatzlagen führen werden. Und generell
macht der Kampfmittelexperte deutlich, welche zum Teil erhebliche
Gefahr nach wie vor von den vor 80 Jahren über Dresden im Zweiten
Weltkrieg abgeworfenen Bomben ausgeht. Und schließlich erzählt
Daniel Windisch die Geschichte seiner besonderen Verbindung mit der
Carolabrücke. Windisch hat als Bauleiter bei der Firma Hentschke
Bau den Abriss organisiert. Allerdings war auch er es, der zuvor
für die Sanierung des Bauwerks zuständig war. Was er aufgebaut
hatte, musste er also wieder abreißen. Doch so dramatisch das
klingt, daraus schöpft er nun neue Hoffnung. Außerdem zu hören im
Podcast: Simone Prüfer, die Leiterin des Straßen- und Tiefbauamtes
der Stadt Dresden. Sie berichtet von den besonderen
Herausforderungen während des Abrisses und davon, dass mit Blick
auf überall in die Jahre kommende Brücken sich zahlreiche Kommunen
und Städte bei ihrer Behörde angeklopft haben.
ersten Mal jährt, erinnert kaum noch etwas Sichtbares daran, dass
zwischen Brühlscher Terrasse auf der einen und Sächsischer
Staatskanzlei auf der anderen Seite der Elbe einmal dieses Bauwerk
stand. Reste der Auffahrten zeugen noch davon, das aus dem Wasser
lugende Fundament eines Pfeilers und rostige Straßenbahngleise, die
schräg unterhalb der Synagoge noch ein paar Meter weit über die
Abbruchkante des damals kollabierten Brückenzuges C hinaus in die
Luft ragen. Rund 40.000 Tonnen Beton, Steine und Stahl sind weg.
Alle drei Züge der Brücke: vollständig abgetragen. Das
Terrassenufer, der Elberadweg links und rechts der Elbe werden in
wenigen Tagen wieder freigegeben. Dresden blickt nach vorn – am 11.
September aber ganz gewiss noch einmal zurück. Dieses Datum,
historisch ohnehin aufgeladen, ist auch für die Stadt zu einem
Schicksalstag geworden. Im Podcast „Thema in Sachsen“ widmen
Sächsische.de und Leipziger Volkszeitung dem Ereignis eine
dreiteilige Sonderserie. Das ist die erste Folge, sie trägt den
Titel: „Der Einsturz – und das Jahr danach“ Zu hören sind Michael
Klahre, Sprecher der Dresdner Feuerwehr, und Michael Katzsch,
Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz. Beide erzählen
wie gefährlich und unübersichtlich am Anfang die Lage an der
Einsturzstelle war - und was in den ersten Tagen nach dem Unglück
ihren Alltag bestimmte. Weil ein Jahr Einsturz der Carolabrücke
auch die Geschichte von bisher vier dort gefundener Fliegerbomben
ist, wird Holger Klemig befragt. Der Sprengmeister erklärt, wieso
es zu dieser Häufung kommt. Klemig ist zugleich auch derjenige, der
die letzte Bombe am 6. August entschärft hat, seine insgesamt 232.,
wie er sagt. Genau diese Bombe sorgte für die größte jemals
durchgeführte Evakuierungsmaßnahme in Dresden. 17.000 Menschen
mussten weichen, ein Kilometer groß war der Sperrkreis. Klemig
erklärt, wieso Bombenfunde an Orten wie der Carolabrücke immer
wieder zu derart großen Einsatzlagen führen werden. Und generell
macht der Kampfmittelexperte deutlich, welche zum Teil erhebliche
Gefahr nach wie vor von den vor 80 Jahren über Dresden im Zweiten
Weltkrieg abgeworfenen Bomben ausgeht. Und schließlich erzählt
Daniel Windisch die Geschichte seiner besonderen Verbindung mit der
Carolabrücke. Windisch hat als Bauleiter bei der Firma Hentschke
Bau den Abriss organisiert. Allerdings war auch er es, der zuvor
für die Sanierung des Bauwerks zuständig war. Was er aufgebaut
hatte, musste er also wieder abreißen. Doch so dramatisch das
klingt, daraus schöpft er nun neue Hoffnung. Außerdem zu hören im
Podcast: Simone Prüfer, die Leiterin des Straßen- und Tiefbauamtes
der Stadt Dresden. Sie berichtet von den besonderen
Herausforderungen während des Abrisses und davon, dass mit Blick
auf überall in die Jahre kommende Brücken sich zahlreiche Kommunen
und Städte bei ihrer Behörde angeklopft haben.
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